Wer gewinnt den Auftakt zur Triple Crown?

Bei der ersten Challenge Dubai, die der Auftakt zur hochdotierten, neuen Rennserie "Triple Crown" ist, treffen am Freitag die Stars der Mitteldistanz aufeinander. Prognosen fallen schwer, aber klar ist: es wird schnell, es wird brutal.

Von > | 24. Februar 2015 | Aus: SZENE

Challenge Bahrain 2014 - Radfahren - 20

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Was passiert, wenn man Top-Athleten und ausgemachte Mitteldistanz-Spezialisten wie Michael Raelert, Javier Gómez, Eneko Llanos (beide ESP), Andy Potts (USA), Bart Aernouts (BEL), Terenzo Bozzone (NZL), Pete Jacobs, Tim Reed, Brad Kahlefeldt (alle AUS), Ritchie Nicholls (GBR), James Cunnama (RSA) und Filip Ospaly (CZE) in ein Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer in Laufschuhen schickt und dem Sieger einen fetten Preisgeldcheck sowie die Chance auf den Sieg in einer neuen und ebenso lukrativen Wertung verspricht? Das weiß keiner so genau. Denn selbst bei den meisten der Ironman-70.3-Weltmeisterschaften war das Starterfeld auf dem Papier nur halb so stark wie das der ersten Challenge Dubai am kommenden Freitag. Von den großen Namen auf dieser Strecke fehlen eigentlich nur Sebastian Kienle, der das Rennen ohnehin auslassen wollte, und seine beiden Landsleute Jan Frodeno und Andreas Dreitz, die ihre Starts aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen mussten.

Ironman-70.3-WM 2014 - Das Rennen -15 | Javier Gómez wird auf der Mitteldistanz nur schwer zu schlagen sein.

Javier Gómez wird auf der Mitteldistanz nur schwer zu schlagen sein.

Foto >Silke Insel / spomedis

Die 65.000-Dollar-Frage: Wer holt den Siegerscheck?

Wer dieses Rennen gewinnen will, muss - von Kienle, Dreitz und Frodeno einmal abgesehen - also die absolute Weltklasse besiegen - und zu diesem frühen Saisonzeitpunkt bereits nah an seiner Topform sein. Das dürfte vor allem für den Kurz- und Ironman-70.3-Weltmeister Javier Gómez gelten, der nur eine Woche später in Abu Dhabi in die WM-Serie auf der Kurzstrecke startet. Aber auch andere haben ihre Saison extra wegen der lukrativen Triple-Crown-Serie umgeplant. Unter ihnen einige aus dem deutschsprachigen Raum: Neben dem Sieger der Challenge Bahrain im letzten Jahr, Michael Raelert, haben sich auch Maurice Clavel, Horst Reichel, Michael Rünz, Markus Fachbach, Patrick Lange, Per Bittner, Markus Liebelt, Matthias Knossalla und Till Schramm für den frühen Einstieg ins Wettkampfjahr entschieden. Die Schweiz schickt Ruedi Wild, Jan van Berkel, Rafael Wyss, Manuel Küng, Gilian Oriet und Mauro Baertsch ins Rennen. Aus Österreich kommt der in den USA lebende Michael Weiss, aus Luxemburg Olivier Godart. Insgesamt lockt die Challenge Dubai mit einem Preisgeld von 300.000 US-Dollar, die beiden Sieger bekommen davon je 65.000, der Rest wird unter den besten Zehn bei Frauen und Männern aufgeteilt.

tri-mag.de ist ab Mittwoch in Dubai und berichtet vom ersten Rennen um die Challenge Triple Crown 2015.