Ackermann trifft auf Trautman, Cunnama und Viennot

Beim Ironman 70.3 Südafrika treffen in einem stark besetzten Feld gleich mehrere Topathleten aufeinander. Auch Johann Ackermann geht in Buffalo City an den Start.

Von > | 24. Januar 2019 | Aus: SZENE

Das Radfahren gilt als große Stärke von Johann Ackermann.

Das Radfahren gilt als große Stärke von Johann Ackermann.

Foto >Nick Staggenborg

Schneemassen und Temperaturen im Minusbereich erschweren es derzeit vielen europäischen Triathleten, schon wieder an sonnige Wettkämpfe zu denken. Doch die internationale Triathlonsaison 2019 steht bereits in den Startlöchern, denn in anderen Teilen der Welt sieht die Wetterlage natürlich ganz anders aus – beispielsweise in Südafrika.

Der Ironman 70.3 Südafrika ist bereits seit mehreren Jahren das erste große Mitteldistanz-Rennen mit einem stark besetzen Feld auf internationaler Ebene. Auch dieses Jahr verspricht der Kampf um den Sieg und die damit einhergehende Qualifikation für die Ironman-70.3-WM Anfang September in Nizza einen spannenden Rennverlauf. Ein Wörtchen um die Podiumsplatzierungen mitreden könnte unter anderem auch der Deutsche Johann Ackermann, der besonders für seine Stärke im Wasser und auf dem Rad bekannt ist. Im vergangenen Jahr bekam er beim Ironman 70.3 Südafrika in Führung liegend einen Platten und kam letztendlich als Sechster ins Ziel. Dementsprechend hat Ackermann also noch eine Rechnung mit diesem Rennen offen. Zuletzt bereitete sich der 35-Jährige im Trainingslager auf Lanzarote auf seinen ersten Saisonstart in Südafrika vor und scheint bereits früh im Jahr in starker Verfassung zu sein. Nur fünf Tage nach dem Rennen am Sonntag plant Ackermann - wie bereits 2018 - mit einem Start beim Ironman 70.3 Dubai, bevor der Ironman Lanzarote im Mai das erste große Saisonhighlight darstellen soll.  

 

Starke Konkurrenz bekommt Ackermann von drei Südafrikanern: James Cunnama, Matt Trautman und Bradley Weiss sind für den Wettkampf gemeldet und dürften den Sieg fest im Blick haben. Trautman konnte das Rennen im Vorjahr für sich entscheiden, während Weiss, der eigentlich Xterra-Spezialist ist, 2018 den vierten Platz belegte. Weiss kündigte zudem vor wenigen Tagen an, dass es dieses Jahr sein Hauptziel sei, sich für die Ironman-70.3-WM zu qualifizieren. James Cunnama, der von Brett Sutton trainiert wird, landete beim Ironman 70.3 Südafrika bereits fünfmal auf dem Podium und konnte das Rennen 2014 gewinnen. Doch nicht nur die drei Südafrikaner haben Siegchancen: Auch Cyril Viennot, der dreifache Ironman-Sieger aus Frankreich, ist mit von der Partie, genauso wie Evert Scheltinga (NED) und Elliot Smales (GBR), denen ebenfalls eine Top-Platzierung zuzutrauen ist. Aus Deutschland ist neben Johann Ackermann auch noch Johannes Moldan gemeldet. Der Startschuss des Rennens fällt am Sonntag um 6:45 Uhr Ortszeit.

Pallant als Favoritin im kleinen Frauenfeld 

Im Frauenfeld geht es etwas überschaubarer zur Sache, denn insgesamt sind nur vier Athletinnen gemeldet: Emma Pallant (GBR), Annah Watkinson, Jade Roberts (beide RSA) und die ehemalige Kurzdistanzlerin Sabrina Stadelmann aus der Schweiz werden in Südafrika an den Start gehen. Die Rolle der Favoritin dürfte dabei ganz klar Emma Pallant zukommen, die 2017 Ironman-70.3-Vizeweltmeisterin wurde und 2018 zum ersten Mal auf Hawaii startete.