Profistimmen zum Armstrong-Interview

Enttäuscht, schockiert und wütend haben prominente Triathlonprofis auf das heute Nacht ausgestrahlte Interview von Lance Armstrong reagiert. Wir haben in den sozialen Netzwerken "Twitter" und "Facebook" einige Stimmen gesammelt. Ginge es nach den Athleten würde der Texaner nie wieder bei einem Triathlon starten.

Von > | 18. Januar 2013 | Aus: SZENE

Armstrong_dr.Chachas | Lance Armstrong auf dem Rennrad in Menschenmenge

Lance Armstrong auf dem Rennrad in Menschenmenge

Foto >dreamstime.com / Chachas

 

Leanda Cave (GBR) | amtierende Ironman-Weltmeisterin
"Es tut weh, dieses Interview anzuschauen. Ich bin stolz darauf, dass ich immer 100 Prozent ich selbst war und auch in Zukunft sein werde. Früher habe ich Lance vergöttert - und haben wir nicht alle immer zu ihm aufgeschaut? Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Dopingbetrüger sollten lebenslang gesperrt werden."

Pete Jacobs (AUS) | amtierender Ironman-Weltmeister
"Wir haben genug von seinem Betrug und den Lügen. Hoffentlich wird er nie wieder in den Sport zurückkehren, in keinen Sport. Er ist der größte Betrüger, den die Sportwelt jemals gesehen hat."

Chrissie Wellington (GBR) | 4 x Ironman-Weltmeisterin
"Betrogen. Getäuscht. Gelogen. Lance, du hast dich selbst und uns alle zutiefst enttäuscht.

Simon Whitfield (CAN) | Triathlon-Olympiasieger 2000
"Mir scheint als bestätigt Lance alles, was man sich über ihn erzählt hat. Bitte lasst es seine letzten Minuten Ruhm sein."

Rebekah Keat (AUS) | mehrfache Ironmangewinnerin
"Ich bin geschockt. Er hat keine Emotionen oder irgendeine Form von Reue gezeigt."

Eneko Llanos (ESP) | vierfacher Ironman-Champion
"Traurig, dass danach wieder jeder denken wird, dass wir alle gleich sind. Aber, nein! Ich habe früher nie gedopt, dope jetzt nicht und werde auch in Zukunft nicht dopen. Genau wie viele Profi-Triathleten und andere Sportler. Ich möchte Lance Armstrong nicht mehr im Triathlon sehen."

Jarrod Shoemaker (USA) | Sieger Hamburg Triathlon 2009
"Was für ein Trick! Seine lebenslange Sperre könnte laut WADA-Regeln nun auf acht Jahre reduziert werden ... zuletzt gedopt, hat er 2005, jetzt haben wir 2013 ... hmmm."

Travis Tygart (USA) | Vorsitzender US-Antidoping-Agentur
"Das war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wenn es ihm ernst damit ist, seine Fehler zu korrigieren, muss er unter Eid ein vollständiges Geständnis ablegen."