Svenja Thoes siegt, Frederic Funk wird Dritter

Svenja Thoes holt sich den ihren Profisieg auf Sardinien. Bei den Männern steht der Belgier Pieter Heemeryck ganz oben. Frederic Funk und Lena Berlinger werden Dritter bei dem Mitteldistanzrennen.

Von > | 29. Oktober 2018 | Aus: SZENE

Erster Profisieg: Svenja Thoes gewinnt die Challenge Forte Village-Sardinia.

Erster Profisieg: Svenja Thoes gewinnt die Challenge Forte Village-Sardinia.

Foto >Jose Luis Hourcade

Nach 4:17:44 Stunden reißt Svenja Thoes das Zielbanner in die Höhe und freut sich bei der Challenge Forte Village-Sardinia über ihren ersten Sieg in einem Profirennen. In ihrem zweiten Jahr als Profiathletin beendet die 27-Jährige somit eine erfolgreiche Saison, in der sie bereits auf einen siebten Platz beim Ironman 70.3 Vichy und Rang zwei beim Ironman 70.3 Cozumel in Mexiko zurückblicken kann. Das Schwimmen in Sardinien wurde aufgrund des zu starken Wellengangs abgesagt, stattdessen startete der Wettkampf mit einem Fünf-Kilometer-Lauf. Diesen beendete Thoes als Dritte nach 18 Minuten, nur wenige Sekunden hinter der Italinierin Elisabetta Curridori und der Belgierin Katrien Verstuyft. Auf den anschließenden 90 Kilometern der Radstrecke festigte sich eine fünfköpfige Gruppe, zu der nun auch die zweite deutsche Starterin im Frauenfeld, Lena Berlinger, gehörte. Auf dem abschließenden Halbmarathon verschärfte die spätere Siegerin dann bereits auf den ersten Kilometern das Tempo und setzte sich an die Spitze des Feldes. Bis zum Ziel konnte sie die Führung für sich behaupten und ihren ersten Profisieg festzurren. Die Zweite Katrien Verstuyft kam eine knappe Minute später (4:18:50 Stunden) ins Ziel, Lena Berlinger rundete das starke deutsche Resultat mit dem dritten Platz ab (4:20:31 Stunden). 

Böcherer kann nicht an den Start gehen

Auch das Rennen der Herren verlief aus deutscher Sicht äußert positiv. Frederic Funk landete auf dem dritten Platz und sicherte somit bei seinem vierten Mitteldistanzrennen in dieser Saison den vierten Podiumsplatz. Den Sieg holte sich der Belgier Pieter Heemeryck, der sich im Jahr 2016 bereits schon einen zweiten Platz auf Sardinien sichern konnte. Nach 3:47:44 Stunden beendete der 29-Jährige als Erster den Duathlon. Seine Ambitionen auf den Sieg hob Heemeryck bereits beim Fünf-Kilometer-Lauf hervor, den er mit der schnellsten Zeit (15:33 Minuten) absolvierte. Auch auf dem Rad und dem abschließenden Halbmarathon war der Belgier einer der schnellsten Athleten des Profifeldes. Etwas mehr als vier Minuten nach Heemeryck kam der US-Amerikaner Matt Chrabot (3:51:59 Stunden) ins Ziel, Funk überquerte eine knappe Minute danach als Dritter die Finishline (3:52:50 Stunden). Andreas Böcherer, einer der größten Favoriten auf den Sieg aus dem deutschen Lager, musste sich das Rennen aus der Zuschauerperspektive ansehen. Aufgrund von Magen-Darm-Problemen konnte Böcherer bei seinem letzten Wettkampf vor der Saisonpause kurzfristig nicht antreten.  

Starkes Ergebnis: Der erst 21-jährige Frederic Funk (rechts) musste sich auf Sardinien nur Pieter Heemeryck (Mitte) und Matt Chrabot (links) geschlagen geben.

Starkes Ergebnis: Der erst 21-jährige Frederic Funk (rechts) musste sich auf Sardinien nur Pieter Heemeryck (Mitte) und Matt Chrabot (links) geschlagen geben.

Foto >Jose Luis Hourcade