Brownlee mit starkem Rennen in Edmonton

Die Männer lieferten sich bei der WTS in Edmonton ein äußerst knappes Rennen. Bei den Frauen gewann Emma Jackson zum ersten Mal ein WTS-Rennen, Jonathan Brownlee holte sich den Sieg der Männer.

Von > | 21. Juli 2019 | Aus: SZENE

Jonathan Brownlee kann sich in dem starken Starterfeld der Herren den Sieg holen.

Jonathan Brownlee kann sich in dem starken Starterfeld der Herren den Sieg holen.

Foto >Kevin Mackinnon

Jonathan Brownlee läuft zum Sieg

Eine 750 Meter lange Schwimmrunde, fünf Radrunden mit einer Strecke von insgesamt 22 Kilometern und abschließend fünf Kilometer laufen. Dies erwartete die Starter des WTS-Rennens in Edmonton. Beim Rennen der Männer setzte sich der Weltranglistenführende Vincent Luis schnell an die Spitze des stark besetzten Männerfeldes. Marten Van Riel (BEL), Ben Kanute (USA) und Matthew Hauser (AUS) schwammen die gesamte Strecke an dessen Füßen. So kam der Franzose nach 8:32 Minuten als Erster aus dem Wasser. Der Belgier Marten Van Riel folgte ihm, aber auch Kanute, Hauser, Jonathan Brownlee (GBR) und Jacob Birtwhistle (AUS) kamen nur kurz nach Luis aus dem Wasser. 400 Meter galt es vom Schwimmausstieg zur T1 zu laufen und nach einem sehr schnellen Wechsel war es schließlich Kanute, der als Führender aufs Rad stieg. Marten Van Riel lag an zweiter Position, Jonathan Brownlee kam als Dritter aus T1. Dann folgten Vincent Luis und Matthew Hauser.

Schon bald bildeten diese fünf Athleten eine Führungsgruppe, die zunächst von Jonathan Brownlee angeführt wurde. Dahinter befanden sich mehrere kleine Verfolgergruppen, die erste Verfolgergruppe wurde von Jacob Birtwhistle angeführt, die zweite Gruppe von Javier Gomez (ESP). Jonas Breinlinger befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Verfolgergruppe mit Javier Gomez. Die Gruppe um Vincent Luis hielt in toller Teamarbeit ihren Abstand auf die Verfolger, während sich die beiden Verfolgergruppen zu einer großen Gruppe zusammenschlossen. Nach der zweiten Radrunde lag die Gruppe 26 Sekunden zurück und bestand aus mehr als 20 Athleten. Jacob Birtwhistle, der in Hamburg noch im Zielsprint den Sieg holen konnte, musste nach einer halben Stunde das Rennen vorzeitig beenden. In der Verfolgergruppe fuhren unter anderem die starken Läufer Mario Mola und Hayden Wilde (NZL). Nach der Hälfte der Radstrecke betrug der Rückstand weiterhin knapp eine halbe Minute. Nach der fünften Runde fuhren Jonathan Brownlee, Vincent Luis, Matthew Hauser, Marten Van Riel und Ben Kanute als Führende in die zweite Wechselzone, das restliche Feld folgte geschlossen 17 Sekunden später.

Die Aufholjagd des Mario Mola

Nach dem Radfahren wurden dann die Karten neu gemischt. Hier war es der junge Australier Matthew Hauser, der als Erster nach 39:50 Minuten die Wechselzone verließ. Es folgten Brownlee, Luis, Van Riel und Kanute. Dann kam die große Verfolgergruppe in der sich auch Mario Mola, Hayden Wilde und Javier Gomez befanden. Nach der ersten von zwei Laufrunden hatte sich Jonathan Brownlee an die Spitze gesetzt. Während sich Brownlee und Van Riel einen Vorsprung von wenigen Sekunden auf Hauser, Luis und Kanute herausliefen, setzte Mario Mola zusammen mit Hayden Wilde zur Aufholjagd an. Nach etwa der Hälfte der Laufstrecke hatten Brownlee und Van Riel schon einen großen Vorsprung herausgelaufen. Jetzt hatte auch die Stunde von Mario Mola geschlagen. Der Spanier lief in seiner stärksten Disziplin nicht nur die Lücke zu, sondern flog an Luis, Hauser und Kanute vorbei und hatte das Führungsduo fest im Blick. Mit dabei war auch Hayden Wilde, der ebenfalls an den drei Athleten vorbeilief und sich an die Fersen von Marten Van Riel heftete.

