Buschhütten gewinnt Meisterschaft, Schramm und Schulz den Ostseeman und Reichel in Frankfurt

Für jeden Geschmack und jede Distanz hat es am vergangenen Wochenende Triathlon-Veranstaltungen gegeben: Bundesliga-Finale in Berlin, Ostseeman, Frankfurt City Triathlon, Ironman Tallinn, Norseman und Xterra-EM. Hier sind die Resultate in unserem Ticker vom Wochenende.

Von > | 5. August 2019 | Aus: SZENE

Der Sieger des Männerrennens in Berlin: Richard Murray holt sich mit seinem Team aus Buschhütten erneut die deutsche Meisterschaft in der 1. Triathlon Bundesliga.

Der Sieger des Männerrennens in Berlin: Richard Murray holt sich mit seinem Team aus Buschhütten erneut die deutsche Meisterschaft in der 1. Triathlon Bundesliga.

Foto >DTU/Petko Beier

Buschhütten wird erneut zweifacher Deutscher Meister

Das Ejot Team TV Buschhütten hat sich in der 1. Triathlon Bundesliga erneut sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen den deutschen Meistertitel gesichert. Beim vierten Liga-Rennen im Rahmen der "Finals" gewannen die beiden Teams aus Buschhütten die Wettkämpfe. Der Sieg im Frauenrennen ging jedoch erneut denkbar knapp an das Team aus dem Siegerland. Wie bereits vor zwei Wochen in Tübingen gewann Buschhütten mit nur einer Platzziffer Vorsprung. Zweiter wurde das Team Triathlon Potsdam, Rang drei ging an das Schwalbe Team Krefelder Kanu Klub. Das Damenteam aus Buschhütten gewann somit alle vier Rennen der Saison 2019 und baute die Meisterschaftsserie auf Titel in Serie aus. Hinter den Siegerländern landet das Team aus Potsdam auf Platz zwei in der Gesamt-Meisterschaftswertung. Der dritte Platz im Gesamtranking geht an das Team Rea Card Team TuS Griesheim. 

Einen Tag nach den Damen haben sich auch die Herren aus Buschhütten erneut den deutschen Meistertitel gesichert. Für Buschhütten war es der mittlerweile neunte deutsche Meistertitel in Serie und der insgesamt zehnte der Vereinsgeschichte. Buschhütten gewann mit dem Erfolg in Berlin drei der vier Rennen der Serie. Den zweiten Platz beim Abschlussrennen belegten die Athleten vom KiologlQ Team Saar, Rang drei ging an das Team Triathlon Potsdam. In der Gesamt-Wertung ist das Team aus Potsdam ebenfalls auf Platz zwei gelandet vor dem Team Saar. 

Schramm und Schulz mit deutlichen Siegen und zwei neuen Streckenrekorden beim Ostseeman

Till Schramm, der den Osteeman bereits drei Mal gewinnen konnte, ließ auch in diesem Jahr seine Konkurrenz beim Ostseeman in Glücksburg deutlich hinter sich. Nach 8:24:11 Stunden überquerte Schramm die Ziellinie nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,2 Kilometern Laufen zum vierten Mal als Sieger des Ostseeman. Mit dieser Zeit stellte der 34-Jährige bei der 18. Auflage des Rennens an der Flensburger Förde einen neuen Streckenrekord auf und unterbot die fünf Jahre alte Bestmarke des Rostockers Christian Nitschke um eine halbe Minute.Christian Altstadt kam nach 8:40:15 Stunden an Position zwei ins Ziel. Der drittplatzierte Niederländer Bert Van Veen benötigte 9:06:14 Stunden. Jenny Schulz gewann das Rennen der Frauen in 9:12:03 Stunden mit einem beachtlichen Vorsprung gegenüber der zweitplatzierten Nicole Klein (10:09:21 Stunden) und Bianca Grosse (10:18:19 Stunden), die als drittschnellste Frau ins Ziel kam. Schulz war ebenfalls in Rekordtempo unterwegs: Die 35-jährige Frankfurterin verbesserte auf der leicht veränderten Strecke ihren eigenen Ostseeman-Streckenrekord aus dem Vorjahr um 14 Sekunden.

