Blutdoping auch im Triathlon?

Neue Details zur Operation Aderlass: Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft hat das Erfurter Doping-Netzwerk um den beschuldigten Sportarzt Mark S. auch auf Hawaii Blutdoping organisiert.

Von > | 20. März 2019 | Aus: SZENE

Symbolbild: Blutbeutel.

Symbolbild: Blutbeutel.

Foto >dreamstime.com (Chirawan Somsanuk)

Die Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Doping-Kriminalität hat auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass im Rahmen der Operation Aderlass gegen 21 Sportler aus acht europäischen Ländern ermittelt werde. Oberstaatsanwalt Kai Gräber erklärte, dass die Athleten aus fünf verschiedenen Sportarten kämen, wovon drei dem Wintersport zuzurechnen seien. Um welche Sportarten es sich bei den übrigen zwei handelt, sagte Gräber nicht, doch die Vermutung liegt nahe, dass auch der Triathlon betroffen sein könnte. 

Denn: Zwischen 2011 und den durchgeführten Razzien im Umfeld der nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Österreich habe es eine dreistellige Anzahl von Bluttransfusionen bei den 21 Sportlern gegeben, die weltweit durchgeführt worden seien – unter anderem auch auf Hawaii, dem Austragungsort der Ironman-Weltmeisterschaft. 

Ob auch gegen deutsche Sportler ermittelt wird, ist offen. Details über die genaue Herkunft der Athleten werde es zunächst aus ermittlungstechnischen Gründen nicht geben, so der Oberstaatsanwalt.