Die letzte Runde begann und der Brite Brownlee übernahm die Führung. Marten Van Riel musste abreißen lassen und auch Mario Mola passieren lassen. Jonathan Brownlee lief schließlich nach einem starken Rennen nach 54:52 Minuten als Erster ins Ziel. Zweiter wurde der Spanier Mario Mola (54:57 Minuten), Marten Van Riel belegte mit 55:02 Minuten Platz drei. Hayden Wilde wurde Vierter und Vincent Luis belegte den fünften Platz. Jonas Breinlinger landete mit 57:29 Minuten auf Rang 29.

2019 ITU World Triathlon Series Edmonton | Männer

ITU World Triathlon Series 2019, Edmonton (Kanada)

Name

Land

Gesamt

750 m Swim

22 km bike

5 km Run

1

Jonathan Brownlee

GBR

0:54:52

0:08:37

0:29:58

0:15:01

2

Mario Mola

ESP

0:54:57

0:09:01

0:29:48

0:14:47

3

Marten Van Riel

BEL

0:55:02

0:08:34

0:30:00

0:15:10

4

Hayden Wilde

NZL

0:55:07

0:09:12

0:29:45

0:14:56

5

Vincent Luis

FRA

0:55:13

0:08:32

0:29:56

0:15:21

6

Morgan Pearson

USA

0:55:19

0:08:53

0:30:02

0:15:07

7

Ben Kanute

USA

0:55:28

0:08:35

0:30:00

0:15:37

8

Fernando Alarza

ESP

0:55:30

0:09:10

0:29:52

0:15:09

9

Tyler Mislawchuk

CAN

0:55:33

0:08:49

0:30:03

0:15:23

10

Alessandro Fabian

ITA

0:55:38

0:08:59

0:29:50

0:15:29

11

Matthew Hauser

AUS

0:55:44

0:08:35

0:29:58

0:15:55

12

Simon Viain

FRA

0:55:48

0:09:13

0:29:39

0:15:36

13

Max Studer

SUI

0:55:50

0:09:04

0:29:47

0:15:41

14

Davide Uccellari

ITA

0:55:55

0:09:07

0:29:49

0:15:38

15

Vasco Vilaca

POR

0:55:56

0:09:20

0:29:47

0:15:34

29

Jonas Breinlinger

GER

0:57:29

0:08:57

0:29:50

0:17:16

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Emma Jackson siegt vor Summer Rappaport und Ashleigh Gentle

Erster WTS-Sieg für Emma Jackson.

Erster WTS-Sieg für Emma Jackson.

Foto >Kevin Mackinnon

Beim WTS-Rennen im kanadischen Edmonton gingen die Frauen um 15.30 Uhr Ortszeit auf die Strecke. Beim Schwimmen war es Summer Rappaport aus den USA, die nach 9:24 Minuten als Erste aus dem 24 Grad warmen Wasser kam, bei dem kein Neoprenanzug erlaubt war. Es folgten die Spanierin Sara Sala (9:26 Minuten) und die Britin Sophie Coldwell (9:28 Minuten). Taylor Spivey lag auf Position vier.

