Commerzbank-Team auch bei Nachanalyse sauber

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat die eingefrorenen Proben des ehemaligen Commerzbank-Triathlon-Teams wie vertraglich festgehalten nach neuesten Analysemethoden noch einmal untersucht. Alle re-analysierten Proben waren negativ.

Von > | 17. November 2014 | Aus: SZENE

Timo Bracht und Marino Vanhoenacker | Abu Dhabi International Triathlon 2011

Abu Dhabi International Triathlon 2011

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das damalige Commerzbank-Team und die NADA starteten gemeinsam ein Anti-Doping-Projekt, bei dem Proben eingefroren und Jahre später erneut analysiert werden, nach dann aktuellen wissenschaftlichen Methoden. Auf diese Weise hofft man, dopende Sportler rückwirkend bestrafen zu können. Verbotene Substanzen, die mit den damals gängigen Verfahren nicht nachgewiesen werden konnten, sollen auf diese Weise möglicherweise entdeckt werden können.

Die acht Athleten, die Teil des Triathlon-Teams waren, wurden zudem einem strengen Anti-Doping-Programm unterzogen mit unangekündigten Trainingskontrollen sowie allen aktuell zur Verfügung stehenden Analysemöglichkeiten einschließlich dem Einfrieren der Proben für Nachanalysen. Insgesamt wurden die Profis um Timo Bracht und Normann Stadler nach Angaben der NADA zwischen 2007 und 2011 465-mal kontrolliert, davon waren 258 Urinkontrollen und 207 Blutkontrollen.

Nachdem in den Proben in der Re-Analyse keine verbotenen Substanzen gefunden wurden, erhalten die Sportler nun auch die Bonuszahlungen, bis zur Re-Analyse drei Jahre nach Ende der Vertragslaufzeit ebenfalls „eingefroren“ wurden.