Profis unterstützen Laureus-Stiftung

Nachdem sich der Titelsponsor aus dem Triathlonsport zurückgezogen hat, ist aus dem Power Horse Triathlon Team das Team Sport for Good geworden. Gemeinsam wollen fünf Athleten um Timo Bracht in diesem Jahr Erfolge auf den langen Strecken sammeln und dabei die Laureus-Stiftung unterstützen.

Von > | 21. April 2015 | Aus: SZENE

Team Sport for Good | Team Sport for Good beim Lauftraining in Playa de Muro auf Mallorca

Team Sport for Good beim Lauftraining in Playa de Muro auf Mallorca

Foto >Julian Schiemann

Timo Bracht, Horst Reichel, Jan Raphael und Georg Potrebitsch – seit Jahren sind diese vier Profitriathleten ein eingespieltes Team. Nur der Name dieser Mannschaft, der ändert sich immer wieder: Nach Auflösung des Commerzbank Triathlon Teams taten sich die vier zunächst als Team 21run.com zusammen, aus dem Anfang 2013 mit neuem Hauptsponsor das Power Horse Triathlon Team wurde. Nun hat sich der österreichische Getränkehersteller aus dem Triathlonsport zurückgezogen. Für die Athleten und ihren Manager Karsten Streng kein Grund, die Mannschaft aufzulösen, im Gegenteil: Zu viele Vorteile bringen die Teamstrukturen für sie mit, zu gut funktioniert diese Konstellation seit Jahren. Als „Team Sport for Good“ wollen sie deshalb ab 2015 an den Start gehen. Und mit diesem Namen nicht nur Erfolge "bei großen Ironman- und Challenge-Rennen" sammeln, sondern gleichzeitig die Laureus Sport for Good Stiftung unterstützen. Diese wiederum setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein.

Namens- aber nicht Geldgeber?

„Wir sind stolz, das erste Profiteam im Triathlon zu sein, das sich mit seinem Namen für die Stiftung engagiert“, freut sich Roth-Sieger Timo Bracht über den neuen Teamansatz. „Natürlich geht es für uns darum, möglichst viele Rennen auf höchstem Niveau erfolgreich zu bestreiten. Darüber hinaus haben wir aber auch die Motivation, uns gesellschaftlich zu engagieren.“ Laureus als Namens-, aber nicht als Geldgeber – wie kann das im Profisport funktionieren? „Ohne die Unterstützung unserer anderen Partner wäre das nicht möglich gewesen“, erklärt Manager Karsten Streng, der schon im Power Horse Triathlon Team die Fäden in der Hand hielt. Teilweise hätten die langjährigen Partner ihre Unterstützung für 2015 noch ausgebaut.

Team Sport for Good | Timo Bracht, Julian Beuchert, Georg Potrebitsch, Horst Reichel und Jan Raphael (v. l.).

Timo Bracht, Julian Beuchert, Georg Potrebitsch, Horst Reichel und Jan Raphael (v. l.).

Foto >Sina Horsthemke / spomedis

Neu zum Team gestoßen ist nach dem Weggang von Niclas Bock ein anderer talentierter Nachwuchsathlet: Der ehemalige Judoka Julian Beuchert wurde vor einigen Jahren von Timo Brachts Physiotherapeut Dirk Lederer für den Sport „entdeckt“ und machte im vergangenen Jahr mit einem Altersklassen-Sieg bei der Ironman-70.3-Europameisterschaft in Wiesbaden auf sich aufmerksam. „Ich freue mich sehr, dass ich von den Erfahrungen der erfolgreichen Profis und der Unterstützung durch das Team profitieren darf“, so der 22-Jährige.

Die Athleten des Teams Sport for Good

Julian Beuchert (22), Heidelberg: Europameister Ironman 70.3 Wiesbaden 2014 (AK 18–24)

Timo Bracht (39), Eberbach: Sieger Challenge Roth 2014, 5. Platz Ironman Hawaii 2011

Georg Potrebitsch (31), Gladbeck: Deutsche Meister Langdistanz 2011, 2. Platz Challenge Taiwan 2013

Jan Raphael (35), Hannover: 2. Platz Ironman Germany 2013, Sieger Ironman Sweden 2012

Horst Reichel (33), Griesheim: Sieger Ironman Sweden 2014. 2. Platz Ironman Western Australia 2012

Aktionen für Breitensportler geplant

Das Profiteam will langfristig nicht nur „den gesellschaftlichen Auftrag und die Projektarbeit der Stiftung unter Ausdauersportlern bekannter machen“, sondern auch Breitensportler und Fans dazu aufrufen, sich für Laureus zu engagieren und dadurch Mitglied im Team Sport for Good zu werden. Informationen zu konkreten Aktionen sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.