MET Drone im Praxistest

Der Drone Wide Body von MET ist seit zwei Jahren auf dem Markt. Neu ist die Version mit Magnetverschluss-Visier. Wir haben den Aerohelm über den Sommer in Wettkämpfen getestet.

Von > | 14. September 2017 | Aus: EQUIPMENT

Aerohelm MET Drone im Test.

Aerohelm MET Drone im Test.

Foto >Hersteller

Zunächst muss man sich bei diesem Helm davon lösen, dass weniger Stirnfläche pauschal immer mit einer besseren Aerodynamik einhergeht. Gerade beim Helm ist es viel entscheidender, worauf die frontale Anströmung nach dem Helm trifft bzw. wie sie durch diese idealerweise gelenkt wird. Und hier kann – nicht muss – ein großer Helm Vorteile bieten, weil er die Luft besser um den Schultergürtel lenkt. Bei unseren Aerotests auf der Bahn, im Feldversuch sowie im Windkanal war der MET Drone bei einigen Testern tatsächlich die ideale Wahl.

Verbessertes Visier

Knackpunkt war allerdings bisher das Visier, das sich beim Aufsetzen oder Transport gern mal ungewollt löste. Und dadurch kurz vorm Start häufig für Nervosität sorgte. Beim Ironman Lanzarote 2016 verlor Jan Frodeno in der Wechselzone fast drei Minuten, weil sich das Visier von seinem MET-Helm gelöst hatte. MET hat hier reagiert und mit einer Halterung aus vier Magneten nachgebessert.

Der Aerohelm MET Drone im Praxistest

Angepasst wird der in zwei Größen (M 54/58 cm und L 59/62 cm) erhältliche Helm einmal seitlich durch enganliegende Riemen sowie im Umfang durch eine Weitenverstellung. Beides ist einfach zu bedienen und bleibt auch an Ort und Stelle, wenn man den Helm in der Wechselzone an den Lenker hängt. Aufsetzen lässt sich der Helm relativ einfach, die Seitenteile über den Ohren geben hierbei allerdings nicht nach wie bei einigen Mitbewerbern. Was beim Fahren auffiel und vermutlich dem großen Volumen geschuldet ist, ist die Geräuschkulisse innerhalb des Drone.

Einen lauteren Helm hatten wir bisher nicht im Test. Das empfanden wir nicht als störend. Dafür hat man im Drone das Gefühl, in einem schnellen Kabinenroller zu sitzen. Was gerade bei Hitzerennen auffiel: der Helm ist für einen geschlossenen Aerohelm recht gut belüftet. Und die Kühlung durch Wasser gelingt auch durch die Öffnungen. Zudem kann das Visier hierzu kurz abgenommen werden, das erneute Anbringen während der Fahrt ist dank der starken Magnete kein Problem. Innerhalb des Helmes scheinen die Belüftungskanäle und der Austritt am Hinterkopf zu funktionieren.  Durch die zwei Größen und den weiten Verstellbereich ist der Drone auch für große Kopfumfänge geeignet.

Beim Visier hat MET nachgebessert: Die vier Magnete versprechen nicht nur festen Halt – sie bieten ihn im Test auch.

Beim Visier hat MET nachgebessert: Die vier Magnete versprechen nicht nur festen Halt – sie bieten ihn im Test auch.

Foto >Hersteller

Im Lieferumfang enthalten ist neben einem Helmbeutel ein klares Visier. Nachträglich kann man ein getöntes oder verspiegeltes Visier erwerben. Achtung: Auch hier gibt es zwei unterschiedliche Größen!

Fazit

Reine Aerohelme sind etwas für den wirklich ambitionierten Athleten, der eine saubere Position auf Dauer halten kann, sich nicht ständig im Feld umguckt und bei dem der Übergang zum Körper hierzu passt. Das ist immer sehr individuell. Der MET Drone kann hierbei aber ganz entscheidend helfen. Das Konzept der Italiener hierzu geht jetzt mit der verbesserten Visier-Befestigung voll auf. Der MET-Helm ist für 299,95 Euro erhältlich, das Visier kostet 29 Euro (klar und getönt) bzw. 39 Euro (verspiegelt).