Appleton siegt in Los Cabos, Von Berg in Buenos Aires

Bei den beiden Ironman-70.3-Rennen in Südamerika konnten Sam Appleton und Rodolphe Von Berg ihren Favoritenrollen gerecht werden und die Mitteldistanzen für sich entscheiden.

Von > | 5. November 2018 | Aus: SZENE

Alle guten Dinge sind drei: Rodolphe Von Berg konnte 2018 bisher den Ironman 70.3 Elsonore, Ironman 70.3 Nizza und nun auch die Ironman 70.3 South American Championship für sich entscheiden (Archivbild).

Alle guten Dinge sind drei: Rodolphe Von Berg konnte 2018 bisher den Ironman 70.3 Elsonore, Ironman 70.3 Nizza und nun auch die Ironman 70.3 South American Championship für sich entscheiden (Archivbild).

Foto >Getty Images for Ironman

Der Titelkampf beim Ironman 70.3 Los Cabos (Mexiko) versprach aufgrund des hochkarätigen Startfelds bereits im Vorfeld einen spannenden Rennverlauf. Wie zu erwarten, ergriffen Topfavorit Sam Appleton (AUS) und der ehemalige Kurzdistanzler Eric Lagerstrom (USA) beim Schwimmen die Initiative und kamen nach 24:30 Minuten gemeinsam aus dem Wasser. Im Schlepptau befanden sich außerdem noch die beiden Mexikaner Antonio Villardaga und Joaquin Pereda. Mitfavorit Mauricio Mendez stieg 56 Sekunden hinter der Spitze aus dem Wasser, Joe Gambles (AUS) musste einen Rückstand von 1:35 Minuten hinnehmen. Auf dem Rad machte Appleton seine Siegesambitionen schnell deutlich und brummte dem Rest des Feldes einen enormen Vorsprung auf. Lagerstrom, der zunächst mithalten konnte, bekam auf der zweiten Hälfte der Radstrecke einen Platten und verlor somit wertvolle Zeit und mehrere Platzierungen. Er nahm die Fahrt allerdings wieder auf und kam sogar als Vierter in die zweite Wechselzone.

An der Spitze absolvierte Appleton den Radkurs in 2:05:41 Stunden und stieg mit mehr als sieben Minuten Vorsprung vor Alan Carrillo Avila (MEX) und Joe Gambles vom Rad. Auch beim Laufen ließ der Australier nichts mehr anbrennen. Er rannte den Halbmarathon in 1:15:50 Stunden und überquerte somit als Erster nach 3:48:43 Stunden die Ziellinie. Der laufstarke Mexikaner und Xterra-Weltmeister von 2016, Mauricio Mendez, lief mit der schnellsten Laufzeit des Tages (1:11:36 Stunden) noch auf Rang zwei vor und kam nach 3:53:29 Stunden ins Ziel. Komplettiert wurde das Podium durch Joe Gambles, der nach 3:57:42 Stunden das Ziel erreichte. 

Im Frauenrennen wurde die Australierin Ellie Salthouse ihrer Favoritinnenrolle gerecht. Mit dem schnellsten Halbmarathon des Tages in 1:22:25 Stunden lief sie zum deutlichen Sieg und kam schließlich mit mehr als vier Minuten Vorsprung nach 4:17:36 Stunden ins Ziel. Dahinter überquerte ihre Landsfrau Carrie Lester die Ziellinie als Zweite mit einer Gesamtzeit von 4:22:01 Stunden. Beide absolvierten zuvor die Radstrecke zusammen und wechselten gemeinsam in die Laufschuhe. Abgerundet wurde das Podium von Heather Wurtele aus Kanada, die 7:12 Minuten Rückstand auf Salthouse hinnehmen musste und nach 4:24:48 Stunden das Ziel erreichte. 

Von Berg in Buenos Aires nicht zu schlagen

Beim Rennen um die Ironman 70.3 South American Championship in Buenos Aires war der US-Amerikaner Rodolphe Von Berg ein weiteres Mal nicht zu stoppen. Der erst 25-jährige Athlet aus Boulder entschied in diesem Jahr bereits den Ironman 70.3 Elsinore in Dänemark und die Premiere des Ironman 70.3 Nizza für sich. Auch in Buenos Aires drückte Von Berg direkt aufs Tempo und kam als erster Athlet nach 23:25 Minuten aus dem Wassern. Auf dem Rad bildete sich an der Spitze ein Trio aus Von Berg und den beiden Brasilianern Santiago Ascenco und Reinaldo Colucci, die gemeinsam in die zweite Wechselzone rollten. Der Deutsche Johannes Moldan lag nach dem Radfahren auf Position sechs. Die Laufentscheidung an der Spitze fiel sehr deutlich aus. Von Berg lief den Halbmarathon in einer schnellen Zeit von 1:13:20 Stunden und sicherte sich damit nach 3:46:16 Stunden seinen dritten Ironman-70.3-Sieg in diesem Jahr. Hinter ihm war es Colucci, der sich mit einer Laufzeit von 1:17:38 Stunden den zweiten Platz sichern konnte und nach 3:50:35 Stunden durchs Ziel lief. Der dritte Platz ging an Santiago Ascenco, der seinem Vorsprung vom Radfahren noch ins Ziel retten konnte (3:51:46 Stunden), nachdem Jackson Laundry (CAN) auf Platz vier noch bis auf 26 Sekunden heranlaufen konnte. Johannes Moldan lief den Halbmarathon in 1:19:43 Stunden und beendete das Rennen schließlich auf Platz zehn (4:00:56 Stunden). 

Bei den Frauen fiel das Ergebnis äußerst knapp aus: Pamella Oliveira aus Brasilien erzielte die schnellste Laufzeit des Tages (1:26:15 Stunden) und erreichte nach 4:19:37 Stunden nur 40 Sekunden vor Lauren Goss (USA) das Ziel. Platz drei konnte sich bei ihrem Heimrennen die Argentinierin Romina Palacio in einer Gesamtzeit von 4:25:38 Stunden sichern.