Alistair Brownlee löst sein Kona-Ticket bei Ironman-Debüt

Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd holt sich Alistair Brownlee den Sieg beim Ironman Ireland. Markus Thomschke wird Dritter, Anja Ippach muss das Rennen auf den ersten Kilometern der Laufstrecke beenden.

Von > | 23. Juni 2019 | Aus: SZENE

Premierensieg: Alistair Brownlee hat bewiesen, dass er nicht nur auf der Mitteldistanz, wie hier bei der WM in Südafrika 2018, auf Weltklasseniveau unterwegs ist, sondern auch auf der Langdistanz zu den besten Athleten gehört.

Premierensieg: Alistair Brownlee hat bewiesen, dass er nicht nur auf der Mitteldistanz, wie hier bei der WM in Südafrika 2018, auf Weltklasseniveau unterwegs ist, sondern auch auf der Langdistanz zu den besten Athleten gehört.

Foto >Silke Insel / spomedis

Nachdem das Schwimmen aufgrund der schlechten Wetterbedingungen abgesagt wurde, starten die Athleten beim Bike-and-Run-Ironman nacheinander auf dem Rad in das Rennen. 14 Grad und Regen sorgten für mehr als ungemütliche Grundvoraussetzungen für das Premierenrennen in Cork. Im ersten Drittel des Rennens setzte sich der Deutsche Markus Thomschke an die Spitze des Feldes und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von rund zwei Minuten auf den Iren Bryan McCrystal und den zweiten deutschen Starter Till Schramm heraus. Bei Kilometer 115 war dann bereits der Ire McCrystal an der Spitze, der nach dem schnellsten Radsplit des Tages mit fast zwölf Minuten Vorsprung auf Thomschke und rund eine Viertelstunde auf Alistair Brownlee auf die Laufstrecke ging. Brownlee bewies beim folgenden Marathon seine Laufstärke und machte Minute für Minute gut und setzte sich kurz nach Kilometer 30 an die Spitze. Nach einem harten Rennen kam Alistair Brownlee nach 7:49:20 Stunden ins Ziel. Bryan McCrystal wurde mit einem Rückstand von 1:58 Minuten und einer Zeit von 7:51:19 Stunden ins Ziel. Markus Thomschke sicherte sich nach 7:58:46 Stunden den dritten Platz und kam rund neuneinhalb Minuten nach Brownlee ins Ziel. 

Im Rennen der Frauen demonstrierte Anja Ippach ihre Radstärke und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von rund vier Minuten auf ihre Verfolgerin Emma Bilham heraus. Nach den 180 Kilometern auf der Radstrecke lag sie rund zweieinhalb Minuten vor der Schweizerin. Bereits nach fünf Kilometern musste Ippach die Schweizerin vorbeiziehen lassen, gab ihr dabei noch einen motivierenden Klaps auf die Schulter. Nach dem ersten Zeitnahmepunkt bei Kilometer 5,3 gab es keine Aufzeichnung mehr von Ippach, die ihr Rennen kurz danach wohl beendete. Bilham ließ sich ihren ersten Ironman-Sieg nicht mehr nehmen und kam nach 8:50:18 Stunden als Erste ins Ziel. Zweite wird die Niederländerin Pleuni Hooijman, Rang drei geht an die US-Amerikanerin Amanda Wendorff.