Astrid Stienen gewinnt Ironman Barcelona

Eine Woche vor dem Ironman Hawaii hat eine Deutsche bereits mit einem Ironmansieg vorgelegt: Astrid Stienen hat sich in Spanien mit einer überlegenen Leistung den zweiten Ironman-Sieg ihrer Karriere gesichert.

Von > | 4. Oktober 2016 | Aus: SZENE

Foto >Getty Images for Ironman

Die deutschen Triathleten sollten es als gutes Omen werten, für sie selbst ist es einer der größten sportlichen Erfolge ihrer Karriere: Astrid Stienen aus Herzogenrath bei Aachen hat sich beim Ironman Barcelona den zweiten Ironman-Sieg ihrer Karriere nach dem Erfolg im schwedischen Kalmar im vergangenen Jahr gesichert.

Stienen und Watkinson fahren davon

In ihrer vergleichsweise schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, verlor Stienen in knapp über einer Stunde zwar noch etwas Zeit auf die schnellsten Damen des Tages, danach bahnte Stienen sich aber schnell den Weg an die Spitze. In 4:40:13 Stunden fuhr sie den schnellsten Radsplit des Tages und stieg zusammen mit der Südafrikanerin Annah Watkinson, die zuvor etwas schneller geschwommen war als Stienen, an der Spitze des Feldes vom Rad. Beim Laufen konnte dann aber auch Watkinson nicht mehr mit der Deutschen mithalten: In 3:09:05 Stunden sorgte Stienen beim Laufen für die zweitschnellste Zeit des Tages und sicherte sich damit in 8:54:27 Stunden ihren zweiten Ironmansieg rund elf Minuten vor der Zweitplatzierten Elisabeth Gruber aus Österreich, die sich mit dem schnellsten Marathonlauf über 3:06:55 Stunden in der Abschlussdisziplin nach vorne arbeitete. Watkinson verteidigte problemlos den dritten Rang. Zweitbeste Deutsche wurde auf dem fünften Gesamtrang die aus Bielefeld stammende Agegrouperin Franzi Bossow in einer Gesamtzeit von 9:22:14 Stunden.

Auch der Sieger des Männerrennens gilt als starker Radfahrer - hat den Ironman Barcelona aber beim Laufen für sich entschieden: Patrick Nilsson ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat das Rennen zehn Minuten vor dem Russen Ivan Tutukin in 7:55:28 Stunden überlegen gewonnen. Grundlage dafür war zunächst eine gute Leistung im Wasser, wo er zusammen mit einigen anderen Mitfavoriten an der Spitze des Feldes aus dem Wasser stieg. Danach musste Nilsson zwar den Deutschen Johann Ackermann und Mark Oude Bennink (NED) ziehen lassen, die sich auf dem Rad um satte acht bzw. sieben Minuten lösten. Allerdings hatte sich Nilsson seine Kräfte gut eingeteilt - und konnte der drittschnellsten Radfahrt des Tages in 2:41:25 Stunden auch noch den schnellsten Marathon folgen lassen, was ihn schnell wieder an die Spitze des Feldes katapultierte. Tutukin lief nur wenig langsamer als Nilsson und konnte sich so in einem Laufduell mit Miquel Blanchart (ESP) knapp im Kampf um Silber durchsetzen. Johann Ackermann verpasste das Podest als Vierter hinter dem Russen und dem Spanier um nur eine Minute. Alexander Schilling beendete das Rennen auf Rang acht, Christian Hörper und Christian Brader auf den Rängen 13 und 14.

Niedrig steigt aus, Grohmann Dritte

Kein gutes Ende nahm Andreas Niedrigs Abenteuerurlaub in Taiwan: Bei heißen Bedingungen und auf einer welligen Strecke ist der 48-Jährige mit schmerzender Achillessehne vorzeitig ausgestiegen und erklärte seine Profi-Karriere im Anschluss für beendet - ließ in einem Facebook-Post aber wissen, dass er darüber "gar nicht so traurig" sei, wie man vielleicht denken würde. Das Rennen gewann Daniel Fontana (ITA) deutlich vor Kaito Tohara und Patrick Evoe. Bei den Frauen triumphierte Danielle Mack vor Shiao Yu Lin und der Deutschen Katharina Grohmann.