Bozzone gelingt Triple beim Ironman Western Australia

In einem spannenden Rennverlauf konnte sich Terenzo Bozzone bei seinem Comeback-Ironman in Busselton knapp gegen Cameron Wurf durchsetzten und seinen Titel erneut verteidigen.

Von > | 3. Dezember 2018 | Aus: SZENE

Glücklicher Sieger: Terenzo Bozzone konnte den Ironman Western Australia 2016, 2017 und 2018 für sich entscheiden.

Glücklicher Sieger: Terenzo Bozzone konnte den Ironman Western Australia 2016, 2017 und 2018 für sich entscheiden.

Foto >Delly Carr

Er hat es tatsächlich geschafft: Fünf Monate nach seinem schweren Radunfall hat Terenzo Bozzone nur eine Woche nach seinem Comeback-Sieg beim Ironman 70.3 Los Cabos seinen Titel beim Ironman Western Australia erneut verteidigt und damit das Triple eingefahren. Der Neuseeländer setzte sich knapp gegen Radrakete Cameron Wurf (AUS) durch und feierte in einer Zeit von unter acht Stunden den Sieg beim ersten Ironman nach seiner langen Verletzungspause. 

Der 33-jährige Bozzone dominierte das Rennen von Beginn an und machte schon beim Schwimmen klar, dass er es – trotz der schwierigen vergangenen Monate – erneut auf die Titelverteidigung abgesehen hat. Nach 48:47 Minuten kam Bozzone als alleiniger Führender aus dem Wasser. Dahinter führte Patrick Dirksmeier die dreiköpfige Verfolgergruppe um Luke McKenzie und Cameron Wurf (beide AUS) an. Gemeinsam kam das Trio etwa eine Minute hinter Bozzone in die erste Wechselzone. In der zweiten Disziplin war es der ehemalige Radprofi Cameron Wurf, der wie zu erwarten die Initiative ergriff. Nach 20 Kilometern setzte er sich an die Spitze des Feldes und legte alles daran einen möglichst großen Vorsprung herauszufahren. Dieser Plan ging auf: Der Australier legte die schnellste Radzeit des Tages hin (4:07:13 Stunden) und erreichte die zweite Wechselzone 3:44 Minuten vor Terenzo Bozzone. Patrick Dirksmeier hatte nach dem Radfahren 16:35 Minuten Rückstand auf den Führenden und ging als Fünfter auf die Laufstrecke. 

Beim Marathon deutete sich frühzeitig ein spannender Verlauf an, denn Bozzone schlug ein höheres Tempo an als Wurf. Kurz nach Kilometer 30 schloss der Neuseeländer auf den Australier auf und beide lief Seite an Seite bis Kilometer 33. Dort konnte sich Bozzone lösen und lief mit einer Tempoverschärfung innerhalb weniger Kilometer einen Vorsprung von knapp zwei Minuten heraus. Die schnellste Marathonzeit des Tages (2:51:12 Stunden) brachte den Ironman-Western-Australia-Sieger von 2016 und 2017 mit einer Gesamtzeit von 7:56:00 Stunden den dritten Titel in Folge ein. 1:40 Minuten später erreichte Cameron Wurf das Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Matt Burton (AUS) in einer Zeit von 8:07:19 Stunden. Patrick Dirksmeier erreichte bei seinem ersten "richtigen" Ironman (der Ironman Hamburg 2018 wurde als Duathlon ausgetragen) einen starken fünften Platz (8:13:29 Stunden) mit einer soliden Laufzeit von 2:55:17 Stunden. Der zweite deutsche Profistarter, Konstantin Bachor, belegte Rang neun (8:59:36 Stunden). 

Ironman Western Australia | Männer

  1. Dezember 2018 | Busselton (AUS)

Name

Land

Gesamt

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Terenzo Bozzone

NZL

7:56:00

48:47

4:12:11

2:51:12

2

Cameron Wurf

AUS

7:57:40

49:54

4:07:13

2:56:29

3

Matt Burton

AUS

8:07:18

52:16

4:16:20

2:53:40

4

Luke McKenzie

AUS

8:09:44

49:50

4:19:29

2:56:02

5

Patrick Dirksmeier

GER

8:13:29

49:48

4:23:36

2:55:17

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Steffen mit Comeback-Sieg nach Babypause

Bei den Frauen wurde die Schweizerin Caroline Steffen ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 40-Jährige legte aufgrund ihrer Schwangerschaft zuletzt ein gutes Jahr Pause ein und gab beim Ironman Western Australia ihr Langdistanz-Comeback nach der Auszeit. Dabei knüpfte sie an ihre alte Stärke an und bewies mit der deutlich schnellsten Radzeit des Tages (4:44:51 Stunden), dass man sie noch immer auf dem Zettel haben sollte. Nach 8:49:45 Stunden überquerte sie als Siegerin mit 18:23 Minuten Vorsprung die Ziellinie. Platz zwei ging an Barbara Riveros aus Chile, die ihr Langdistanz-Debüt gab. Den Bronzerang sicherte sich Dimity-Lee Duke mit einer Gesamtzeit von 9:15:36 Stunden. Das Frauenrennen fand ohne deutsche Beteiligung statt. 

Ironman Western Australia | Männer

  1. Dezember 2018 | Busselton (AUS)

Name

Land

Gesamt

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Caroline Steffen

SUI

8:49:45

0:53:53

4:44:51

3:06:13

2

Barbara Riveros

CHI

9:08:08

0:53:59

4:58:46

3:10:55

3

Dimity-Lee Duke

AUS

9:15:36

1:00:31

4:59:08

3:10:41

4

Emily Loughnan

AUS

9:20:54

0:55:39

5:07:25

3:13:03

5

Beth McKenzie

USA

9:23:28

1:02:48

5:09:42

3:06:07

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