Alex Yee läuft 13:29 über 5.000 Meter, Doppelsieg von Buschhütten, Römerman und Mixed-Relay

Während die Teams aus Buschhütten die Bundesligarennen in Tübingen dominierten, stellte Youngster Alex Yee in London über 5.000 Meter eine neue persönliche Bestzeit von 13:29 Minuten auf.

Von > | 22. Juli 2019 | Aus: SZENE

Der Franzose Dorian Conix vom EJOT Team Buschhütten gewinnt das Bundesligarennen in Tübingen vor Ryan Sissons (ebenfalls Buschhütten) und Luke Burns (ProAthletes KTT 01).

Der Franzose Dorian Conix vom EJOT Team Buschhütten gewinnt das Bundesligarennen in Tübingen vor Ryan Sissons (ebenfalls Buschhütten) und Luke Burns (ProAthletes KTT 01).

Foto >DTU/ Jörg Schüler

Einzel- und Teamsiege für Buschhütten beim Bundesligarennen in Tübingen 

Beim dritten Bundesligarennen der Saison in Tübingen über die Sprintdistanz konnten die beiden Mannschaften des EJOT Team Buschhütten sowohl das Frauen- als auch das Männerrennen für sich entscheiden. Nach dem Wettkampf in Düsseldorf vor vier Wochen lag die Mannschaft aus Potsdam in der Gesamtwertung der 1. Triathlon Bundesliga vor dem Rennen in Tübingen zunächst noch vorn. Vorjahres- und Seriensieger Buschhütten sorgte mit dem Tagessieg allerdings wieder für einen Führungswechsel. Mit einer Platzziffer von 29 landete die Mannschaft aus dem Siegerland vor den überraschend starken Darmstädtern (Platzziffer 48) und dem Team Saar (Platzziffer 69). Den Einzelsieg bei den Männern sicherte sich der Franzose Dorian Coninx (EJOT Team Buschhütten), der 2019 das erste WTS-Rennen seiner Karriere in Bermuda gewann. Hinter ihm landeten Ryan Sissons (ebenfalls Buschhütten) und Luke Burns (ProAthletes KTT 01) auf den Plätzen zwei und drei. Bester Deutscher wurde Lasse Priester auf Rang fünf (KiologIQ Team Saar). 

Im Frauenrennen setzte sich Buschhütten äußerst knapp mit zehn Platzziffern gegen das Team vom Krefelder Kanu Klub (Platzziffer 11) und das Team Griesheim (Platzziffer 38) durch. Auch dabei gab es einen französischen Einzelsieg: Emmie Charayron (EJOT Team Buschhütten) gewann vor Caroline Pohle und Petra Kurikova (beide Krefeld). Buschhütten hat an der Tabellenspitze nun sieben Punkte Vorsprung auf Potsdam, die Vierter in der Tageseinzelwertung wurden.

Emma Jeffcoat vom EJOT Team Buschhütten sichert sich den Tagessieg vor den beiden Krefelderinnen Caroline Pohle und Petra Kurikova.

Emma Jeffcoat vom EJOT Team Buschhütten sichert sich den Tagessieg vor den beiden Krefelderinnen Caroline Pohle und Petra Kurikova.

Foto >DTU/ Jörg Schüler

Alex Yee läuft 13:29 Minuten über 5.000 Meter in der Diamond League

Der britische Youngster Alex Yee (21 Jahre), der neben seiner Triathlonkarriere ebenfalls eine beachtliche Laufbahn als Läufer aufzuweisen hat, gilt trotz seines jungen Alters schon jetzt als einer der schnellsten Läufer, die es im Triathlon bisher gegeben hat. Bewertet man nur die reinen Laufleistungen, hat es bisher noch keinen Triathleten gegeben, der mit Yee konkurrenzfähig gewesen wäre. Der 21-jährige Brite nutzte am Wochenende die Station der Diamond League in seiner Heimat London dazu, um seine Laufform ein weiteres Mal unter Beweis zu stellen. Über die 5.000 Meter belegte Yee Platz zwölf mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 13:29.18 Minuten (vorherige Bestzeit 13:34.12 Minuten) und zeigte ein weiteres Mal, dass das Triathlontraining seinen Lauffähigkeiten in der Weltspitze nicht zu schaden scheint – ganz im Gegenteil. Hagos Gebrhiwet aus Äthiopien gewann das Rennen in 13:01.86 Minuten vor dem norwegischen 5.000-Meter-Debütanten Jakob Ingebrigtsen, der mit 13:02.03 Minuten direkt einen nationalen Rekord aufstellte. 