Reichel und Zimmermann gewinnen Mitteldistanz in Frankfurt

Der Frankfurt City Triathlon zählt zu einer der größten Triathlon-Veranstaltungen Deutschlands und ist Bestandteil des Rennkalenders vieler Profi-Athleten. Auch in diesem Jahr gingen in der Mainmetropole neben zahlreichen Agegroupern einige Profis an den Start. Die Mitteldistanz konnte Horst Reichel in 3:29:10 Stunden für sich entscheiden, der am vergangenen Wochenende den Ironman Hamburg auf der Laufstrecke aufgrund von muskulären und energetischen Problemen vorzeitig beenden musste. Reichel gewann das Rennen in Frankfurt über die Mitteldistanz bereits im vergangenen Jahr. Platz zwei sicherte sich Lukasz Wojt, der 1:10 Minuten nach Reichel ins Ziel kam. Marc Eggeling wurde Dritter (3:33:23 Stunden). Bei den Frauen lieferte Laura Zimmermann mit 3:52:08 Stunden die schnellste Zeit ab und überquerte die Ziellinie als Siegerin der Mitteldistanz. Anna-Lena Pohl kam nach 3:58:07 Stunden als zweite Frau ins Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Lisa Gerß (4:00:25 Stunden). Auf der olympischen Distanz gewann Boris Stein in einer Zeit von 1:55:57 Stunden.

Kristin Liepold erkämpft sich Platz zwei in Tallinn

Kristin Liepold hat sich auf den letzten Kilometern beim Ironman Tallinn noch einen starken zweiten Platz gesichert. Der Sieg ging an die Britin Corinne Abraham (8:55:22 Stunden), die rund neun Minuten vor Liepold (9:04:08 Stunden) ins Ziel kam. Dritte wurde die Britin Kimberley Morrison (9:04:23 Stunden). Dass Liepold am Ende noch auf Podium steht, war bis kurz vor dem Ende des Rennens noch nicht absehbar. Bei Kilometermarke 37,6 lag sie noch auf Rang vier mit rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf die Zweite. Die zweite deutsche Starterin Sabrina Harpaintner kam als Sechste (9:44:55 Stunden) ins Ziel und war somit die letzte Finisherin des kleinen Profi-Starterfelds bei der Langdistanz in Estland, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattgefunden hat. Ein Männer-Profistarterfeld gab es bei der zweiten Auflage des Rennens nicht. 

Lucy Gossage und Hans Christian holen sich beim Norseman den XTRI-Weltmeistertitel

Lucy Gossage (GBR) und Hans Christian Tungesvik haben sich beim Norseman den XTRI-Weltmeistertitel geholt. Die WM fand parallel zum regulären Norseman-Rennen statt und die Teilnehmer mussten sich im Vorfeld, ähnlich wie für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, für den Wettkampf qualifizieren. Gossage gewann den Dreikampf unter extremen Bedingungen relativ deutlich mit einer Zeit von 11:27:12 Stunden. Ihre Landsfrau Flora Colledge kam nach 11:56:53 als Zweite ins Ziel. Dritte wurde die Norwegerin Line Mari Langseth (12:08:09 Stunden). Bei der XTRI-Weltmeisterschaft der Männer gab es ein rein norwegischen Podium. Hans Christian Tungesvik (9:59:40 Stunden) gewann knapp vor Allan Hovda (10:00:52 Stunden) und Jarle Wermskog (10:18:04 Stunden). 

Das reguläre Rennen des Norseman gewann bei den Frauen die Niederländerin Danne Boterenbrood (13:13:59 Stunden) vor der Kanadierin Maggie Fournier (13:45:19 Stunden) und der Norwegerin Ann Åse Stava (13:46:35 Stunden). Bei den Männern verpasste der deutsche Starter Jörn Basel mit Platz vier (11:38:24 Stunden) denkbar knapp das Podium, das mit Fredrik Linge Johnsen (10:47:55 Stunden), Mathias Almenningen (11:22:51 Stunden) und Nikolai Tefre Lunder (11:27:55 Stunden) aus drei norwegischen Athleten bestand. Mit Ulf Zimmermann auf Platz acht (11:47:38 Stunden) schaffte es ein weiterer Athlet in die Top 10. 

Arthur Serrieres und Morgane Riou gewinnen bei Xterra-EM in Tschechien 

Zwei französische Sieger bei der Xterra-Europameisterschaft im tschechischen Prachatice: Den Wettkampf der Männer und die EM-Krone der Xterra-Serie sicherte sich Arthur Serrieres (2:31:41 Stunden) vor dem Spanier Ruben Ruzafa (2:32:04 Stunden) und dem Südafrikaner und Titelverteidiger Bradley Weiss (2:34:14 Stunden). Das Rennen der Frauen entschied Morgane Riou (3:01:03 Stunden) knapp vor der Tschechin Helena Karaskova-Erbenova (3:01:48 Stunden) und der Schweizerin Loanne Duvoisin (3:02:28 Stunden) für sich.