Alistair Brownlee liebäugelt mit Hawaii-Quali bei Langdistanz-Premiere

Mit dem Ziel Hawaii-Quali gehen Alistair Brownlee und Anja Ippach beim Premierenrennen in Irland an den Start. Ihre Chancen auf einen Sieg stehen gut.

Von > | 21. Juni 2019 | Aus: SZENE

Nach erfolgreichen Wettkämpfen auf der Ironman-70.3-Distanz, wie hier bei der 70.3-WM in Südafrika 2018, will es Alistair Brownlee jetzt auch über die volle Ironman-Distanz wissen.

Nach erfolgreichen Wettkämpfen auf der Ironman-70.3-Distanz, wie hier bei der 70.3-WM in Südafrika 2018, will es Alistair Brownlee jetzt auch über die volle Ironman-Distanz wissen.

Foto >Silke Insel / spomedis

Doppelte Premierenfeier in Cork. Im Süden Irlands findet am kommenden Sonntag zum ersten Mal der Ironman Ireland statt. Gleichzeitig begibt sich Alistair Brownlee auf seine erste Langdistanz. Bei seinem ersten Rennen über die 226-Kilometer-Distanz hat der zweifache Olympiasieger keine schlechte Chancen, sich beim Debüt auch direkt das WM-Ticket für Hawaii zu sichern. Die größten Kontrahenten beim Kampf um das Kona-Ticket sind dabei vor allem der Kanadier Brent McMahon oder der Belgier Marino Vanhoenacker. McMahon startete mit einem Sieg beim Ironman 70.3 Monterrey in die neue Saison, verzeichnete jedoch vor wenigen Tagen ein DNF beim Ironman Boulder. Der 18-fache Ironman-Sieger Vanhoenacker hat sich bereits seit Anfang Juni auf die Langdistanz in Cork vorbereitet. Einige Athleten, die noch immer auf der Startliste stehen, wie Victor Del Corral oder Philip Graves, haben ihren Start in Irland über die sozialen Medien bereits abgesagt. Gefährlich werden könnte Brownlee jedoch noch der Brasilianer Igor Amorelli, der in diesem Jahr unter anderem beim Ironman 70.3 Florianopolis ganz oben auf dem Treppchen stand und auch noch kein Ticket für die WM auf Hawaii besitzt. Aus Deutschland gehen mit Markus Thomschke, Thomas Bosch und Till Schramm gleich drei Athleten bei der Premiere in Cork an den Start. 

Gute Siegchancen für Anja Ippach

Beim Rennen der Frauen ist die Startliste deutlich überschaubarer: Acht Athletinnen sind für den Profiwettkampf gemeldet. Das wiederum erhöht die Chancen für Anja Ippach, die nach ihrem Versuch in Südafrika in Cork erneut um die Hawaii-Qualifikation kämpft. Nach Platz fünf in Südafrika und dem vierten Rang beim Mitteldistanz-Rennen in Barcelona und der gleichen Platzierung bei "The Championship" in Samorin ist Ippach bereits gut in die Saison gestartet. Ihre beiden größten Kontrahentinnen beim Kampf um Platz eins sind die US-Amerikanerin Linsey Corbin, die Zehnplatzierte bei der WM auf Hawaii 2018, und die Schweizerin Emma Bilham, die in dieser Saison unter anderem schon einen sechsten Platz bei der ITU-Langdistanz-WM verzeichnen konnte. 

Das komplette Rennen überträgt Ironman auf Facebook über "Ironman now" ab 7.15 Uhr deutscher Zeit.