Angert gewinnt Challenge Prague, Dülsen holt Hawaii-Quali, Kienle Zweiter in Heidelberg, Triple-Ultra-Weltrekord

Challenge Prague, HeidelbergMan, Ironman Lake Placid, Alpe D'Huez Triathlon, Ironman Canada und Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn – unser Ticker vom Wochenende.

Von > | 29. Juli 2019 | Aus: SZENE

Mit Platz drei beim Ironman Lake Placid sichert sich Marc Dülsen noch die Hawaii-Quali für 2019.

Mit Platz drei beim Ironman Lake Placid sichert sich Marc Dülsen noch die Hawaii-Quali für 2019.

Foto >Al Bello / Getty Images for Ironman

Florian Angert gewinnt Challenge Prague, Funk wird Vierter

Florian Angert hat die dritte Austragung der Challenge Prague für sich entschieden. Der 27-Jährige setzte sich nach 3:54:49 Stunden gegen die beiden starken Mitteldistanzler Pieter Heemeryck (BEL/3:57:36 Stunden) und Pablo Dapena (ESP/3:59:04 Stunden) durch. Mit einer Zeit von 2:08:38 Stunden brachte Angert die mit Abstand schnellste Radzeit auf den Asphalt und legte damit den Grundstein zu seinem Sieg. Platz vier ging knapp an Youngster Frederic Funk, der nur 29 Sekunden nach Dapena die Ziellinie überquerte. Der Deutsche Luca Heerdt belegte nach 4:19:50 Stunden den zwölften Rang.

Im Frauenrennen wurde die Tschechin Radka Kahlefeldt ihrer Rolle als Favoritin gerecht. Sie gewann die Mitteldistanz in ihrer Heimat nach 4:22:13 Stunden mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor Lisa Norden (SWE/4:24:11 Stunden), die nach dem Radfahren noch vier Minuten Vorsprung hatte. Kahlefeldt lief allerdings fast sechs Minuten schneller und entschied das Rennen beim Halbmarathon für sich. Komplettiert wurde das Podium durch die Österreicherin Eva Wutti, die nach 4:31:35 Stunden das Ziel erreichte. Beachtlich ist auch das Ergebnis von der deutschen Agegrouperin Elena Illeditsch, die nach 4:36:36 Stunden ins Ziel kam und damit in der Gesamtwertung die fünfschnellste Frau war.

Alle Ergebnisse der Challenge Prague 2019 gibt es hier.

Kienle muss sich bei regnerischem HeidelbergMan geschlagen geben, Maximilian Saßerath gewinnt

Sebastian Kienle ist bei seinem HeidelbergMan-Comeback nach zehn Jahren etwas überraschend am Sieg vorbeigeschrammt, nachdem er das renommierte Rennen bereits 2006, 2008 und 2009 gewinnen konnte. Bei Platzregen, nassen Straßen und rutschigen Abfahrten konnte Kienle auf der olympischen Distanz seine Radstärke nicht ausspielen, da er nach eigener Aussage in den Bergab-Passagen zu passiv agierte und nicht bereit war, hohe Risiken einzugehen. Am Ende musste sich der Ironman-Weltmeister von 2014 bei seinem Formtest in Heidelberg nach 1:58:42 Stunden Maximilian Saßerath geschlagen geben. Der 25-jährige Sieger absolvierte die Radstrecke in 1:04:00 Stunden und fuhr damit 1:18 Minuten schneller als Kienle, nachdem er bereits 26 Sekunden vorher aus dem Wasser kam. Saßerath konnte auf der Laufstrecke seinen Vorsprung verteidigen, lief mit einer Zeit von 36:54 Minuten über die anspruchsvollen zehn Kilometer zwar 1:23 Minuten langsamer als Kienle, kam allerdings 38 Sekunden vor dem Zweitplatzierten ins Ziel. Nur neun Sekunden nach Kienle überquerte Julian Erhardt auf Platz drei die Ziellinie. Erhardt erzielte die schnellste Laufzeit des Tages (34:49 Minuten), lief 42 Sekunden schneller als Kienle und verpasste den Silberrang damit nur denkbar knapp. In einem stark besetzten Rennen gingen die Plätze vier bis sieben ebenfalls an bekannte Namen: Leonard Arnold, Malte Plappert, Markus Rolli und Timo Hackenjos belegten die nächsten Ränge hinter dem Podest.

Bei den Frauen ging der Sieg an Karoline Brüstle, die nur eine Woche zuvor schon die olympische Distanz beim Römerman für sich entscheiden konnte und nun in Heidelberg direkt das nächste Rennen des Rhein-Neckar-Cup 2019 gewann. Mit deutlichem Vorsprung kam die Athletin vom TV Mengen nach 2:15:55 Stunden und Tagesbestzeiten beim Radfahren und Laufen ins Ziel. Die Plätze zwei und drei gingen an Katharina Grabinger (2:21:29 Stunden) und Laura Jansen (2:22:16 Stunden).

Alle Ergebnisse des HeidelbergMan 2019 gibt es hier.

Maximilian Saßerath sichert sich beim HeidelbergMan 2019 über die olympische Distanz den Sieg 38 Sekunden vor Sebastian Kienle und 47 Sekunden vor Julian Erhardt.

Maximilian Saßerath sichert sich beim HeidelbergMan 2019 über die olympische Distanz den Sieg 38 Sekunden vor Sebastian Kienle und 47 Sekunden vor Julian Erhardt.

