Weiss schlägt Göhner

Es war der Tag der ehemaligen Radfahrer: Der umstrittene Michael Weiss hat die Premiere der Challenge Walchsee gewonnen. Zweiter wird Massimo Cigana aus Italien, der laufstarke Deutsche Michael Göhner erreicht Rang vier.

Von > | 5. September 2010 | Aus: SZENE

Michael Weiss | Michael Weiss

Michael Weiss

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Bei kühlen 13 Grad Celsius starteten die Athleten gegen 7:30 Uhr auf die 1,9 Auftaktkilometer im Walchsee. Typisch österreichische Bedingungen, möchte man meinen – und tatsächlich kam ein Österreicher am besten damit zurecht. Michael Weiss gewann die Challenge-Premiere am Fuße des Wilden Kaisers in 3:57:15 Stunden, gut zwei Minuten vor dem ehemaligen Radprofi Massimo Cigana aus Italien. Auf Rang drei schiebt sich mit Alessandro Degasperi ein weiterer erfahrener Italiener, dessen Stärken aber eher im läuferischen Bereich liegen. Der deutsche Vorzeigeläufer, der Reutlinger Michael Göhner, wurde 44 Sekunden hinter Degasperi und mit mehr als acht Minuten Rückstand auf Weiss Vierter. Der Österreicher, der zuletzt wieder ins Visier der Dopingfahnder geraten war, hat den Formtest fünf Wochen vor den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii damit eindrucksvoll bestanden. Grundlage für seinen Sieg war einmal mehr ein starker Auftritt auf dem Rad: In 2:04:16 Stunden fegte der Gumpoldskirchener über die mit rund 1.000 Höhenmetern gespickten 90 Kilometer. Mit einer Halbmarathonzeit von 1:21:02 Stunden ließ er auf den letzten 21 Kilometern nichts mehr anbrennen. Michael Göhner konnte sein Potential eine Woche nach seiner Absage beim Ironman Louisville dagegen nicht voll ausschöpfen und blieb vor allem im abschließenden Halbmarathon mit einer Zeit von 1:20:38 Stunden weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Van Vlerken vor Dollinger

Bei den Frauen hieß die Siegerin wie erwartet Yvonne van Vlerken. Die Niederländerin, die bereits vor drei Wochen die Ironman 70.3 Europameisterschaften in Wiesbaden gewann und ebenfalls bestens mit Temperaturen unterhalb von 15 Grad Celsius zurecht kommt, setzte sich nach 4:25:08 Stunden vor der Lokalmatadorin Eva Dollinger, Siegerin des Ironman Austria, durch. Fast fünf Minuten konnte sich van Vlerken vom gemeinsamen Start auf die Laufstrecke bis zur Ziellinie auf Dollinger erarbeiten. Doch die Österreicherin, die nur wenige Kilometer vom Walchsee entfernt lebt, ließ sich davon nicht entmutigen und sicherte sich mit mehr als neun Minuten Vorsprung auf Edith Niederfriniger aus Italien den zweiten Platz. Beste Deutsche wird hinter Súsanna Skylv Sørensen von den Färöer Inseln die Deutsche Langdistanz-Meisterin des Jahres 2006, Wenke Kujala. Der fünfte Platz bedeutet für die Hilpolsteinerin, die in diesem Jahr unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber litt und daher lange nicht trainieren konnte, ebenfalls eine positive Standortbestimmung.

Challenge Walchsee-Kaiserwinkl, Frauen

  1. September 2010, Walchsee (Österreich)

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

Gesamt

1

Yvonne van Vlerken

NED

30:52

2:24:38

1:25:21

4:25:08

2

Eva Dollinger

AUT

26:41

2:28:42

1:30:33

4:29:50

3

Edith Niederfriniger

ITA

28:46

2:32:55

1:31:37

4:38:58

4

Súsanna Skylv Sørensen

FO

30:13

2:31:12

1:33:30

4:39:40

5

Wenke Kujala

GER

30:54

?

?

4:42:42

6

Celia Kuch

GER

31:28

2:32:07

1:34:35

4:43:57

7

Linda Schücker

GER

31:57

2:32:58

1:36:15

4:45:19

8

Rahel Bellinga

NED

32:51

2:39:59

1:39:18

4:56:47

9

Silke Hamacher

GER

28:27

2:42:53

1:41:41

4:57:55

10

Katharina Paulus

GER

31:02

2:47:05

1:36:19

4:59:46

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Challenge Walchsee-Kaiserwinkl, Männer

  1. September 2010, Walchsee (Österreich)

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

Gesamt

1

Michael Weiss

AUT

27:53

2:04:16

1:21:02

3:57:15

2

Massimo Cigana

ITA

26:35

2:12:30

1:16:23

3:59:35

3

Alessandro Degasperi

ITA

26:13

2:16:46

1:17:53

4:04:52

4

Michael Göhner

GER

26:49

2:14:30

1:20:38

4:05:36

5

Jarmo Hast

FIN

25:15

2:21:04

1:16:49

4:06:54

6

Tuuka Miettinen

FIN

28:09

2:14:43

1:20:59

4:07:26

7

Jonas Djurback

SWE

25:10

2:18:10

1:21:22

4:08:22

8

Johannes Moldan

GER

26:59

2:18:00

1:20:04

4:09:08

9

Dejan Patrcevic

KRO

26:35

2:18:42

1:20:58

4:10:06

10

Andreas Dreitz

GER

26:50

2:11:46

1:27:44

4:10:18

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