ISG-Blockaden: erkennen und behandeln

Eine Verkantung des Iliosakralgelenks gehört zu den häufigsten Beschwerden im Ausdauer­sport. Lesen Sie, warum es dazu kommt und was Sie dagegen tun können.

Von > | 13. Februar 2015 | Aus: TRAINING

ISG-Blockade | ISG-Blockaden selber lösen: So geht\'s!

ISG-Blockaden selber lösen: So geht's!

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Eine falsche Bewegung, ein Fehltritt, ein langer Lauf – und schon ist sie da, die ISG-Blockade. Die gute Nachricht: Sie sind damit nicht allein. Verletzungen und Beschwerden des Bewegungsapparats sind bei Triathleten häufig, und etwa die Hälfte aller Langdistanztriathleten hat sich schon mindestens einmal verletzt. Rückenbeschwerden, die auch das Iliosakralgelenk (ISG) betreffen können, machen etwa zehn Prozent davon aus.

Eine willkürliche Bewegung dieses Gelenks ist nicht möglich und sein Bewegungsumfang ist sehr klein; der Fachbegriff für ein solches Gelenk lautet „Amphiarthrose“. Wie andere Gelenke auch besitzt das ISG einen Gelenkspalt und von Knorpel überzogene Gelenkflächen. Bei Stürzen, ruck­artigen Bewegungen, Drehbewegungen oder beim Heben schwerer Lasten kann es zu einer Verrenkung des Iliosakralgelenks kommen. Manchmal reicht es aber auch schon aus, eine Treppenstufe zu verfehlen oder zu stolpern. Entsprechend häufig sind ISG-Blockaden: Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung war schon mindestens einmal im Leben davon betroffen.

Sensible Sportler

Meistens äußert sich eine ISG-Blockade als lokaler Schmerz, der in unterschiedliche Richtungen ausstrahlen kann. Verstärkt wird dieser Schmerz meistens durch eine Außenrotation oder Beugung im Hüftgelenk. Bei Beschwerden im Hüft-­Lenden-Becken-Bereich sollte das ISG immer auf seine Funktion hin kontrolliert werden. Objektiv feststellen, ob eine Blockade vorliegt, kann normalerweise nur ein geschulter Untersucher, also ein Orthopäde oder Physiotherapeut. Andererseits spürt ein Sportler häufig auch selbst, dass er eine ISG-Blockade hat, wenn er in der Vergangenheit schon einmal darunter gelitten hat. Der bekannteste Test dafür ist der „Vorlauf-Test“. Der Untersucher stellt sich dafür hinter den Patienten und legt seine Daumen links und rechts auf die am unteren Rücken tastbaren oberen Darmbein­stachel (Spina iliaca posterior superior). Wenn der ­Patient dann im Stehen mit gestreckten Beinen den Oberkörper nach vorn beugt, wandert bei blockiertem ISG der entsprechende Daumen weiter nach vorn. Ein weiterer Hinweis auf eine ISG-Blockade kann auch eine neu festgestellte Beinlängendifferenz sein.

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