Böcherer und Stein mit Siegchancen in Frankreich

Beim Ironman 70.3 Pays d'Aix könnten Andreas Böcherer und Boris Stein in einem starken Profifeld um den Gesamtsieg mitmischen. Natascha Schmitt bestreitet nach langer Verletzungspause wieder ihr erstes großes Rennen.

Von > | 9. Mai 2018 | Aus: SZENE

Vergangene Woche überzeugte Andreas Böcherer mit seinem Sieg über die olympischen Distanz in Buschhütten - nun geht es nach Frankreich. 2015 konnte er den Ironman 70.3 Pays d\'Aix gewinnen.

Vergangene Woche überzeugte Andreas Böcherer mit seinem Sieg über die olympischen Distanz in Buschhütten - nun geht es nach Frankreich. 2015 konnte er den Ironman 70.3 Pays d'Aix gewinnen.

Foto >Marcel Hilger

Langsam kommt auch die europäische Triathlonsaison 2018 richtig in Fahrt. Mit dem Ironman 70.3 Pays d'Aix in Frankreich steht am Wochenende ein Rennen an, das traditionell ein starkes Profifeld aufweist. Diesem Ruf wird die französische Mitteldistanz auch in diesem Jahr wieder gerecht. Mit Siegambitionen dürften erneut Bertrand Billard und Denis Chevrot in den Wettkampf gehen. Bei ihrem Heimrennen machten die beiden Franzosen im vergangenen Jahr den Sieg im Zielsprint untereinander aus – mit besserem Ausgang für Billard.

Zwei Deutsche könnten dem französischen Duo allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Denn Andreas Böcherer und Boris Stein sind ebenfalls für das Rennen gemeldet. Speziell Böcherer scheint bereits früh in der Saison in bestechender Form zu sein. Nachdem er bei der Challenge Gran Canaria Zweiter wurde, verteidigte er mit einer starken Vorstellung am vergangenen Wochenende seinen Titel beim Triathlon Buschhütten über die olympische Distanz. 2015 konnte Böcherer den Ironman 70.3 Pays d'Aix auch schon mal für sich entscheiden. Nicht ganz so glatt lief der Saisonauftakt bei Boris Stein, der bei der Premiere des Ironman 70.3 Marbella um eine vordere Platzierung mitmischen wollte. Aufgrund eines Infektes musste Stein das Rennen auf der Radstrecke allerdings vorzeitig beenden. In Frankreich bekommt der 33-Jährige nun die Gelegenheit, seine Form zu testen.

Doch die Konkurrenz ist groß: Mit Cameron Wurf (AUS) findet sich ein weiterer Athlet auf der Startliste, der durch seine Ausnahmefähigkeiten auf dem Rad das Renngeschehen entscheidend mitgestalten könnte. Auch Etienne Diemunsch, Cyril Viennot (beide FRA), Manuel Küng (SUI) und Duathlon-Spezialist Kenneth Vandendriessche aus Belgien sind Kandidaten fürs Podium. Auch Marcus Herbst wird in Frankreich starten. Der Deutsche landete im vergangenen Jahr auf Platz fünf und dürfte erneut eine Top-5-Platzierung im Visier haben. Außerdem gehen die deutschen Athleten David Breuer, Julian Mutterer und Christian Brader ins Rennen. 

Natascha Schmitt mit Chancen aufs Podium? 

Im Frauenrennen gibt es ein deutsches Comeback. Nach ihren langen Verletzungspause geht Natascha Schmitt erstmals wieder bei einem großen Rennen an den Start. Im April bewies die 32-Jährige mit ihrem Sieg beim Triathlon Portocolom auf Mallorca, dass sie auf dem besten Weg ist, zu alter Stärke zurückzufinden. An einem guten Tag kann Schmitt in Frankreich vielleicht sogar der Sprung aufs Podium gelingen. Die Top-Favoritinnen auf den Sieg sind allerdings Alexandra Tondeur (BEL), Celine Schaerer (SUI) und Lisa Hütthaler (AUT). Auch Lucy Gossage (GBR), Manon Genét und Charlotte Morel (beide FRA) sind vordere Platzierungen zuzutrauen. Außer Natascha Schmitt geht keine weitere deutsche Athletin ins Rennen.