Böcherer und Sämmler gewinnen Ironman Italy

Mit ihren Siegen bei der zweiten Auflage des Ironman Italy haben sich Andreas Böcherer und Daniela Sämmler frühzeitig die Hawaii-Quali für 2019 gesichert.

Von > | 22. September 2018 | Aus: SZENE

Comeback geglückt: Mit dem Sieg beim Ironman Italy hat sich Andreas Böcherer frühzeitig die Qualifikation für den Ironman Hawaii 2019 gesichert (Archivbild).

Comeback geglückt: Mit dem Sieg beim Ironman Italy hat sich Andreas Böcherer frühzeitig die Qualifikation für den Ironman Hawaii 2019 gesichert (Archivbild).

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Bei der zweiten Ausgabe des Ironman Italy konnte Andreas Böcherer seiner Favoritenrolle gerecht werden. Nachdem der 35-Jährige den Ironman Frankfurt 2018 nicht ins Ziel bringen konnte und im Frühjahr nach eigener Aussage mit Übertraining beziehungsweise zu vielen Rennen in zu kurzer Zeit zu tun hatte, entschied sich Böcherer dazu, auf den Ironman Hawaii in diesem Jahr zu verzichten. Stattdessen bereitete er sich nach kurzer Pause akribisch auf das späte Ironman-Rennen in Italien vor, um das Hawaii-Ticket für 2019 schon in diesem Jahr in der Tasche zu haben.

Im Schwimmen lief es wie erwartet: Der ehemalige Profischwimmer Lukasz Wojt kam nach 45:29 Minuten aus dem Wasser und distanzierte die erste Verfolgergruppe damit um gut zwei Minuten. In dieser Gruppe befand sich auch Andreas Böcherer, der auf dem Rad die Initiative ergriff und mit dem Italiener Giulio Molinari zusammen nach vorn fuhr. Etwa nach der Hälfte der Radstrecke übernahm das Duo die Führung des Rennens. Böcherer verschärfte das Tempo weiter und fuhr als Erster mit dem schnellsten Radsplit des Tages (4:18:31 Stunden) und knapp drei Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone. Beim Marathon gab Böcherer seine Führung nicht mehr her und zeigte eine solide Laufperformance. Den Marathon lief der Deutsche in 2:48:43 Stunden und kam nach einer Gesamtzeit von 8:01:50 Stunden als Sieger ins Ziel. Giulio Molinari stieg an Position zwei liegend nach gut zehn Kilometer auf der Laufstrecke aus. Damit boten sich neue Podiumschancen für drei weitere Deutsche: Michael Rünz, Julian Mutterer und Lukasz Wojt kämpften lang um die beiden verbleibenden Plätze in den Top 3. Letztendlich konnte sich Rünz mit einem schnellen Marathon in 2:49:53 Stunden den zweiten Platz sichern (8:18:10 Stunden). Einigen Minuten hinter ihm kam Julian Mutterer nach 8:23:38 Stunden auf dem Bronzerang ins Ziel. Für beide dürfte es der jeweils größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere sein. Lukasz Wojt musste dem hohen Tempo auf dem Rad Tribut zollen, absolvierte den Marathon in 3:09:29 Stunden und belegte am Ende Rang vier (8:25:55 Stunden). Die beiden Deutschen Felix Henschel und Philipp Fahrenholz, der in Italien sein Langdistanz-Debüt gab, landeten auf den Plätzen elf und 20.

Sämmler im Frauenrennen nicht zu schlagen

Auch bei den Frauen gab es aus deutscher Sicht den erhofften Favoritensieg. Nach ihrem Erfolg bei der Challenge Roth 2018 konnte Daniela Sämmler in Italien nun ihre zweite Langdistanz in diesem Jahr gewinnen. Mit 1:32 Minuten Rückstand kam Sämmler als Dritte hinter Carolin Lehrieder und Zeljka Saban Milicic (CRO) aus dem Wasser, bevor sie in der zweiten Disziplin wieder einmal ihre große Stärke ausspielen konnte. In 4:44:00 Stunden raste Sämmler über den Radkurs und kam mit 11:36 Minuten Vorsprung vor Carolin Lehrieder in die zweite Wechselzone. Auf den 42,2 Laufkilometer ließ die 30-Jährige nichts mehr anbrennen. 3:17:28 Stunden brauchte sie für den Marathon und kam schließlich nach 9:05:49 Stunden als Erste ins Ziel. 14:02 Minuten danach folgte Gabriella Zelinka (HUN) auf Platz zwei, nach insgesamt 9:22:19 Stunden kam Bianca Steurer (AUT) als Dritte ins Ziel. Carolin Lehrieder belegte nach 9:28:22 Stunden Rang vier.