Sport ohne Gesundheitsrisiko

Wer in diesem Jahr bei einem Triathlon an den Start gehen will, der ist jetzt mittendrin in der Vorbereitung, und das bedeutet vor allem eines: ausgiebiges Training. Damit die Gesundheit von der sportlichen Aktivität auch wirklich profitiert, gilt es, das Training individuell abzustimmen – und Gesundheitsrisiken abzuklären.

Von > | 1. Juni 2016 | Aus: BKK Mobil Oil Einsteiger-Special

Sportärtzlicher Check-up

Foto >Dirk Schmidt / BKK Mobil Oil

Ein sportäztlicher Check-up ist vor der Aufnahme eines Triathlontrainings dringend empfohlen. Denn: Eine Überlastung kann vielfältige negative Folgen für die Gesundheit haben. Dazu können Gelenk- und Sehnenschmerzen, ein erhöhter Ruhe- und Belastungspuls, Schlafstörungen, eine Leistungsreduktion und eine erhöhte Infekt- und Verletzungsanfälligkeit gehören.

Sportmedizinisch checken lassen

Während Profi-Athleten routinemäßig medizinisch überwacht werden, trainieren viele Freizeitsportler ohne vorherigen Check durch einen Sportmediziner und somit ohne zu wissen, wie es um ihre Gesundheit steht. Experten empfehlen daher sowohl (Wieder-)Einsteigern als auch Hobby-Athleten, gesundheitliche Risiken abzuklären – vor allem, wenn ein ehrgeiziges sportliches Ziel, wie die Teilnahme an einem Triathlon ansteht, und der Sportler ein gewisses Alter erreicht hat.

„Grundsätzlich sollte jeder über 35 Jahre vor Trainingsaufnahme eine sportmedizinische Untersuchung einschließlich eines Belastungs-EKGs wahrnehmen“, sagt Prof. Dr. med. Rüdiger Reer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. „Das gilt auch für all jene mit manifesten Vorerkrankungen wie etwa Diabetes mellitus, Herzerkrankungen oder schwerwiegenden orthopädischen Einschränkungen“, so der Experte. Die sportmedizinische Untersuchung, den sogenannten Sportler-Check-up, gibt es in zwei Varianten: In der Basis-Variante wird die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten analysiert und untersucht, ob Risikofaktoren bei sportlicher Belastung vorliegen. Dazu gehören die Anamnese, eine Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustands sowie ein Ruhe-EKG. Bei der erweiterten Untersuchung für Sportler mit hohen Leistungsambitionen oder Risikofaktoren führt der Sportmediziner zusätzlich ein Belastungs-EKG durch, überprüft die Lungenfunktion und kann über eine Laktatbestimmung hilfreiche Tipps zur Trainingsgestaltung geben.

Wer zahlt den Sportler-Check-up?

Die Untersuchung beim Sportmediziner wird bislang nur von wenigen gesetzlichen Krankenkassen wie der BKK Mobil Oil übernommen. Sie erstattet alle zwei Jahre die entstehenden Kosten der Untersuchung – das heißt bis zu 70,00 Euro für den Basis-Check-up und bis zu 130,00 Euro für den erweiterten Check-up. Weitere Informationen und eine Liste der Sportmediziner in Ihrer Nähe gibt es unter www.bkk-mobil-oil.de/sportlercheckup.