Twelsiek träumt vom Titel

Nach dem Gesetz der Serie wäre für den Deutschen Maik Twelsiek im vergangenen Jahr in St. George der dritte Ironman-Sieg fällig gewesen. Doch im Mai 2011 machte ihm der Schweizer Mathias Hecht einen Strich durch die Rechnung. Am Sonntag greift der 31-Jährige Twelsiek deshalb erneut nach Ironmantitel Nummer drei in seiner Wahlheimat USA.

Von > | 3. Mai 2012 | Aus: SZENE

20120303_abudhabi-race_0813 | Maik Twelsiek

Maik Twelsiek

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Es ist die letzte Chance für Maik Twelsiek, sich in die Siegerliste des Ironman St. George einzutragen. Erst vor wenigen Tagen hat die World Triathlon Corporation (WTC) verkündet, das Rennen in Utah nach nur drei Austragungen ab dem Jahr 2013 in ein 70.3-Event umwandeln zu wollen. Die Athleten seien der Meinung, St. George würde als Ironman nicht funktionieren, begründete WTC-Chef Andrew Messick die etwas überraschende Entscheidung.

Hält die europäische Siegesserie?

Für den seit Anfang des Jahres verheirateten Twelsiek allerdings ist der harte 180-Kilometer-Kurs im Mormonenstaat im mittleren Westen der USA wie gemalt. In 4:36:20 Stunden brannte er im vergangenen Jahr die mit Abstand schnellste Zeit in den Asphalt. Das dürfte auch dieses Mal die Grundlage für einen Erfolg des gebürtigen Lemgoers sein. Viele Namen muss er sich auf dem Weg zu seinem dritten Ironmansieg jedenfalls nicht merken. Neben US-Boy Ben Hoffman, der die beiden bisherigen Ausgaben auf den Plätzen zwei und vier beendete und dem Dritten von 2010, Chris McDonald aus Australien, dürften allenfalls der Schweizer Mike Schifferle und Axel Zeebroek aus Belgien realistische Chancen auf einen Podiumsplatz haben. Mit einem Sieg Twelsieks wäre ein Triple der deutschsprachigen Ironmanprofis perfekt. Denn im Jahr vor dem Triumph des Schweizers Mathias Hecht hatte der mittlerweile wegen Doping gesperrte Österreicher Michael Weiss die Premiere des Ironman St. George gewonnen.

Bei den Frauen dürfte die kurze Geschichte des Ironman St. George am Sonntag mit einem Gastgebersieg zu Ende gehen, weil die Kanadierin Heather Wurtele nach zwei Siegen in Serie die Chance auf den Hattrick verstreichen lässt. Um ihr sportliches Erbe kämpfen die Zweite von 2010, Meredith Kessler, Jackie Arendt (2. Platz 2011), die Vorjahresdritte Uli Bromme und Mackenzie Madison, die 2011 beim Ironman Florida Zweite wurde.