Von Asphaltblasen und Tälern in Pfannen

Im Mallorca-Trainingslager von Hannes Hawaii Tours schwitzen wir mit und wollen Ihnen keine Schweißperle vorenthalten. Für einen ersten Überblick starten wir mit einem Trainingslager-Glossar – von A bis erst mal I.

Von > | 8. April 2014 | Aus: SZENE

Trainingslager Mallorca, Blog Glossar | HHT-Blog, Glossar, A-I

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Foto >Silke Insel / spomedis

A – Ankunft Wer dabei verwundert aus dem Busfenster schaut, kann gleich wieder umdrehen. Denn dass hier hart gearbeitet wird, sieht man schneller, als man beim Check-in „Hola!“ sagen kann: Auf den Balkonen parken Rennräder und Sitzpolster nasser Radhosen wehen im Wind.

B– Büfett Üppig, bunt, sportlergerecht. Leert sich schneller, je länger die Radtouren waren. Oder: Je höher tagsüber die Berge, desto tiefer abends die Täler in Auflaufpfannen und Dessertschüsseln. Je mehr Triathleten im Hotel, desto verschwitzter und burn-out-gefährdeter die Köche.

C – Chili Schoten, getrocknet. Sollen Sportler essen, um ihr Immunsystem zu stärken und den Stoffwechsel zu aktivieren, hieß es in einem abendlichen Vortrag. Trainingslager heißt nämlich nicht nur, sich tagsüber auszupowern, sondern auch, sich abends fortzubilden.

D – Drei Magische Zahl vor dem Ruhetag. Nach drei Tagen voller Belastungen, vom morgendlichen Schwimmtraining bis zur abendlichen Schlacht am -> B, folgt ein sogenannter -> R. Da herrscht strenges Sportverbot und alle langweilen sich.

E – Esel Langohriges, zotteliges Tier, das entlang der Radstrecken grast. Versetzt vor allem Gruppen mit Fahrerinnen in kollektives Entzücken – und bringt sie in der Folge ins Straucheln. Auch, dann ohne Fell: strauchelnde Mitglieder innerhalb einer ansonsten harmonischen Radgruppe.

F – Form Wird nicht nur auf dem Rad aufgebaut. In Form gebracht werden soll schließlich der komplette Triathlet, vom Kopf (-> C) bis zu den Füßen (-> L). Das geschieht (wenn nicht bei -> C oder -> L) im Poolwasser. Oder auf Gymnastikmatten, die danach nach Schulsport riechen.

G – Gang, dicker. Wird gern aufgelegt, um Frauen zu beeindrucken (nur bei hohem Tempo, sonst passiert eher das Gegenteil!) oder um am Berg die Oberschenkel zu kräftigen (KA-Training). Achtung: Im Anstieg beim KA-Training keinen zu dicken -> G wählen, sonst droht -> U.

H – Höhenprofil Wird nach der Ausfahrt spätestens beim Abendessen diskutiert und ausgewertet. Aber nur, wenn es den Silhouetten von Puig Major oder San Salvador ähnelt. Die meisten anderen Erhebungen nennen Mallorca-Cracks liebevoll „Asphaltblasen“.

I – Informationen Erhält man schon beim Frühstück en detail, ob man möchte oder nicht. Wer ist heute wie ausgeschlafen? Wen zwickt die Wade? Wo ist der Muskelkater am schlimmsten? Wer hat den niedrigsten Ruhepuls, die eitrigste Erkältung und den dicksten -> G?

Fortsetzung folgt ...