Von Boxenstopps und Morgenmuffeln

Im Mallorca-Trainingslager von Hannes Hawaii Tours schwitzen wir mit und wollen Ihnen keine Schweißperle vorenthalten. Hier kommt Teil III unseres Trainingslager-Glossars – von R bis Z.

Von > | 11. April 2014 | Aus: SZENE

Radtraining auf Mallorca | Radgruppe im HHT-Trainingslager auf Mallorca, Küstenklassiker

Radgruppe im HHT-Trainingslager auf Mallorca, Küstenklassiker

Foto >Silke Insel / spomedis

R – Ruhetag Nicht zu verwechseln mit „Ruhe“ im Sinne von „Stille“, sondern ein Zeitabschnitt von 24 Stunden, in denen kein Training angeboten wird. Zur Vorbeugung von Langeweile gibt es ein Alternativprogramm. Manche trainieren trotzdem heimlich.

S – Schwimmen Erste Triathlondisziplin, die im Trainingslager zum Wachwerden genutzt wird. Kurz nach Sonnenaufgang treffen sich die Triathleten am 25-Meter-Hotel-Pool, wo der Trainer mit Technikübungen, Lagenwechseln und Sprints auch den letzten Morgenmuffel hellwach macht. Erst danach gibt’s Frühstück.

T – Tankstelle. Oase für Triathleten, die schon so manchen vor den Klauen eines Hungerasts bewahrt hat. Zur Trainingslagerzeit werden auf Mallorca an beliebten Radstrecken sicherlich ebenso viele Liter Wasser, Cola und Energy-Drink wie Diesel und Benzin verkauft. Ebenfalls beliebte Radtouren-Retter: Schokoriegel.

U – Umfallen Passiert im besten Fall erst, wenn die Radgruppe nach der Königsetappe das Hotelgelände erreicht hat. Fällt jemand unterwegs in Folge eines Hungerasts vom Rad, hilft ein Boxenstopp an einer -> T.  Sicheres Anzeichen für kurz bevorstehendes -> U: -> X.

V – Verpflegung Energie in Form von Nahrung oder zuckerhaltigen Getränken, die auf längeren Ausfahrten unerlässlich ist. Wer keine Energieriegel oder -gels dabei hat, entführt vom Frühstücksbüfett ein Käsebrötchen. Alte Hasen schaffen es auch mit einer Banane über die -> K.

W – Watt Steuert im besten Fall das Tempo der gesamten Gruppe. Watt man da macht? Ganz einfach: in der Ebene treten, bergab noch schneller treten und bergauf einen kleinen -> G auflegen. Außerdem: KA-Training vermeiden und jede Asphaltblase (-> H) wegdrücken, als wäre nix gewesen. Klappt gut.

X – Überkreuz Blick von Triathleten, die zu viele -> H hinter sich haben, diese womöglich noch im dicken -> G zurückgelegt haben und davor weder -> C noch -> Q aßen. Einzige wirkungsvolle Gegenmaßnahme: rechtzeitig vor der -> K einen -> R einlegen.

Y – Weggabelung Oft trifft man hier auf ratlose Radgruppen, die entweder keinen -> J erwischt haben oder sogar ganz ohne Guide unterwegs sind. Rechts oder links? San Salvador oder Puig Major? Gegen- oder Rückenwind? Die Entscheidungen an einer Y können über Erfolg und Misserfolg des gesamten Camps entscheiden.

Z – Zweierreihe Sinnvollste Formation einer Radgruppe, um sowohl geordnet als auch effizient zu fahren. Für spanische Autofahrer zwischen März und Mai sicherlich eine Nervenprobe. Angesichts einer Zwölfer-Radgruppe, die sich mit neun Kilometern pro Stunde einen Berg hinaufschlängelt, bleiben die meisten aber erstaunlich gelassen.