Brownlee siegt vor Blummenfelt und Schoeman

In einem spannenden und knappen Rennen konnte Jonathan Brownlee die olympische Distanz beim Beijing International Triathlon 2018 für sich entscheiden. Bei den Frauen gewann Grand-Final-Siegerin Ashleigh Gentle.

Von > | 24. September 2018 | Aus: SZENE

Beim Beijing International Triathlon 2018 konnte sich Jonathan Brownlee seinen ersten Gesamtsieg in diesem Jahr sichern (Archivbild).

Beim Beijing International Triathlon 2018 konnte sich Jonathan Brownlee seinen ersten Gesamtsieg in diesem Jahr sichern (Archivbild).

Foto >ITU Media / Delly Carr

Freudestrahlend überquerte Jonathan Brownlee in Peking als Erster die Ziellinie. "Wie habe ich dieses Gefühl vermisst", freute sich der Brite, der sich mit dem Erfolg über die olympische Distanz ohne Windschattenfreigabe beim Beijing International Triathlon 2018 seinen ersten Sieg in dieser Saison einheimsen konnte. Und das sogar auf einem ungewohntes Format, denn bisher bestritt der jüngere Brownlee-Bruder nur ein Non-Drafting-Rennen auf Weltklasse-Niveau, welches allerdings schon einige Jahre zurückliegt und damals in Abu Dhabi stattfand. 

Die beiden schwimmstarken Kurzdistanzler Henri Schoeman (RSA) und Ben Kanute bauten, zusammen mit Jonathan Brownlee im Schlepptau, zunächst im Wasser einen Vorsprung von etwa 30 Sekunden auf. In der Gruppe dahinter folgten Alistair Brownlee (GBR), Cameron Dye, Eric Lagerstrom (beide USA), Kristian Blummenfelt (NOR) und Max Neumann (AUS). Auf dem sehr profilierten Radkurs mit über 800 Höhenmetern auf 45 Kilometern konnte Kristian Blummenfelt die Lücke zum Trio schnell schließen, sich allerdings auch nicht weit oder entscheidend absetzen. Klar war also, dass die Entscheidung zwischen den vier WTS-Startern auf der Laufstrecke fallen würde. Auch die abschließenden 10 Laufkilometer hielten jede Menge Höhenmeter und ein welliges Profil bereit. Dort präsentierte sich Jonathan Brownlee in altbewährter Form und lief in starker Manier zum Sieg. Nach 1:51:37 Stunden lief Brownlee mit neun Sekunden Vorsprung vor Blummenfelt ein. Auf Platz drei folgte - zwölf Sekunden hinter dem Norweger - Vorjahressieger Henri Schoeman. Alistair Brownlee und Ben Kanute belegten die Plätze vier und fünf. 

Gentle auch in Peking nicht zu schlagen

Im Frauenrennen ging der Kampf um den Sieg bei weitem nicht so knapp zu. Grand-Final-Siegerin Ashleigh Gentle (AUS) wurde ihrer Favoritenrolle am Ende sehr deutlich gerecht, nachdem sie auf dem Rad zunächst den Schwimmrückstand auf Lucy Hall und Non Stanford (beide GBR) aufholte und beim Laufen klar ihre Stärke ausspielte. Nach 2:05:55 Stunden erreichte Gentle schließlich als Erste das Ziel. Mit knapp zwei Minuten Rückstand (2:07:52 Stunden) ging Silber an Non Stanford. Komplettiert wurde das Podium von Lucy Hall (2:09:12 Stunden). Die Mitfavoritinnen Barbara Riveros (CHI) und Radka Vodickova (CZE) belegten die Plätze vier und fünf.