Schweizer Flaggschiff: Scott "Foil" in Salzburg vorgestellt

Wie jedes Jahr kurz vor der Tour de France stellen die großen Radhersteller derzeit ihre neuen Flaggschiffe vor. Scott lud hierzu diese Woche nach Salzburg ein. Im Hangar 7 des Brauseriesen Red Bull konnte tri-mag.de exklusiv die Weiterentwicklung des Scott Foil begutachten, dem High-Class-Aerorenner der Schweizer.

Von > | 26. Juni 2015 | Aus: EQUIPMENT

Scott Foil Launch 2015 - 01 | Launch Scott Foil Salzburg 2015

Launch Scott Foil Salzburg 2015

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Anspruch war wie immer eine Steigerung des durchaus erfolgreichen Vorgängermodells. Aerodynamisch besser sollte es sein, natürlich leichter, steifer und komfortabler. Eigenschaften, die sich bisher immer irgendwie im Weg standen. War ein Rad windschnittig, war es nicht das verwindungssteifste. Sollte es in erster Linie schnell fahren, litt der Fahrkomfort, vor allem auf längeren Strecken. War es steif, gab es leichtere Modelle. Neu sollte auch sein, dass ein Rahmen für beide Schaltungskonzepte passt, egal ob nun mechanisch oder elektronisch geschaltet wird. Man war so zu sagen auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau auf zwei Rädern. 

Scott Foil Launch 2015 | Rundenhatz auf dem Salzburgring

Rundenhatz auf dem Salzburgring

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Scott hat hierzu an allen Ecken und Enden untersucht und verworfen. Die Rohrprofile, des Karbon-Layup, die bisherige Geometrie sowie ein paar Schlüsselanbauteile wie Lenker, Vorbau, Steuersatz und Bremsanlage wurden überarbeitet. Zum Einsatz kommt etwa eine Lenker-Vorbau-Kombination aus einem Stück, die aerodynamisch optimiert ist. Oder eine Hinterbremse, die nicht an den Sitzstreben, sondern unterm Tretlager platziert ist, damit der Hinterbau vertikal besser nachgeben kann. Der Steuersatz weist nun größere Lager auf, der Steuerkopf ist aber trotzdem
Scott Foil Launch 2015 - 11 | Wer hat´s gebaut? Scott aus der Schweiz!

Wer hat´s gebaut? Scott aus der Schweiz!

Foto >Marcus Baranski

windschnittiger. Und das Vorderrad schließt deutlich besser mit dem Unterrohr ab, um Verwirbelungen zu vermeiden, wie man es von den aktuellen Zeitfahrrädern, etwa dem Plasma kennt.

In der Theorie präsentiert Scott hiermit  viele interessante Ansätze, teilweise auch mutig und um die Ecke gedacht.  Im Salzburger Land ging es anschließend auf eine ausgiebige Testfahrt, inklusive ein paar schneller Runden auf dem Salzburgring. Den Fahrbericht und ob den Schweizern der große Wurf gelungen ist, lesen Sie ausführlich in triathlon Nr. 133, die am 22. Juli erscheint.

Die ersten Eindrücke und Details haben wir in einer Bildergalerie zusammengestellt.