Foto >Veranstalter

Alpe D'Huez Triathlon: Daniela Ryf mit Machtdemonstration, Jonas Schomburg gewinnt Kurzdistanz

Daniela Ryf hat bei der Langdistanz des Alpe D’Huez Triathlon, der seit diesem Jahr zur Spirit Triathlon Series gehört, über 2,2 Kilometer Schwimmen, 118 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen ein weiteres Mal gezeigt, dass sie insgesamt und ganz besonders auf dem Rad momentan eine Klasse für sich ist. Die Schweizerin absolvierte die Traditionsveranstaltung, die zum 14. Mal stattfand und bekannt für ihre Radstrecke mit 3.200 Höhenmetern ist, in 6:15:57 Stunden und landete damit fast eine halbe Stunde vor der Zweitplatzierten Carrie Lester (6:44:15 Stunden). Rang drei ging an Alexandra Tondeur aus Belgien mit einer Endzeit von 6:57:32 Stunden. Besonders beachtlich: Die vierfache Hawaii-Siegerin Ryf landete insgesamt auf Platz sechs und überholte auf der Radstrecke etliche Profi-Männer. Dort siegte der Franzose Romain Guillaume, der nur 13 Minuten schneller unterwegs war als Ryf (6:02:52 Stunden). Komplettiert wurde das Podium des Männerrennens durch Albert Moreno Molins (ESP/6:09:42 Stunden) und Kenneth Vandendriessche (6:11:36 Stunden).

Auf der Kurzdistanz des Alpe D’Huez Triathlon über 1,2 Kilometer Schwimmen, 28 Kilometer Radfahren und 6,7 Kilometer Laufen gab es einen deutschen Erfolg: Der Kurzdistanzler Jonas Schomburg hatte am Ende mit fast fünf Minuten die Nase vorn und kam nach 1:51:47 Stunden ins Ziel. Damit landete er vor Théo Debard (FRAU/1:56:29 Stunden) und Anatole Giraud Telme (FRAU/1:59:06 Stunden). Schomburg bereitet sich aktuell auf das Olympia-Testevent in Tokio Mitte August vor.

Alle Ergebnisse des Alpe D’Huez Triathlon 2019 finden Sie hier.

Marc Duelsen holt sich das Kona-Ticket in Lake Placid

Die weite Reise nach Lake Placid im US-amerikanischen Bundesstaat New York hat sich für Marc Dülsen gelohnt. Der 33-Jährige sicherte sich mit einem dritten Platz beim Rennen in dem Wintersportort, in dem bereits zweimal die Olympischen Winterspiele ausgetragen wurden, eines der letzten Tickets für die Weltmeisterschaft auf Hawaii in diesem Oktober. Mit einer Zeit von 8:37:01 Stunden kam Dülsen knapp zehn Minuten nach dem Sieger Matt Russell (8:27:57 Stunden) ins Ziel. Der Zweitplatzierte Joe Gambles (8:33:26 Stunden) freute sich ebenfalls über einen Kona-Slot, da bei dem Rennen in Lake Placid gleich zwei Startplätze für die Ironman-WM vergeben wurden. Matt Russell hatte sich seinen Kona-Slot bereits beim Ironman Frankfurt gesichert.

Alle Ergebnisse vom Rennen gibt es hier. 

Neuer Weltrekord beim Triple Ultra Triathlon in Lensahn

Mit einer Zielzeit von 37:18:17 Stunden hat die Allgäuerin Mareile Hertel beim Triple Ultra Triathlon in Lensahn in der von Nähe der Ostseeinsel Fehmarn einen neuen Weltrekord aufgestellt und die bisherige Bestmarke von Astrid Benöhr (37:54:54 Stunden) aus dem Jahr 1996 deutlich unterboten. Den zweiten Platz nach 11,4 Kilometern Schwimmen, 540 Kilometern Radfahren und 126,6 Kilometern Laufen belegte die Dänin Helle Sogaard (41:09:55 Stunden) vor ihrer Landsfrau Kristin Stengaard (47:08:09 Stunden). Das Rennen der Männer gewann der Nürnberger Thorsten Eckert nach 36:25:02 Stunden vor Landsmann Richard Jung (38:00:32 Stunden) und dem Franzosen Serge Kiffel (42:05:49 Stunden). Bei der 28. Auflage des Rennen hatten die Teilnehmer vor allem mit der großen Hitze zu kämpfen und so schafften es am Ende 24 von 31 Startern ins Ziel.   

Alle Ergebnisse gibt es hier. 

Heather Wurtele gewinnt vorerst letzte Ausgabe des Ironman Canada in Whistler

Die US-Amerikanerin Kelsey Withrow hat dafür gesorgt, dass es in Whistler nicht drei heimische Athletinnen auf dem Podium stehen. Mit einer Zeit von 9:38:28 Stunden holte Withrow den dritten Platz beim Profi-Rennen der Frauen. Der Sieg ging an die Kanadierin Heather Wurtele (9:20:41 Stunden), die rund sieben Minuten vor ihrer Landsfrau Jen Annett (9:27:43 Stunden) ins Ziel kam. Ein Profirennen der Männer gab es bei der letzten Ausgabe des Ironman Canada in Whistler nicht. Ab dem kommenden Jahr findet der traditionsreiche Wettkampf wieder in Penticton statt, wo das Rennen bereits von 1986 bis 2012 ausgetragen wurde.

Alle Ergebnisse gibt es hier.