Swallow überragend, Trautman überrascht

Jodie Swallow hat zum fünften Mal in Serie den Ironman 70.3 Südafrika gewonnen. Die Britin setzte sich mit neuem Streckenrekord gegen ihre Landsfrauen Susie Cheetham und Parys Edwards durch. Das Rennen der Männer machten überraschend die Südafrikaner Matt Trautman und Stuart Marais unter sich aus. Johannes Moldan wurde Fünfter.

Von > | 26. Januar 2015 | Aus: SZENE

Ironman Hawaii 2014 - Radfahren - 21

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Trotz Abwesenheit von Vorjahressieger James Cunnama, der seinen Start kurzfristig abgesagt hatte, endete das erste 70.3-Rennen des Jahres mit einem Heimsieg. Gleich im Dreierpack stürmten die Südafrikaner Matt Trautman, Stuart Marais und Kyle Buckingham nach etwas mehr als 24 Minuten aus den Fluten des Indischen Ozean. Bart Aernouts (BEL), der Franzose Cyril Viennot sowie die Deutschen Johannes Moldan und Swen Sundberg schoben ihre Räder gut zwei Minuten später aus der Wechselzone. Bei ungewöhnlich starkem Westwind behaupteten Trautman und Marais ihre Führung danach gegen alle Verfolger.

Wattrekord in die Kurbel "gepresst"

Während Aernouts und Viennot auf den welligen 90 Radkilometern zumindest Buckingham einfangen konnten, wechselte Moldan in Schlagdistanz zu Buckingham als Sechster in die Laufschuhe. Dabei hatte er nach eigenen Angaben sogar einen neuen Wattrekord "in seine Kurbel gepresst". Auf der Laufstrecke waren dann zwar nur Trautman, Marais und Aernouts schneller als der Wertheimer - dennoch fehlten zu Platz vier am Ende noch knapp 90 Sekunden. "Ich weiß grad noch nicht, wie ich das  einordnen soll", schrieb Moldan kurz nach dem Rennen auf seiner Facebookseite. Insgesamt sei er aber ganz zufrieden. Der Sieg ging nach einem starken Halbmarathon an Matt Trautman. Marais machte eineinhalb Minuten später den ersten Doppelsieg der Südafrikaner in East London perfekt. Bart Aernouts schaffte zwei Jahre nach seinem Sieg an gleicher Stelle noch den Sprung aufs Podium. Swen Sundberg verlor schon beim Radfahren mehr als zehn Minuten auf die Spitze und kam als Neunter ins Ziel auf der Strandpromenade von East London.

Ironman 70.3 Südafrika | Männer

  1. Januar 2015, East London (RSA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Matt Trautman

RSA

4:04:35

24:38

2:19:01

1:16:49

2

Stuart Marais

RSA

4:06:04

24:38

2:18:56

1:18:19

3

Bart Aernouts

BEL

4:11:37

26:22

2:20:16

1:20:34

4

Cyril Viennot

FRA

4:14:29

26:31

2:20:06

1:23:26

5

Johannes Moldan

GER

4:15:58

26:40

2:22:10

1:22:48

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Für eine Handvoll Siege

Noch weniger Mühe als erwartet hatte Jodie Swallow bei ihrem vierten Südafrika-Sieg in Serie. Beim Schwimmen mischte sie wie gewohnt in der Gruppe der schnellsten Männer mit und verschaffte sich so schon früh ein Zwei-Minuten-Polster auf Lucie Reed (CZE) und die Schweizerin Emma Bilham. Weil Reed schon nach wenigen Kilometern vom Rad stieg und Bilham dem starken Wind nichts entgegenzusetzen hatte, baute Swallow ihre Führung auf den 90 Radkilometern locker aus und lief den Sieg danach mühelos nach Hause. Mit Tagesbestzeiten in allen Disziplinen unterbot sie zudem ihren eigenen Kursrekord aus dem Jahr 2013 um knapp vier Minuten. Im respektvollen Abstand von zwölf und 17 Minuten komplettierten Susie Cheetham und Parys Edwards das rein britische Podium.

Ironman 70.3 Südafrika | Frauen

  1. Januar 2015, East London (RSA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Jodie Swallow

GBR

4:30:54

24:41

2:33:39

1:28:08

2

Susie Cheetham

GBR

4:41:49

28:52

2:38:58

1:28:52

3

Parys Edwards

GBR

4:47:45

31:03

2:42:39

1:28:57

4

Emma Bilham

SUI

4:55:31

26:41

2:46:25

1:37:24

5

Jeanni Seymour

RSA

5:02:03

29:24

2:50:37

1:37:28

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