Triathlon ohne Materialschlacht

Triathleten sind verrückt nach teurem Material – das mag stimmen. Genauso richtig ist aber: Um einen Dreikampf erfolgreich hinter sich zu bringen, braucht es keine Profi-Ausrüstung. Badehose, Fahrrad und Laufschuhe reichen vollkommen.

Von > | 12. Dezember 2017 | Aus: Einsteiger-Special von ERDINGER Alkoholfrei

Ein Zeitfahrrad ist der wohl teuerste Ausrüstungsgegenstand für Triathleten. Bei großen Wettkämpfen sind viele auf den Hightech-Boliden unterwegs.

Ein Zeitfahrrad ist der wohl teuerste Ausrüstungsgegenstand für Triathleten. Bei großen Wettkämpfen sind viele auf den Hightech-Boliden unterwegs.

Foto >Nils Flieshardt

Material im Triathlon

Wer im Vorfeld großer Triathlonveranstaltungen schon mal die Messe besucht hat, kennt dieses Gefühl: Gerade als Triathloneinsteiger dürfte man von der Masse an Angeboten schnell überfordert sein, den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage: Was brauche ich als Athlet davon überhaupt alles? Gehört die Hochprofilfelge zur Pflichtausstattung? An den Messeständen hängen Triathloneinteiler in knalligen Farben, dutzende Laufschuhmodelle stehen an jeder Ecke und Fahrräder für den Preis eines Kleinwagens stehen dicht gedrängt in der Wechselzone. Kurz vor dem Start großer Langdistanzen sieht man quasi keinen Athleten mehr ohne Neoprenanzug. Die Schwimmanzüge sind auch bei Neulingen sehr beliebt, denn sie versprechen Auftrieb und machen vor allem schwache Schwimmer schneller. Häufig sind Neoprenanzüge aber auch als Kälteschutz vorgeschrieben. Trotzdem bleibt die Frage: Was bauche ich von dem ganzen Equipment als Triathloneinsteiger eigentlich?

Große Investitionen sind kein Muss für Spaß am Sport

Die Hersteller treiben die Entwicklung ihrer Produkte schnell voran. Sie versprechen Zeitersparnis durch leichtere und steifere Fahrradrahmen, schnellere Laufräder, raffinierte Triathloneinteiler und entwickeln Laufschuhe, die unglaublich gut dämpfen und gleichzeitig immer weniger wiegen sollen. In vielen Fällen ist das auch richtig so und hat seine Berechtigung – wenn es um den Kampf um Sekunden geht, vor allem bei Profis. Aber man kann den Materialkult auch von einer anderen Seite sehen: Triathlon ist ein Lebensgefühl – Investitionen ins Hobby motivieren und machen Spaß. Einsteiger sollten sich daher nicht verunsichern lassen. Zwar führt an kleinen Investitionen zu Anfang wohl kein Weg vorbei, große Ausgaben sind aber nicht notwendig. Gebrauchte Rennräder sind nicht automatisch langsam und ein geliehener Neoprenanzug verleiht genauso viel Auftrieb wie ein gekaufter. Wer sich nach dem ersten Rennen sicher ist, und den Sport weiter betreiben möchte, kann langsam darüber nachdenken in neues und eigenes Material zu investieren. Es ist eine Binsenweisheit, aber man kann es nicht oft genug sagen: Trainingsfleiß sollte an erster Stelle stehen.

Wie eine solide Grundausstattung aussieht, verraten wir Ihnen auf der nächsten Seite.