Hackenjos und Brüstle gewinnen Römerman in Ladenburg

Das traditionsreiche Rennen über die olympische Distanz bei der Jubiläumsausgabe des 25. Römerman in Ladenburg gewannen in einem stark besetzten Feld Timo Hackenjos vom hep Performance Team Neckarsulm und Karoline Brüstle vom TV Mengen. Auch dieses Jahr wurde der Römerman als Teil des Triathlon-Cup Rhein-Neckar ausgetragen. Bei den Männern setzte sich Hackenjos nach 2:10:11 Stunden gegen Maximilian Saßerath (Team Nikar Heidelberg / 2:11:40 Stunden) und Markus Rolli (Team Dietrich / 2:13:19 Stunden) durch. Malte Plappert (2:14:48 Stunden) und Julian Erhardt (2:16:10 Stunden) belegten die Ränge vier und fünf. Bei den Frauen kam Karoline Brüstle nach 2:28:17 Stunden vor Jenny Schulz (Skills 04 Frankfurt / 2:30:18 Stunden) und Simone Hofmann (TSV Amicitia Viernheim / 2:31:50 Stunden) ins Ziel. Rang vier ging an Natascha Schmitt, die nach 2:35:31 Stunden die Ziellinie überquerte. Florian Angert, der das Einzelrennen bereits viermal gewann, holte sich in diesem Jahr den Tagessieg mit der Staffel seines Heimatvereins TSV Soprema Mannheim. Zur Endzeit von 2:08:47 Stunden steuerte Angert als ehemaliger Schwimmer den schnellsten Einzelsplit des Tages in der ersten Disziplin bei: 18:14 Minuten. 

Junge Mixed-Staffel auf Platz zehn in Edmonton

Einen Tag nach den Einzelrennen der World Triathlon Series in Edmonton wurde das Mixed-Team-Relay ausgetragen. Deutschland schickte mit Lena Meißner, Jannik Schaufler, Annika Koch und Tim Hellwig ein sehr junges Team ins Rennen, bei dem es in erster Linie darum ging, Erfahrung zu sammeln. Gewinnen konnte das Rennen das ebenfalls junge Team aus Neuseeland. Mit einem Team, in dem alle vier Athleten unter 23 Jahre alt sind, lieferte das neuseeländische Team ein starkes Rennen in Edmonton ab und fuhr damit den ersten Sieg in der World Triathlon Mixed Relay Series ein. Zweiter wurde das Team aus Großbritannien um Einzelsieger Jonathan Brownlee. Die US-Amerikaner vervollständigten das Podium. Das deutsche Team belegte den zehnten Platz.

Neef holt Triple am Schliersee, Wilmsmann gewinnt Frauenrennen 

Beim 32. Alpentriathlon Schliersee gewann der 30-jährige Regensburger Sebastian Neef zum dritten Mal das Rennen über die olympische Distanz. Nach den Siegen 2016 und 2018 war Neef auch in diesem Jahr nicht zu schlagen und überquerte nach 2:10:47 Stunden mit deutlichem Vorsprung als Erster die Ziellinie. Sebastian Neef freute sich im Ziel sichtlich über seinen Erfolg: „Letzte Woche war ich noch beim 24-Stunden-Rennen in Kelheim, daher war ich selber überrascht, wie gut es doch lief. Es ist geil, dass man sich hier das Finish so hart erkämpfen muss, da muss jeder erst einmal durchkommen, ganz egal wie die Konkurrenz ist. Jeder der hier heute ins Ziel kommt, hat meinen höchsten Respekt“, sagte der Regensburger nach seinem dritten Erfolg am Schliersee. „Radfahren ist meine Lieblingsdisziplin und bei so einer Strecke pusht man sich da besonders gern“, erklärte Neef, der als Highlight für 2019 die XTERRA-WM auf Maui geplant hat.  Platz zwei und drei beim anspruchsvollen Traditionsrennen gingen an Thomas Tietz (2:20:13 Stunden) und Andreas Lenz (2:20:49 Stunden).

Bei den Frauen entschied Lisa Marie Wilmsmann das Rennen nach einem spannenden Zweikampf mit einer Zeit von 2:39:28 Stunden für sich. „Ich komme aus Holzkirchen, wohne aber seit kurzer Zeit im Allgäu. Hier beim Alpentriathlon zu gewinnen, war schon immer mein Traum“, freute sich Wilmsmann über ihren überraschenden Sieg. Rang zwei ging an Renate Forsten (2:40:05 Stunden), die gut zwei Minuten vor der Drittplatzierten Sonja Herzog (2:42:21 Stunden) einlief.