Weiss will den Hattrick, Schärer aufs Podium

Auf der mexikanischen Insel Cozumel geht die Ironmanserie am Wochenende in ihre nächste Runde. Der Österreicher Michael Weiss hat den Titel-Hattrick im Blick, bekommt es aber unter anderem dem Hawaii-Fünften Tyler Butterfield zu tun. Nach zwei vierten Plätzen kämpft die Schweizerin Céline Schärer gegen Camilla Pedersen und Leanda Cave ums Podium.

Von > | 26. November 2015 | Aus: SZENE

Ironman Austria 2015 - 20 | Der schiebt sich zwar auf den zweiten Platz nach vorn - hat gegen den Raddruck Vanhoenackers aber auch keine Chance.

Der schiebt sich zwar auf den zweiten Platz nach vorn - hat gegen den Raddruck Vanhoenackers aber auch keine Chance.

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Céline Schärer ist heiß. Heiß auf Mexiko. Heiß auf ihre erste und letzte Langdistanz in dieser Saison. Und die junge Schweizerin hat sich schon warmgelaufen. Im September gewann die 25-Jährige an gleicher Stelle das 70.3-Event und feierte ihren ersten großen Sieg in der internationalen Serie. Der geht auch auf das Konto von Kienle-Coach Lubos Bilek, der die Schwimmspezialistin im Mai dieses Jahres unter seine Fittiche nahm. Zuvor hatte Schärer den Trainingsmethoden von Brett Sutton vertraut. Ende 2014 trennte sie sich vom Australier, der unter anderem auch ihre Landsfrauen Daniela Ryf und Nicola Spirig betreut.

Zweimal vier gleich Podium?

Nach zwei Starts in der World Triathlon Series sprang bei der Challenge Heilbronn im Juni für Schärer immerhin der siebte Platz heraus. Nach dem erfolgreichen Warm-up für den Ironman Cozumel holte sich die Schweizer Kurzdistanzmeisterin von 2014 auf Gran Canaria den Feinschliff für das Saisonfinale. Von einem "perfekten Trainingscamp" berichtet sie auf ihrer Facebookseite. Sie könne ihre nächste Langdistanz kaum erwarten. Und sollte noch ein Fünkchen Motivation fehlen - spätestens nach einem Blick auf die Ergebnislisten der vergangenen zwei Jahren dürfte Schärer so richtig mit den Hufen scharren. Zweimal verpasste sie das Podium knapp. 2013 fehlten nur sechs Minuten. Die Grundlage dafür muss Schärer auch dieses Mal wieder im Wasser legen, denn läuferisch ist sie zumindest der Dänin Camilla Pedersen und Corinne Abraham (GBR) auf dem Papier unterlegen. Weitere Kandidatinnen für einen der drei begehrtesten Plätze sind die Kanadierin Heather Wurtele und die Britin Leanda Cave. Beide sahen die Finishline beim Ironman Hawaii in diesem Jahr nicht und brauchen demnach möglichst viele Punkte im Kona-Ranking, um 2016 wieder starten zu dürfen. Für Deutschland sind Katharina Grohmann und Carolin Lehrieder in Mexiko am Start.

"Keine Kinderjausn nicht"

Was Céline Schärer bisher noch verwehrt blieb, hat Michael Weiss schon dreimal geschafft. Der zwischen 2011 und 2013 von der NADA-Schiedskommission gesperrte Österreicher gewann 2010 in St. George (USA) seinen ersten Ironman. Bei seinem Comeback holte der 34-Jährige den Sieg in Cozumel. Im Jahr darauf verteidigte er den Titel erfolgreich. Um das Rennen auf der "Insel der Schwalben" zum dritten Mal in Serie zu gewinnen, muss Weiss einige harte Brocken aus dem Weg räumen. Das wird "keine Kinderjausn nicht", stellte auch Weiss selbst beim Blick auf die Startliste fest. Darin taucht neben dem Aussie Chris McDonald, US-Newcomer Matt Hanson und dem Italiener Alessandro Degasperi auch Tyler Butterfield auf. Der Mann von den Bermudas kann es offenbar kaum erwarten, seinen Startplatz für den Ironman Hawaii 2016 abzusichern. Nach dem starken fünften Platz auf Big Island genügt dem 32-Jährigen auch auf Cozumel ein Platz unter den besten fünf. Doch Butterfield will ganz sicher mehr. Mit dem Rückenwind seines dritten Platzes in Chattanooga geht auch Stefan Schmid in sein letztes Rennen der Saison. Der Peißenberger überzeugte in den USA mit einer ausgeglichenen und absolut konkurrenzfähigen Leistung in allen drei Disziplinen. Kann er das am Sonntag noch einmal abrufen, ist eine Überraschung möglich.