Blummenfelt gewinnt Ironman 70.3 Bahrain in neuer Weltbestzeit

Mit einer neuen Weltbestzeit von 3:29:04 Stunden verteidigt Kristian Blummenfelt seinen Titel beim Ironman 70.3 Bahrain. Seine beiden norwegischen Teamkollegen machten das Podium komplett.

Von > | 8. Dezember 2018 | Aus: SZENE

In 3:29:04 Stunden verteidigt Kristian Blummenfelt seinen Titel beim Ironman 70.3 Bahrain und gewinnt in neuer Weltbestzeit (Archivbild).

In 3:29:04 Stunden verteidigt Kristian Blummenfelt seinen Titel beim Ironman 70.3 Bahrain und gewinnt in neuer Weltbestzeit (Archivbild).

Foto >Simon Müller / spomedis

Es hat sich mit viel Vorlauf abgezeichnet, dass die drei Norweger Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes beim Ironman 70.3 Bahrain etwas ganz Besonderes schaffen können. Doch die drei Kurzdistanzler konnten die hohen Erwartungen sogar noch übertreffen: Kristian Blummenfelt verteidigte nicht nur seinen Titel, seine beiden Teamkollegen Iden und Stornes landeten auch noch auf den Plätzen zwei und drei. Damit schafften die Norweger das, was ihnen im April bereits beim WTS-Rennen in Bermuda gelungen war – ein komplett norwegisches Podium, dieses Mal nur in anderer Reihenfolge. Viel beeindruckender ist die Art und Weise, mit der das Dreiergespann den Wettkampf dominierte. Denn alle drei Athleten blieben unter der ehemaligen Ironman-70.3-Weltbestzeit von Michael Raelert aus dem Jahr 2009 (3:34:04 Stunden).

Letztendlich trennten Blummenfelt und Iden nur 21 Sekunden im Ziel, nachdem sie den Halbmarathon in phänomenalen 1:06:58 Stunden und 1:07:13 Stunden liefen und die Ziellinie nach 3:29:04 Stunden und 3:29:25 Stunden überquerten. Der 21-jährige Teamkollege Casper Stornes rundete das norwegische Podium mit einer Endzeit von 3:33:31 Stunden ab. 

Radsplit und von 1:56 Stunden und Halbmarathon wie Jan Frodeno

Nach den 1,9 Schwimmkilometern stieg zunächst Eric Watson aus Bahrain als Erster nach 20:58 Minuten aus dem Wasser. Die Favortien Stornes, Blummenfelt, Bozzone und Iden kamen 30 bis 60 Sekunden nach dem Führenden in T1. Auch Andreas Raelert befand sich in dieser Gruppe und stieg nach 21:36 Minuten als Siebter mit 38 Sekunden Rückstand aus dem Wasser. Auf dem Rad ergriffen die Norweger sofort die Initiative und zeigten das, was sie im Vorfeld schon lose angekündigt haben. Nämlich unter zwei Stunden auf den 90 Radkilometern fahren zu wollen, nachdem Kristian Blummenfelt im Vorjahr 2:01 Stunden für den Kurs benötigte. Gesagt, getan: Blummenfelt, Iden und Stornes absolvierten die Radstrecke jeweils in sagenhaften 1:56 Stunden und wechselten gemeinsam in die Laufschuhe. Adam Bowden (GBR) kam mit 1:18 Minuten Rückstand in T2 an, Matt Trautman (RSA), Milosz Sowinski (POL) und Andreas Raelert gingen viereinhalb Minuten nach dem Trio auf die Laufstrecke.

Beim Halbmarathon wurden direkt Erinnerungen an Jan Frodenos Laufperformance von der Ironman-70.3-WM in Südafrika wach. Blummenfelt und Iden liefen bis Kilometer 15 Seite an Seite und schlugen ein unglaubliches Tempo an. Bereits im Vorfeld ließ Blummenfelt durchblicken, dass er mit einer Pace von 3:10 bis 3:12 pro Kilometer liebäugelt. Auch Stornes lief stark, hatte dem Tempo seiner beiden Teamkollegen allerdings nichts entgegenzusetzen und verlor auf den ersten zehn Kilometern rund 45 Sekunden. Nach 15 Kilometern konnte sich Blummenfelt leicht absetzen und lief Sekunde um Sekunde auf seinen Trainingspartner heraus. Mit einer Halbmarathonzeit von 1:06:58 Stunden, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 3:10 Minuten pro Kilometern entspricht, sicherte sich der 24-Jährige schließlich den Sieg. Auch der 22-jährige Gustav Iden setzte neue Maßstäbe beim Laufen und legte die 21,1 Kilometer in 1:07:13 Stunden zurück. Der Drittplatzierte Casper Stornes hatte im Ziel 4:27 Minuten Rückstand, nachdem er bei seiner ersten Mitteldistanz überhaupt die Laufstrecke in 1:11:15 Stunden hinter sich brachte.

Besonders erfreulich aus deutscher Sicht war außerdem das Ergebnis von Andreas Raelert, der ohne Siegesambitionen nach seiner langen Verletzungspause in Bahrain seinen Wiedereinstieg gab. Der 42-Jährige landete auf Rang sechs mit einer Gesamtzeit von 3:40:01 Stunden, nachdem er die Radstrecke in 2:01:21 Stunden und den Halbmarathon in 1:12:57 Stunden absolvierte.

Lawrence verteidigt Titel

Das Frauenrennen erlebte einen ähnlich knappen Ausgang: Die Britin Holly Lawrence konnte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, nachdem sie mit einem Radsplit von 2:10:43 Stunden extrem stark bei der zweiten Disziplin unterwegs war. Ihr Halbmarathon in 1:21:55 Stunden reichte, um die Zweitplatzierte Sarah Lewis auf Abstand zu halten. Lawrence überquerte die Ziellinie nach 3:59:20 Stunden und Lewis, die den schnellsten Halbmarathon des Tages (1:18:41 Stunden) lief, kam 52 Sekunden hinter Lawrence ins Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Ellie Salthouse (AUS), die 7:04 Rückstand auf die Siegerin hatte und das Ziel nach 4:06:25 Stunden erreichte.