Florian Angert gewinnt Ironman 70.3 Jönköping

Nachdem er bereits bei "The Championship" in Samorin sein großes Leistungspotential angedeutet hatte, gewinnt Florian Angert beim Ironman 70.3 Jönköping sein erstes großes Rennen. Marcus Herbst und Christian Kramer belegen die Plätze fünf und acht während Nils Frommhold am Vätersee ein gelungenes Comeback nach längerer Verletzungspause feiert.

Von > | 9. Juli 2018 | Aus: SZENE

Florian Angert gewinnt beim Ironman 70.3 Jönköping sein erstes Ironman-70.3-Rennen überhaupt (Archivbild).

Florian Angert gewinnt beim Ironman 70.3 Jönköping sein erstes Ironman-70.3-Rennen überhaupt (Archivbild).

Foto >Simon Müller / spomedis

Während im gut 1.100 Kilometer entfernten Frankfurt bei der Ironman-Europameisterschaft das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jan Frodeno und Patrick Lange ausblieb, lieferten sich Florian Angert und Pieter Heermeryck ein eben solches in der Innenstadt von Jönköping. Nachdem die beiden Konkurrenten in einer Gruppe, in der sich auch Nils Frommhold befand, nach 22:55 Minuten aus dem Wasser stiegen, begann das Duell bereits auf der welligen Radstecke entlang des Väternsees. Angert und Heermeryck übernahmen die Führungsarbeit und auch Frommhold, der nach dreivierteljähriger Verletzungspause sein Wettkampf-Comeback in Schweden feierte, konnte über die 90 Kilometer auf dem Rad direkt wieder gut mithalten. Mit einem Rückstand von 1:22 Minuten auf das Spitzenduo ging er auf die Halbmarathonstrecke. Marcus Herbst hatte nach dem Radfahren zwei Minuten Rückstand und kam am Ende sechs Minuten hinter dem Sieger ins Ziel. 

Kopf-an-Kopf-Rennen über 21,1 Kilometer

So war es nach der zweiten Wechselzone klar, dass die Entscheidung zwischen dem Belgier Heermeryck und Florian Angert auf der Laufstrecke fallen würde. Konnte Nils Frommhold bis dahin das Tempo gut mitgehen, musste er beim Laufen dem großen Trainingsrückstand nach seiner Verletzungspause Tribut zollen und ließ abreisen. Das packende Kopf-an-Kopf-Rennen konnte schließlich der 26-jährige Deutsche aus dem Team Erdinger Alkoholfrei auf den letzten drei Kilometern entscheiden, auf denen er zehn Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten Belgier brachte und somit seinen ersten Triumph bei einem Ironman-70.3-Rennen einfahren konnte. Das Podium komplettierte der Australier Max Neumann, während Nils Frommhold mit einem Halbmarathon in 1:31:00 Stunden als 14. ins Ziel kam.

Lisa Norden gewinnt Heimrennen

Ebenso wie das Männerrennen wurde auch der Wettbewerb der Frauen erst auf den letzten 21,1 der insgesamt 113 Kilometer entschieden. Hier feierte die favorisierte Schwedin Lisa Norden, die Kimberley Morrison aus Großbritannien 1:39 Minuten im Halbmarathon abnehmen konnte, in 4:17:18 Stunden einen Sieg vor heimischem Publikum. Ein solide Leistung zeigte auch die einzige deutsche Athletin Leonie Konczalla, die in 4:36:21 Stunden den siebten Platz belegte.