Böcherer gewinnt in Frankreich, Herbst wird Fünfter

Mit einer sagenhaften Radleistung konnte Andreas Böcherer zum zweiten Mal den Ironman 70.3 Pays d'Aix gewinnen. Marcus Herbst landete nach einer starken Performance auf Rang fünf.

Von > | 13. Mai 2018 | Aus: SZENE

Freudenschrei: Nach 3:53:09 Stunden gewinnt Andreas Böcherer zum zweiten Mal den Ironman 70.3 Pays d\'Aix.

Freudenschrei: Nach 3:53:09 Stunden gewinnt Andreas Böcherer zum zweiten Mal den Ironman 70.3 Pays d'Aix.

Foto >Getty Images for Ironman

Andreas Böcherer ist nur eine Woche nach dem Sieg beim Buschhütten Triathlon seiner Favoritenrolle beim Ironman 70.3 Pays d’Aix gerecht geworden. Damit konnte der 35-Jährige das Rennen in Frankreich bereits zum zweiten Mal gewinnen, nachdem er auch 2015 als Erster die Ziellinie überquerte. Mit einem deutlichen Vorsprung von über fünf Minuten siegte Böcherer schließlich vor den beiden Franzosen Denis Chevrot und Kevin Maurel.

Böcherer sorgt auf dem Rad für Vorentscheidung

Nach den 1,9 Schwimmkilometern kam Robin Pasteur (FRA) knapp eine Minuten vor der Spitzengruppe aus dem Wasser. Diese umfasste elf Athleten, unter denen sich auch Andreas Böcherer, David Breuer und Julian Mutterer befanden. Auf dem anspruchsvollen Radkurs mit 1.200 Höhenmetern machte Böcherer schnell klar, dass er in der zweiten Disziplin in einer eigenen Liga spielt. Nach dem ersten steilen Anstieg der Strecke konnte Böcherer seine Mitstreiter frühzeitig distanzieren, obwohl er gar nicht bewusst beschleunigte: „Ich habe nicht attackiert, sondern einfach in meinen Klettermodus geschaltet. Und damit habe ich die anderen unerwartet früh und klar stehen lassen.“ Mit einer Radzeit von 2:09:44 Stunden fuhr der 35-Jährige den schnellsten Split des Tages und hatte trotz des beginnenden Regens keine Probleme mit dem Kurs: „Ich hatte bergab das Glück, dass ich die ersten schwierigen Kurven noch bei einsetzendem Regen nehmen konnte, danach ging es dann richtig los“, sagte der glückliche Sieger nach dem Rennen. 

Beim abschließenden Halbmarathon ließ Böcherer nichts mehr anbrennen. Mit einer Zeit von 1:14:43 Stunden lief er kontrolliert den Sieg nach Hause. Schließlich überquerte er nach 3:53:09 Stunden die Ziellinie und freute sich über seine Frühform: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen und meiner Form. Buschhütten und Aix haben gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vor allem beim Laufen habe ich mich heute sehr stark gefühlt. Das waren Welten im Vergleich zum ersten Rennen auf Gran Canaria.“ 5:18 Minuten später folgte Denis Chevrot auf Platz zwei. Der Franzose lief mit einem hervorragenden Halbmarathon in 1:11:34 Stunden die schnellste Laufzeit des Tages. Komplettiert wurde das Podium durch Chevrots Landsmann Kevin Maurel, der nur 16 Sekunden später auf Rang drei einlief. Aus deutscher Sicht konnten sich Marcus Herbst (3:59:45 Std.) und David Breuer (4:03:36 Std.) mit starken Leistungen über die Plätze fünf und sieben freuen. Damit landete Herbst nach seinem Resultat beim Ironman 70.3 Pays d’Aix im vergangenen Jahr erneut auf Rang fünf und unterstrich mit seinem geringen Rückstand von 1:01 Minuten auf Platz drei, dass er bei den internationalen Ironman-70.3-Rennen zurecht als Podiumskandidat gehandelt werden kann. Julian Mutterer konnte sich nach 4:11:30 Stunden den zwölften Platz sichern. 

Genêt gewinnt Frauenrennen

Im Rennen der Frauen gab es einen Heimsieg zu feiern. Manon Genêt gewann den Wettkampf mit einer Gesamtzeit von 4:24:22 Stunden, nachdem sie mit 1:21:12 Stunden den schnellsten Halbmarathon des Tages hinlegte. Platz zwei ging an Lisa Hütthaler aus Österreich. Den dritten Rang konnte sich Fenella Langridge (GBR) sichern, die nach 4:28:24 Stunden die Ziellinie überquerte. Natascha Schmitt beendete das Rennen vorzeitig.