Böcherer kämpft um den Sieg auf Sardinien

Nachdem Andreas Böcherer in Italien Ende September bereits sein Ticket für die WM 2019 gelöst hat, will der 35-Jährige bei der Challenge Forte Village auf Sardinien erneut ganz oben auf dem Treppchen stehen. Den Sieg könnten ihm einige Kontrahenten streitig machen.

Von > | 26. Oktober 2018 | Aus: SZENE

High five: Nach seinem Sieg beim Ironman Italy will Andreas Böcherer auf Sardinien zum Saisonabschluss noch einmal als Erster die Ziellinie passieren.

High five: Nach seinem Sieg beim Ironman Italy will Andreas Böcherer auf Sardinien zum Saisonabschluss noch einmal als Erster die Ziellinie passieren.

Foto >Getty Images for Ironman

Mit dem Sieg beim Ironman Italy ist Böcherer einer der ersten Athleten, die bereits ihr WM-Ticket für das Jahr 2019 in der Tasche haben. Am Sonntag will der 35-Jährige bei seiner fünften Mitteldistanz in diesem Jahr noch einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen. Dies gelang ihm über 113 Kilometer zuletzt beim Ironman 70.3 Pays d'Aix France. Bei seinen weiteren Mitteldistanzen (Triathlon de Gérardmer, Challenge Heilbronn und Challenge Mogán Gran Cancaria) landete Böcherer jeweils auf Platz zwei. Die Konkurrenz für den gebürtigen Freiburger ist zum Saisonabschluss auf Sardinien jedoch groß. Einer der engsten Mitstreiter um den Sieg ist Alessandro Degasperi, der das Rennen auf Sardinien besonders gut kennt und bei zwei der drei Wettkämpfe am Start gewesen ist - und das äußerst erfolgreich. 2015 gewann er das Rennen, 2016 wurde er Dritter. Auch auf der Langdistanz bewies Degasperi in diesem Jahr mit seinem Sieg beim Ironman Lanzarote seine Form.

Der Belgier Pieter Heemeryck kennt den Kurs auf der italienischen Mittelmeerinsel ebenfalls schon aus der Vergangenheit und ist ein weiterer Anwärter auf den Sieg. Der 29-Jährige kam 2016 als Zweiter ins Ziel. Auch Cyril Viennot wird ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen. Der 36-jährige Franzose machte in diesem Jahr besonders mit seinem Sieg beim Ironman Kopenhagen, inklusive persönlicher Bestzeit, auf sich aufmerksam. Neben dem Amerikaner Matt Chrabot schielt auch Frederic Funk auf einen Platz auf dem Podium. Die deutsche Nachwuchshoffnung landete bei seinen ersten drei Mitteldistanzen der Karriere in dieser Saison immer unter den besten Drei. Bei der Challenge Walchsee fehlten dem 21-jährigen Deutschen Meister über die Mitteldistanz nur knapp drei Minuten auf den Sieger Sebastian Kienle. Kienle steht für das Rennen auf Sardinien ebenfalls noch mit Startnummer 1 auf der Liste. Für den Weltmeister aus dem Jahr 2014, der in dieser Saison ein Auge auf den Sieg der Challenge-Gesamtwertung geworfen hatte, muss jedoch nach seinen Achillesehnenproblemen beim Ironman Hawaii erst einmal eine Ruhepause einlegen. 

Lena Berlinger Deutsche Hoffnung bei den Frauen 

Beim Rennen der Frauen ist der Kampf um den Sieg um einiges überschaubarer. Lediglich zwölf Athletinnen stehen auf der Startliste der Profis. Als erste Profifrau der Liste und größte Favoritin des Rennens ist Laura Siddall zu nennen. Die ETU-Europameisterin über die Langdistanz gewann in dieser Saison noch den Ironman Australia, den Ironman New Zealand und finishte als Vierte bei der Challenge Roth. Auf der Mitteldistanz fehlt der Britin nach zwei zweiten Plätzen in Walchsee und bei der Challenge Salou in diesem Jahr noch der Sieg. 2017 wurde Siddall auf Sardinien Zweite. Eine der größten Konkurrentinnen der Britin könnte die Belgierin Katrien Verstuyft werden, die bei der Challenge Prag ganz oben auf dem Treppchen stand. Auch aus dem deutschen Lager geht mit Lena Berlinger eine Athletin an den Start, die es unter die besten Drei schaffen könnte. Die Deutsche Meisterin über die Mitteldistanz aus dem Jahr 2017 landete erst am vergangenen Wochenende auf Mallorca auf Rang zwei. Chancen aufs Podest dürfte auch die Deutsche Svenja Thoes haben, die zuletzt beim Ironman 70.3 Cozumel Zweite wurde.