Andreas Raelert schielt auf Hawaii-Quali

Am kommenden Samstag sind alle Augen auf die nächste große Langdistanz gerichtet. Beim Ironman Lanzarote trifft Andreas Raelert unter anderem auf Frederik Van Lierde und Ivan Raña. Für alle drei Athleten steht die Hawaii-Quali auf dem Spiel.

Von > | 23. Mai 2019 | Aus: SZENE

Ob Andreas Raelert auf Lanzarote eine Rolle um die Hawaii-Quali spielen kann?

Ob Andreas Raelert auf Lanzarote eine Rolle um die Hawaii-Quali spielen kann?

Foto >wagner.araujo.photo.

Der Ironman Lanzarote gilt neben der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii als die herausfordernste Langdistanz in der Ironman-Rennserie. Andreas Raelert geht hier zum ersten Mal an den Start und blickt seiner Premiere nach langer Verletzungspause erwartungsvoll entgegen. „Das Rennen gilt unter Langstreckentriathleten als legendär. Ich kenne zwar die einzelnen Streckenabschnitte aus verschiedenen Trainingseinheiten, aber ich bin sehr gespannt, wie sich das im Wettkampf anfühlt“, wird Raelert in einer Pressemitteilung zitiert. Vor allem die Radstrecke ist mit rund 2.500 Höhenmetern und erwartungsgemäß kräftigen Winden sehr anspruchsvoll. 

Der Rostocker trifft auf starke Konkurrenz. Unter anderem ist der Belgier Frederik Van Lierde, Ironman-Weltmeister von 2013, am Start. Dessen Landsmann Diego Van Looy wird besonders in der zweiten und dritten Disziplin versuchen, seine Stärke auszuspielen. Der Duathlon-Spezialist gewann in den vergangenen beiden Jahren bereits den Ironman 70.3 Israel.  Dem Italiener Giulio Molinari, der ebenfalls beim Ironman 70.3 St. Pölten auf der Startliste steht, würde der Radkurs ebenfalls in die Karten spielen. Auch für den Briten Reece Barclay, Ehemann von Lucy Charles-Barclay, wird es spannend, ob er eine Top-Platzierung erreichen kann. Außerdem haben der zweifache Lanzarote-Gewinner Alessandro Degasperi (ITA) und der Spanier Ivan Raña (ESP) gemeldet. Beide gelten als laufstark und sind Kandidaten für das Podium. 

Neben Andreas Raelert werden mit Christian Kramer, Stefan Schmid, Marc Duelsen, Roman Deisenhofer und Johannes Moldan einige weitere deutsche Athleten auf der Vulkaninsel anzutreffen sein. Auch Johann Ackermann steht auf der Startliste, muss aufgrund eines Ermüdungsbruchs allerdings auf das Rennen verzichten.

Kleines Startfeld bei den Frauen

Die Profi-Startliste der Frauen liest sich deutlich überschaubarer als die der Männer. Top-Favoritin ist sicherlich die Britin Emma Pallant. Sie belegte im vergangenen Jahr beim Ironman Austria den dritten Platz und gewann zuletzt vor einer Woche den Ironman 70.3 Pays d'Aix. Weitere Kandidatinnen für das Podium sind Pallants Landsfrau Nikki Bartlett und die Dänin Maja Stage Nielsen. Als einzige deutsche Athletin geht Jenny Schulz an den Start.