Eine runde Sache

Wer zur Wettkampfsaison noch einen draufpacken will in puncto Geschwindigkeit, tut dies am einfachsten mit Aerolaufrädern und schnellen Reifen. Wir haben beides für unsere aktuelle Ausgabe gründlich getestet.

Von > | 29. Mai 2014 | Aus: EQUIPMENT

Windkanaltest 2014 | Unser Aerolaufradtest im Windkanal.

Unser Aerolaufradtest im Windkanal.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Wussten Sie, dass es bei ­einem Schuhtick gar nicht um Schuhe geht? Psychologen vermuten, dass es vielmehr die Emotion ist, die die Schlüppchen auslösen, die manche Menschen immer noch ein Paar kaufen lässt. Denn da man sich in Schuhen bewegt, verändern sie unmittelbar das Körpergefühl, das ganze Auftreten – je nachdem, welches Modell man trägt. Bevor Sie diese Zeitschrift nun kopfschüttelnd weglegen: Überlegen Sie mal, was passiert, wenn Sie die ollen Alukastenfelgen an Ihrem Renner gegen hochprofilige Aerolaufräder aus Carbon austauschen. Ein und dasselbe Bike verwandelt sich vom treuen Trainingsross zum feurigen Rennpferd. Und, geben Sie es zu, Ihr Herz macht schon beim Gedanken da­ran einen Freudensprung. Aerolaufräder sind Emotion, allein der satte Sound, das ­sonore Wummern, das ihren Fahrer schon von Weitem als ernst zu nehmenden Radfahrer ankündigt, fasziniert nicht nur erfahrene Athleten.

Wind oder Berge?

Inzwischen tummeln sich unter dem Begriff „Aerolaufräder“ alle möglichen Gattungsvertreter. Es gibt Modelle mit flachen, glatten Felgen und welche mit bauchigen, gekerbten. Es gibt Profile mit 50 Millimeter hoher Seitenwand und welche mit 90 Millimetern, mit Carbon- oder Alu­bremsflanke. Sie alle haben ihre Berechtigung, denn sie alle haben ihre Stärken. Die einen sind bei Seitenwind in ihrem Element, die anderen auf welligen bis bergigen Kursen. Einige lassen sich auch bei Nässe zuverlässig stoppen, einige mögen es am liebsten trocken. Um herauszufinden, was die aktuellen Modelle können und was nicht, sind wir mit 14 Sets in den Windkanal und auf die Straße gegangen. Soviel sei verraten, es gibt große Unterschiede. Und eine Menge Tuningpotenzial für Ihr Bike. Denn mit kaum einem anderen Accessoire lässt sich mit so wenig Aufwand so sehr an der Leistungsschraube drehen: Ein den Rennbedingungen entsprechend gewählter Laufradsatz kann Zeitgewinne im Minutenbereich bringen. Zwar bedeutet Zeit in diesem Fall auch eine ordentliche Portion Geld, das auf den Ladentisch gepackt werden muss. Aber es lohnt sich!

Günstige Geschwindigkeit

Wer weniger tief ins Portemonnaie greifen möchte, kann eine Etage drunter, beim Reifen, ansetzen. Die Energieersparnisse sind hier zwar nicht ganz so hoch wie beim Laufrad, aber warum sollte man nicht jedes geschenkte Watt mitnehmen? Und der beste Reifen im diesjährigen Test schenkt Ihnen immerhin 13 im Vergleich zum am schwersten rollenden Kandidaten. Mit acht Falt- und sieben Schlauchreifenmodellen waren wir diesmal im Labor und haben unter genormten Bedingungen deren Rollwiderstand und Pannensicherheit ermittelt. Die folgenden Seiten stecken also prallvoll mit Geschwindigkeitsgeschenken. Packens Sie’s aus ... äh ... an!

Die kompletten Testberichte lesen Sie in unserer aktuellen triathlon-Ausgabe (Nr. 121). Außerdem: Caroilne Steffen im Interview, Christian Kramer im Porträt, Schwimmtipps und noch viel, viel mehr ...

 

Hier gibt's eine kostenlose Leseprobe:embedPlayer("flashContent");