Bozzone gewinnt in Argentinien, Murray und Jeffcoat in Australien

Terenzo Bozzone hat einen Lauf: Nur eine Woche nach seinem Ironman-Sieg in Neuseeland hat der Kiwi in Argentinien einen Sieg über die Halbdistanz nachgelegt. Auch auf der Kurzdistanz ging es wieder zur Sache.

Von > | 11. März 2018 | Aus: SZENE

Wieder eine Australierin, die vorne mitmischt: Emma Jeffcoat gewinnt in Mooloolaba

Wieder eine Australierin, die vorne mitmischt: Emma Jeffcoat gewinnt in Mooloolaba

Foto >Delly Carr | ITU

Wenn Terenzo Bozzone in Rennform ist, dann reizt er diese auch aus. Da macht es dem Kiwi auch nichts, wenn er gerade erst eine Triathlon-Langdistanz hinter sich gebracht hat. Schon 2016 bewies Bozzone nur sechs Tage nach seinem Sieg beim Ironman Western Australia mit einem weiteren Sieg beim Ironman 70.3 Bahrain, dass er offenbar besonders schnell regenerieren kann. Und gelernt ist schließlich gelernt: Nur eine Woche nach seinem Sieg beim Ironman Neuseeland am vergangenen Wochenende legte Bozzone an diesem erneut nach und sicherte sich beim Ironman 70.3 Bariloche in Argentinien überlegen den Sieg.

Schwetz verpasst Top Ten knapp

Dabei hatte Bozzone sich das Rennen über keineswegs geschont, sondern war es offensiv angegangen. Gemeinsam mit Igor Amorelli (BRA) und Kennett Petterson (USA) setzte sich der Kiwi in Argentinien auf dem Rad deutlich von den Verfolgern um TJ Tollakson (USA) und Daniel Fontana (ITA) ab. Beim Laufen sorgte er dann endgültig für klare Verhältnisse. Weniger als fünf Kilometer brauchte Bozzone, um sich über eine Minute von seinen Konkurrenten abzusetzen. Entsprechend deutlich las sich sein Vorsprung dann auch im Ziel: In 3:58:57 Stunden gewann der Neuseeländer fast vier Minuten vor Amorelli (4:02:36) und Peterson (4:04:12). Das Rennen der Frauen entschied Alicia Kaye (USA) für sich, nachdem die sich auf dem Rad gemeinsam mit Dede Griesbauer (USA) um über sieben Minuten von der schnellsten Verfolgerin, Kurzdistanzspezialistin Pamela Oliviera (BRA), gelöst hatte. Der Brasilianerin glückte es auch noch, Griesbauer auf der Laufstrecke zu überholen und sich auf den zweiten Rang zu schieben. Kaye bekam aber auch sie nicht mehr eingefangen, und so musste sich die Brasilianerin 57 Sekunden hinter Kaye mit dem Silberrang begnügen.

Ähnlich souverän zeigte sich beim Sprint-Weltcup in Mooloolaba (AUS) Richard Murray - auch wenn er hinterher erklärte, dass es diesen Sieg in dem Weltcup, der Murray als Vorbereitungsrennen für die Commonwealth Games dient, alles andere als geschenkt gab. In einer Laufentscheidung aus einer großen Gruppe heraus hatte Murray die größten Reserven und verwies Matthew Hauser (AUS) im Endspurt klar auf den zweiten Rang, der Amerikaner Matthew McElroy wurde Dritter. Der einzige Deutsche im Feld, Maximilian Schwetz, erkannte in seinem elften Rang einen Fortschritt im Vergleich zum WM-Serienrennen vor einer Woche, das er als 34. beendet hatte. Dass die Radgruppen nach dem Schwimmen schnell zusammenfuhren und Schwetz' anfängliche Bemühungen auf dem Rad daher nicht belohnt worden, verhinderte eine Top-Ten-Platzierung des Deutschen.

Den Wettkampf der Frauen entschied, noch deutlich souveräner als Murray, die Australierin Emma Jeffcoat für sich. Sie lief die fünf Kilometer 13 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte Kirsten Kasper und siegte - da sie zudem schneller gewechselt hatte - 16 Sekunden vor der Amerikanerin. Angelica Olmo aus Italien wurde Dritte. Für die Überraschungs-Dritte vom WM-Rennen in Abu Dhabi, Natalie van Coevorden (AUS), reichte es diesmal "nur" zum fünften Platz. Deutsche Athletinnen waren nicht am Start.