Böcherer vor Lange in Buschhütten, Funk Dritter in Italien

Während Andreas Böcherer weiterhin der "König von Buschhütten" bleibt, überzeugte Nachwuchstalent Frederic Funk bei seiner ersten Mitteldistanz in Italien mit einem starken dritten Platz.

Von > | 7. Mai 2018 | Aus: SZENE

Andreas Böcherer konnte beim Triathlon in Buschhütten seinen Titel von 2016 verteidigen (Archivbild).

Andreas Böcherer konnte beim Triathlon in Buschhütten seinen Titel von 2016 verteidigen (Archivbild).

Foto >Marcel Hilger

Für einige der besten deutschen Langdistanzler ging es am Wochenende auf der Kurzstrecke zur Sache. Beim Klassiker in Buschhütten über einen Kilometer Schwimmen, 41,9 Kilometer Radfahren und 9,6 Kilometer Laufen finden traditionell viele starke Athleten den Weg an die Startlinie. Nachdem das Rennen im vergangenen Jahr ausfiel, ging es für Andreas Böcherer um die Titelverteidigung aus dem Jahre 2016. Namhafte Konkurrenz bekam der 35-Jährige unter anderem durch den Ironman-Weltmeister Patrick Lange, Nachwuchsathlet und Top-Schwimmer Florian Angert, Jonas Hoffmann, Paul Schuster und Till Schramm. 

Wie zu erwarten, war es Florian Angert, der beim Schwimmen im 50-Meter-Becken direkt die Initiative ergriff und einen Vorsprung von etwa 25 Sekunden auf Andreas Böcherer herausschwimmen konnte. Patrick Lange verließ das Becken 40 Sekunden nach Angert. 

Böcherer und Angert fahren davon, Lange mit schnellster Laufzeit

Auf dem Rad schloss Böcherer die Lücke zu Angert relativ schnell, versuchte immer wieder zu attackieren, konnte aber seinen Konkurrenten nicht abschütteln. „Ich habe Druck gemacht, Druck gemacht, Druck gemacht. Und trotzdem konnte ich Flo einfach nicht abschütteln. Das war eine starke Vorstellung", sagte Böcherer nach dem Rennen. Der starken Radleistung von Böcherer und Angert hatte keiner der Konkurrenten etwas entgegenzusetzen. Auch nicht Ironman-Weltmeister Patrick Lange, der über zwei Minuten auf seine beiden deutschen Konkurrenten verlor. Lange überzeugte auf den 9,6 Laufkilometern im Anschluss zwar mit der Tagesbestzeit, hatte mit dem Rennausgang aber trotzdem nichts mehr zu tun. An der Spitze lief es derweil auf ein denkbar knappes Finish zwischen Böcherer und Angert hinaus, das der Buschhütten-Sieger von 2016 letztendlich mit drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Damit bleibt Andreas Böcherer auch 2018 der "König von Buschhütten". Florian Lange landete – wie bereits 2016 – auf dem zweiten Rang.

Patrick Lange komplettierte das Podium, gab sich mit seiner Leistung allerdings nicht wirklich zufrieden: "Ich habe beim Schwimmen nach 500 Metern durch eine Unachtsamkeit den Anschluss an die beiden führenden Athleten verloren. Auf dem Rad konnte ich dann heute nicht den Druck entwickeln, den ich gerne gehabt hätte. Beim abschließenden Lauf habe ich zwar wieder beweisen können, dass ich zu den schnellsten Läufern gehöre, allerdings reichte es nicht, um noch einen Platz weiter nach vorn zu rutschen. Somit muss ich mich heute mit den dritten Rang zufrieden geben", sagte der 31-Jährige nach dem Rennen. Paul Schuster, Jonas Hoffmann, Yannic Stollenwerk, Marc Rink, Till Schramm, Marco Mühlnikel und Andreas Niedrig belegten die Plätze vier bis zehn.

Das Frauenrennen in Buschhütten musste in diesem Jahr ohne große Namen auskommen. Schließlich konnte Julia Sydow vom TVG Buschhütten einen Heimsieg einfahren und mit 3:39 Minuten Vorsprung vor Dorothea Pieck gewinnen. Rang drei ging an Nine Boller vom Team TVE Netphen (2:08:41 Stunden). 

Name

Gesamt

1 km Swim

41,9 km bike

9,6 km run

1

Andreas Böcherer

1:38:52

12:15

52:45

33:53

2

Florian Angert

1:38:55

11:51

53:14

33:51

3

Patrick Lange

1:40:58

12:31

55:16

33:12

4

Paul Schuster

1:43:20

12:34

55:20

35:27

5

Jonas Hoffman

1:45:12

13:04

56:32

35:36

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Platz drei für Funk bei Mitteldistanz-Debüt in Italien

Bei der Challenge Riccione gab es einen italienischen Heimsieg für Giulio Molinari. Der 30-Jährige kam nach 4:00:58 Stunden ins Ziel und setzte sich mit 52 Sekunden Vorsprung gegen den Österreicher Thomas Steger durch. Rang drei ging an den erst 20 Jahre alten Kurzdistanzler Frederic Funk. Der deutsche Nachwuchsathlet bestritt bei der Challenge Riccione seine ersten Mitteldistanz und machte mit einer Endzeit von 4:04:31 Stunden das Podium komplett. Patrick Dirksmeier landete auf Rang sieben. Für die deutschen Profis Markus Hörmann und Markus Fachbach reichte es für die Plätze acht und zehn. 

Der Sieg im Frauenrennen ging an Yvonne van Vlerken. Mit etwas mehr als vier Minuten Vorsprung kam die Niederländerin nach 4:37:18 Stunden ins Ziel. Margie Santimaria (ITA) und Bianca Steurer aus Österreichen landeten auf den Plätzen zwei und drei. Carolin Lehrieder sicherte sich den achten Rang mit einer Endzeit von 4:55:14 Stunden.