Brownlee trifft bei Heimrennen auf Mola, Schoeman, Luis und Co.

Bei vierten WTS-Rennen der Saison muss sich Jonathan Brownlee bei seinem Heimspiel starker Konkurrenz stellen. Währenddessen findet das Frauenrennen ohne Flora Duffy statt, die verletzt aussetzen muss.

Von > | 7. Juni 2018 | Aus: SZENE

2017 konnte sich Jonathan Brownlee bei seinem Heimrennen den zweiten Platz hinter seinem Bruder Alistair sichern.

2017 konnte sich Jonathan Brownlee bei seinem Heimrennen den zweiten Platz hinter seinem Bruder Alistair sichern.

Foto >ITU Media / Delly Carr

Am Sonntag wartet in Leeds das vierte Rennen der World Triathlon Series 2018 auf die weltbesten Kurzdistanzler. Über die olympische Distanz geht es ab 13:06 Uhr für die Frauen und ab 15:51 Uhr für die Männer zur Sache. Besonders für Jonathan Brownlee dürfte es ein besonderes Rennen werden: Nicht nur, weil der Brite bei den vergangenen beiden WTS-Rennen in Bermuda und Yokohama aussetzen musste und am Wochenende ein kleines Comeback feiert, sondern in erster Linie, weil es das Heimrennen des 28-Jährigen ist. Auch Bruder und Doppel-Olympiasieger Alistair Brownlee war ursprünglich für das Rennen gemeldet, befindet sich nun allerdings nicht mehr auf der Startliste. Im vergangenen Jahr feierten die beiden Briten bei ihrem heimischen Wettkampf einen spektakulären Doppelsieg, bei dem Alistair Brownlee kurz vor seinem Bruder ins Ziel kam. Jonathan Brownlee wird sicherlich mit dem Ziel ins Rennen gehen, seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr zu verbessern. 

Die Konkurrenz ist allerdings gewohnt stark: Der zweifache Weltmeister und aktuell Führende in der WTS-Gesamtwertung, Mario Mola, wird auch in Leeds wieder an der Startlinie stehen, nachdem er dieses Jahr bereits das WTS-Rennen in Yokohama gewann. Auch Jacob Birtwhistle (AUS), Henri Schoeman (RSA) und Vincent Luis aus Frankreich sind ernsthafte Kandidaten für den Tagessieg. Hinzu kommen Kristian Blummenfelt (NOR) und Richard Murray (RSA), die bisher keinen glücklichen Saisonverlauf erlebt haben, allerdings das Rennen bei gewohnter Form auch gewinnen können. Darüber hinaus stehen in Person von Tyler Mislawchuk (CAN), Pierre Le Corre (FRA), Ryan Bailie (AUS), Joao Silva (POR), Lé Bergere (FRA) und Aaron Royle (AUS) noch eine Vielzahl von Podiumsanwärtern am Start. Auch Casper Stornes, der norwegische Überraschungssieger vom Rennen aus Bermuda, ist mit von der Partie. Für Deutschland geht bei den Männern ausschließlich Jonas Schomburg ins Rennen.

Duffy verzichtet verletzt, Lindemann mit guten Chancen

Nachdem sie die vergangenen beiden Rennen klar dominierte und gewann, muss die zweifache Kurzdistanz-Weltmeisterin Flora Duffy relativ kurzfristig auf ihren geplanten Start in Leeds verzichten. Eine Verletzung sei wieder aufgebrochen und mache einen Start unmöglich. Sie wolle sich zuerst darauf konzentrieren, wieder komplett gesund und schmerzfrei zu werden und hoffe darauf, beim WTS-Rennen in Hamburg wieder dabei sein zu können. Man darf also in Leeds auf einen offenen Schlagabtausch mit ungewissem Ausgang hoffen. Zu den Favoritinnen gehören unter anderem Katie Zaferes und Kirsten Kasper (beide USA). Auch Rachel Klamer (NED), die 2018 den WTS-Auftakt in Abu Dhabi gewann, Vicky Holland, Non Stanford und Jodie Stimpson (alle GBR) ist der Sieg zuzutrauen. Vordere Platzierungen dürften auch Laura Lindemann, Ashleigh Gentle (AUS), Yuka Sato (JPN) und Andrea Hewitt (NZL) im Visier haben. Als zweite deutsche Starterin neben Laura Lindemann geht Sophia Saller ins Rennen.