Gleich zu Beginn der zweiten Disziplin hatte sich eine Gruppe von drei Athletinnen, bestehend aus Taylor Spivey, Sophie Coldwell und Summer Rappaport, herausgebildet. Danach folgte mit knapp 17 Sekunden Rückstand die Verfolgergruppe, in der sich auch Ashleigh Gentle (AUS) befand. Nach der ersten Runde erweiterte sich diese Führungsgruppe. Gentle konnte auf Position zwei nach vorn fahren und eine kleine Gruppe um Emma Jackson und Chelsea Burns schloss auf. Eine Gruppe aus 19 Athletinnen hatte zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung von 30 Sekunden zum Rest des Feldes. Nach 44:14 Minuten kam Taylor Spivey als erste Athletin in die zweite Wechselzone. Dicht gefolgt von einer großen Gruppe, in der sich auch Ashleigh Gentle, Summer Rappaport und Emma Jackson befanden.

Emma Jackson läuft an die Spitze

Die abschließenden fünf Kilometer wurden in zwei Runden durchlaufen. Die Australierin Jaz Hedgeland, Sara Sala und Sophie Coldwell kamen als Erste aus T2. Die zweite Gruppe, angeführt von Taylor Spivey, lag zu diesem Zeitpunkt nur vier Sekunden zurück. Die darauffolgende Verfolgergruppe, in der sich auch die deutsche Athletin Lena Meißner befand, lag zu diesem Zeitpunkt schon 40 Sekunden zurück. Summer Rappaport, zu Beginn des Laufens noch an Position elf liegend, entschied sich für eine offensive Renngestaltung und lief bereits nach dem ersten Kilometer an der Spitze. Gentle war ihr dicht auf den Fersen. Aber auch Emma Jackson und Taylor Spivey folgten mit nur zwei Sekunden Rückstand. Während Spivey abreißen lassen musste, lief Emma Jackson die Lücke zu und schloss zu Rappaport auf. Der Rest des Feldes hatte sich deutlich auseinandergezogen. Nach 1:01:23 Stunden lief Emma Jackson als Erste über die Ziellinie und verwies damit Summer Rappaport auf Platz zwei (1:01:25 Stunden). Für Jackson ist es der erste Sieg der World Triathlon Series. Ashleigh Gentle komplettierte das Podium mit einer Zeit von 1:01:27 Stunden. Lena Meißner belegte mit einer Zeit von 1:03:29 Stunden Rang 19.

2019 ITU World Triathlon Series Edmonton | Frauen

ITU World Triathlon Series 2019, Edmonton (Kanada)

Name

Land

Gesamt

750 m Swim

22 km bike

5 km Run

1

Emma Jackson

AUS

1:01:23

0:09:57

0:33:19

0:16:38

2

Summer Rappaport

USA

1:01:25

0:09:24

0:33:53

0:16:41

3

Ashleigh Gentle

AUS

1:01:27

0:09:55

0:33:24

0:16:44

4

Claire Michel

BEL

1:01:38

0:09:54

0:33:24

0:16:54

5

Taylor Spivey

USA

1:01:47

0:09:29

0:33:44

0:17:05

6

Lisa Perterer

AUT

1:01:51

0:10:00

0:33:17

0:17:06

7

Jaz Hedgeland

AUS

1:01:55

0:09:43

0:33:31

0:17:16

8

Jolanda Annen

SUI

1:02:04

0:09:37

0:33:38

0:17:20

9

Nicole Van Der Kaay

NZL

1:02:05

0:09:50

0:33:23

0:17:22

10

Kelly-Ann Perkins

AUS

1:02:09

0:09:36

0:33:41

0:17:25

11

Yuko Takahashi

JPN

1:02:14

0:09:40

0:33:34

0:17:31

12

Ainsley Thorpe

NZL

1:02:23

0:09:36

0:33:40

0:17:41

13

Beth Potter

GBR

1:02:27

0:09:42

0:34:06

0:17:09

14

Valerie Barthelemy

BEL

1:02:27

0:09:36

0:33:39

0:17:45

15

Sophie Coldwell

GBR

1:02:59

0:09:28

0:33:48

0:18:18

19

Lena Meißner

GER

1:03:29

0:10:08

0:33:41

0:18:10

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