Powertap P1 im Produkttest

Ein Pedalleistungsmesser, der ohne Kalibrierung funktionieren soll: Das System P1 von Powertap lockt mit einer einfachen Anwendung und zuverlässigen Daten. Wir haben es im Alltag und im Labor getestet.

Von > | 19. September 2017 | Aus: Indoortraining für Triathleten by ZWIFT

Das P1-System von Powertap misst die Wattleistung des Radfahrers an beiden Pedalen.

Das P1-System von Powertap misst die Wattleistung des Radfahrers an beiden Pedalen.

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Der Praxistest

Die P1-Pedale von Powertap sind ein Wattmesssystem, welches beidseitig die Leistung erfassen kann. Anders als bei Powermetern im Kurbelarm oder –stern werden die Pedale einfach angeschraubt und sind sofort betriebsbereit. Sie sollen ohne Kalibrierung funktionieren, das macht sie auch für Triathleten interessant, die sich nur einen Leistungsmesser für Rennrad und Wettkampfmaschine anschaffen möchten. Die Pedale werden einfach mit einem Innensechskantschlüssel an- und abgeschraubt.

Montage und Verbindung

Das Anbauen gestaltet sich dementsprechend einfach und ist ohne technisches Vorwissen schnell erledigt. Die Powertap kommen mit eigenen Pedalplatten, diese sind allerdings baugleich mit den Modellen von Look. Der Hersteller empfiehlt, nur auf die eigenen Modelle zu setzen, im Test funktionierten aber auch Pedalplatten von Look tadellos. Zu beachten ist, dass die Pedale aufgrund der eingebauten Elektronik etwas schwerer und höher als Standardpedale sind, gegebenenfalls muss die Sitzposition etwas erhöht werden.

Die P1 sind mit den gängigen Radcomputern und Triathlonuhren kompatibel: Im Test haben wir einen Radcomputer von Polar sowie eine Uhr und einen Radcomputer von Garmin verwendet, die Verbindung war stets einwandfrei und ohne Aussetzer.

Der Alltags-Test

Wir haben die Powertap-Pedale über den Sommer 2017 auf dem Rennrad getestet. Kurz gesagt: Das System funkte stets zuverlässig Leistungsdaten an den Radcomputer. Wir waren bei Regen unterwegs, hatten teilweise viel Dreck an den Schuhen und fuhren bei hohen Temperaturen – nie gab es Probleme oder Aussetzer. Auch die kurze Verzögerung bei der Anzeige der Leistung, zum Beispiel bei Antritten, empfanden wir nicht als störend.

Die Batterielaufzeit beziffert der Hersteller mit ungefähr 60 Stunden. Diese Angabe können wir bestätigen. Vielfahrer erreichen diese Zeit schnell, das bedeutet alle zwei bis drei Monate Batteriewechsel. Das Austauschen der AAA-Batterien ist schnell gemacht. Zu beachten ist allerdings, dass Powertap mit Nachdruck empfiehlt, nur Lithium-Batterien zu verwenden. Und diese sind etwas teurer als die herkömmlichen Alkaline-Batterien und nicht überall erhältlich.

Die Auswertung

Neben der Leistung in beiden Pedalen können die Powertap auch die Trittfrequenz erfassen. Außerdem kann mit der Powertap-App die Kraftverteilung im Trittzyklus visualisiert werden. Und auch in Dritt-Plattformen wie Garmin Connect werden Leistung, Leistungsverteilung und Trittfrequenz angezeigt. In diesem Bereich haben wir nichts Negatives feststellen können.