Brownlee-Brüder treffen in Peking auf Blummenfelt, Kanute und Schoeman

Im Rahmen des Beijing International Triathlon am Sonntag treffen beim Rennen über die olympische Distanz ohne Windschattenfreigabe gleich mehrere Kurzdistanz-Giganten aufeinander.

Von > | 20. September 2018 | Aus: SZENE

Jonathan Brownlee (Mitte) und Kristian Blummenfelt (rechts) gehören am Wochenende beim Beijing International Triathlon zu den Topfavoriten.

Jonathan Brownlee (Mitte) und Kristian Blummenfelt (rechts) gehören am Wochenende beim Beijing International Triathlon zu den Topfavoriten.

Foto >ITU Media / Petko Beier

Obwohl das letzte Rennen der diesjährigen World Triathlon Series bereits Geschichte ist, verabschieden sich viele der weltbesten Kurzdistanzler noch nicht in die Saisonpause. Während einige von ihnen noch Weltcuprennen bestreiten, probieren andere ein ungewohntes Format aus und gehen beim renommierten "Beijing International Triathlon" in Peking an den Start. Dort werden die Profis zwar über die klassische olympische Distanz gefordert, allerdings finden die 40 Radkilometer ohne Windschattenfreigabe statt, weshalb wohl die Mehrheit der Kurzdistanzler ihr Rennrad gegen ein Zeitfahrrad eintauschen werden. 

An Spannung wird es dem Rennen wohl nicht fehlen, denn auf der Startliste finden sich so einige große Namen. Allen voran die beiden Brownlee-Brüder Alistair und Jonathan, denen das Non-Drafting-Format erfahrungsgemäß keinen Nachteil bringen sollte. Speziell Alistair Brownlee zeigte mit seinem zweiten Platz bei der Ironman-70.3-WM und durch einige schwache Kurzdistanz-Rennen mit Windschattenfreigabe, dass er sich zur Zeit auf diesem "neuen" Format wohler zu fühlen scheint. Konkurrenz bekommen der Olympiasieger und Olympiazweite vom 2016 unter anderem durch Henri Schoeman, der bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vor zwei Jahren hinter den Brüdern Bronze gewann und im Vorjahr das Rennen in Peking für sich entschied. Schoeman fiel allerdings zuletzt verletzungsbedingt aus, weshalb hinter seiner Form ein kleines Fragezeichen steht.

Dazu kommt der 24-jährige Norweger Kristian Blummenfelt, der in diesem Jahr dreimal den zweiten Platz bei einem WTS-Rennen belegte, und die WM-Serie als Gesamtfünfter beendete. Aufgrund seiner enormen Rad- und Laufstärke könnte Blummenfelt sogar die besten Siegeschancen besitzen. Gute Chancen dürfte auch Ben Kanute besitzen, der bei der Ironman-70.3-WM in Südafrika den vierten Platz belegte. Die Stärken des US-Amerikaners liegen besonders im Schwimmen und Radfahren. Zum Favoritenkreis gehören außerdem Eric Lagerstrom, der zuletzt den Ironman 70.3 Santa Cruz gewann, Cameron Dye, Ben Shaw, Jarrod Shoemaker und Mark Buckingham. 

Beflügelte Gentle nicht zu stoppen?

Auch im Frauenfeld wird es extrem schnell zur Sache gehen. Nach ihrem Heimsieg beim Grand Final in Gold Coast geht Ashleigh Gentle mit viel Rückenwind in das Rennen beim Beijing International Triathlon. Gentle dürfte im gesamten Feld die schnellste Läuferin sein und auch auf dem Rad gegenüber der direkten Konkurrenz kein großes Nachsehen haben. Geschenkt wird der Australierin allerdings nichts, denn mit Non Stanford (GBR), Radka Vodickova (CZE), Andrea Hewitt (NZL), Barbara Riveros (CHI) und Lisa Norden (SWE) sind viele weitere Topfavoritinnen am Start. Auch Paula Findlay (CAN) und Lucy Hall (GBR) kommen für vordere Platzierungen infrage.