3, 2, 1 ... keins

Der Norseman gilt als einer der härtesten Triathlons der Welt. Der Deutsche Max Rauer wird in diesem Jahr den Sprung von der Fähre ins Abenteuer wagen. Auf tri-mag.de bloggt er über seinen Weg zum Start.

Von > | 13. März 2019 | Aus: SZENE

Der Norseman ist ein extremes Rennen in einer extremen Landschaft.

Der Norseman ist ein extremes Rennen in einer extremen Landschaft.

Foto >José Luis Hourcade

Wenn ich mich heute an die Tage nach der Startplatzverlosung erinnere, dann lassen sich die Eindrücke ganz allgemein mit den Worten „durchatmen und Schock bekämpfen!“ beschreiben. Es dauerte ein paar Tage, bis ich alles sortiert hatte. Bis ich begriff, wenn man es überhaupt so nennen kann, was auf mich zukommen würde. Und auch einem designierten Team-Mitglied, das vorschnell mit einem „Ja“ geantwortet hatte, dämmerte erst so langsam, auf was es sich da eingelassen hatte.

Susanne hatte mir 2017 beim Ironman Frankfurt zugeschaut und mich 2018 beim Trans Vorarlberg supportet. Ihr war wohl nicht so recht bewusst, was der Norseman für sie als Begleitung bedeuten wird. Im Racebook wird der Norseman ja als „Party“ beschrieben, zu der man „seine besten Freunde und Verwandten mitbringt“, um an ebendieser teilzunehmen. Ihr sarkastischer Kommentar nach der Lektüre war: „Sehr lustig, die Party, zu der du da einlädst."

Aber Sie blieb dabei und so hatte ich mein Team gefunden. Meine Cousine Sarah hat sofort gesagt, dass sie dabei ist. Guido, mein „Radsportgott“, der mich seit meinen Radsport-Anfängen im Jahr 2004 immer wieder begleitet, und höchstwahrscheinlich auch mein Bruder Stefan werden meine Crew bilden.

Dies wäre also weitestgehend geklärt, doch die Themen Unterkunft, Anreise und Orga beschäftigen mich weiterhin. Was, wie, wann und wo? Verschiedene Möglichkeiten durchspielen, vergleichen und dann Fähre, Flüge, Unterkünfte und Fahrzeuge organisieren und buchen.

Nach der Auslosung und dem Gedanken-Chaos folgte die Schlacht um Hotelplätze: 3, 2, 1 … alles ausgebucht. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Tipp: Wenn ihr auch mal vorhabt, beim Norseman zu starten, und Wert auf eine Unterkunft legt, dann bucht unbedingt vorher!

Letztendlich habe ich mich mit Sarah entschieden, ein Wohnmobil zu mieten, um so eine flexible An- und Abreise sowie eine Unterkunft am Startort zu haben. Außerdem ist so eine Streckenbesichtigung während der Anreise möglich. Und Streckenkenntnis schadet ja bekanntlich nie. Während ich mit Sarah also ein paar Tage Einstimmung auf das Erlebnis haben werde, wird die restliche Crew kurzfristiger anreisen.

Die Orga am Wettkampftag selbst wird jedoch noch weitaus komplexer. Da die Crew sich um mich kümmern muss, gilt es hier einen Plan auszuarbeiten der keine Fehler verzeiht, wenn es um die Mission Finish auf dem Gaustatoppen geht. Aber dazu demnächst mehr.