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Kona-Quali für Sanders und Goesch
Cameron Wurf gewinnt Ironman Copenhagen mit Streckenrekord

Der Australier Cameron Wurf hat den Ironman Copenhagen 2021 gewonnen. Lionel Sanders und Henrik Goesch holen sich die letzten Kona-Slots für den verschobenen Ironman Hawaii.

Getty Images for IRONMAN Cameron Wurf gewinnt den Ironman Copenhagen 2021 mit neuem Streckenrekord.

Der Australier Cameron Wurf hat den Ironman Copenhagen für sich entschieden. Nach einer überragenden Radleistung konnte sein kanadischer Widersacher Lionel Sanders auf dem Marathon zwar Boden gut machen, musste sich dann mit einer Weltklasse-Laufleistung aber mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Sanders freute sich im Ziel sichtlich über das Erreichen seines Hauptziels: der Qualifikation für den Ironman Hawaii.

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Wojt schwimmt Kursrekord

Beim Schwimmen und auf den ersten Radkilometern führte zunächst ein Deutscher: Lukasz Wojt war in 43:57 Minuten einsam unterwegs zum neuen Schwimmkursrekord dieses Rennens, erst zwei Minuten nach dem Ex-Schwimmer erreichten die ersten Konkurrenten die erste Wechselzone. Die hohen Favoriten Lionel Sanders und Cameron Wurf ließen etwas über fünf Minuten auf sich warten. Vor allem Sanders knüpfte damit an seine gute Schwimmleistung aus dem Tri Battle Royale vor fünf Wochen gegen Jan Frodeno an und zeigte erneut, dass er sich in der ersten Disziplin in diesem Jahr stark verbessert hat.

Wurf fährt 44,6 km/h

Wojts Vorsprung überstand die erste der beiden Radrunden, hielt bei perfekten Triathlonbedingungen von sonnigen 20 Grad und wenig Wind über 110 Kilometer lang, bevor der Deutsche die Führung an den Australier Cameron Wurf abgeben musste. Wurf fuhr in 4:02:19 Stunden nah an die 4-Stunden-Schallmauer heran – so schnell wie niemand je zuvor in diesem Rennen. Der Australier blieb damit fast zehn Minuten unter den Radsplits der Konkurrenz und erreichte die zweite Wechselzone sechseinhalb Minuten vor Wojt. Nach dem Schweden Jesper Svensson, der eine weitere Minute zurücklag, traf Sanders in einer elfköpfigen Gruppe neun Minuten nach Wurf zurück in der City ein.

Lionel Sanders hat auf dem Rad keine Chance, mit dem Tempo von Cameron Wurf mitzugehen.

Nach fünf Laufkilometern hatte auch Svensson Wojt gestellt, parallel begann die Aufholjagd des Kanadiers: Schnell arbeitete sich Sanders auf den vierten Platz vor, zog nach 15 Kilometern ebenfalls an Wojt vorbei und lag ab diesem Zeitpunkt auf dem ersehnten Quali-Platz für den Ironman Hawaii: Zwei letzte Männer-Slots für das auf Februar verschobene Rennen wurden in Kopenhagen vergeben, Wurf jedoch hat seinen Startplatz bereits seit dem Ironman Italy im Jahr 2019 sicher. Nach 25 Kilometern schloss Sanders auch zu Svensson auf und machte sich sogar noch auf die Jagd nach Wurf. Bis auf 1:20 Minuten kam Sanders an Wurf, den er in letzter Zeit immer wieder als seinen “Coach” bezeichnet hatte, heran, musste am Ende aber seinem hohen Zwischentempo Tribut zollen.

Wurf mit Streckenrekord, Sanders und Goesch mit Quali

Mit dem neuen Streckenrekord von 7:46:06 Stunden konnte sich Wurf im Ziel 3:18 Minuten lang feiern lassen, bevor Sanders nach einem Weltklasse-Marathon von 2:43:50 Stunden als Zweiter finishte. Als Dritter freute sich der für Darmstadt in der Bundesliga aktive Finne Henrik Goesch nicht nur über das zweite Kona-Ticket in diesem Rennen, sondern mit 7:52:10 Stunden auch über einen neuen finnischen Rekord, den bisher der legendäre Pauli Kiuri seit seinem Roth-Sieg 1991 mit 8:04:54 Stunden gehalten hatte.

Getty Images for IRONMAN Henrik Goesch, Lionel Sanders und Cameron Wurf nach dem Zieleinlauf.

Sowieja mit guter Laufleistung bester Deutscher

Bester Deutscher wurde der Teilzeitprofi Dominik Sowieja aus Villingen-Schwenning, der sich mit der fünftbesten Marathonzeit von 2:45:34 Stunden auf den 12. Platz vorarbeitete. Lukasz Wojt wurde noch auf den 15. Platz durchgereicht, Markus Thomschke finishte auf Platz 24.

Ironman Copenhagen 2021 | Profi-Männer

22. August 2021 | Kopenhagen (Dänemark)
PlatzNameLandGesamt3,8 km Swim180 km Bike42,2 km Run
1Cameron WurfAUS7:46:060:49:084:02:192:49:37
2Lionel SandersCAN7:49:240:49:044:12:112:43:50
3Henrik GoeschFIN7:52:100:46:184:15:102:46:12
4Clemente Alonso-McKernanESP7:55:090:46:134:14:542:49:20
5Mathias Lyngsoe PetersenDEN7:55:380:46:164:14:452:50:22
6David PlešeSLO7:58:050:49:084:11:572:52:11
7Jesper SvenssonSWE7:59:390:45:564:13:322:56:08
8Jaroslav KovacicSLO8:04:340:47:074:13:532:58:56
9Yvan JarrigeFRA8:06:360:47:054:14:343:01:01
10Tomás RencCZE8:07:010:49:044:28:042:45:34
12Dominik SowiejaGER8:08:380:49:484:26:552:47:16
15Lukasz WojtGER8:12:260:43:574:14:323:09:18
24Markus ThomschkeGER8:30:110:49:124:26:493:09:24
26Philipp FahrenholzGER8:43:050:55:144:25:503:17:39
29David RotherGER9:20:401:05:214:39:443:30:16
31Joachim KrauthGER9:26:010:56:454:36:513:46:35

51 Männer auf Hawaii

Für die nächste Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, die vor wenigen Tagen vom 9. Oktober auf den 5. Februar des kommenden Jahres verschoben wurde, sind damit 51 männliche Profis qualifiziert – darunter die Deutschen Florian Angert, Andreas Böcherer, Andreas Dreitz, Jan Frodeno, Sebastian Kienle, Patrick Lange und Boris Stein. Ironman hatte mit der Verschiebung angedeutet, dass sich am Qualifikationsmodus nichts mehr ändern soll.

Der Ironman Copenhagen war nach dem aktuellen Stand auch das letzte Qualifikationsrennen für die Agegrouper für die WM. Schnellster deutscher Agegrouper war der Dormagener Ronny Seidel, der in 8:46:13 Stunden den 10. Platz gesamt und den 2. in der Altersklasse M40–44 belegte. Stefan Almeling aus Freiburg gelang der Sieg in der M55–59 in 9:36:54 Stunden. Schnellste deutsche Frau war Ines Sandbote aus Greven in 10:37:03 Stunden.

Ein Profifeld der Frauen war in Kopenhagen nicht am Start. Die letzten beiden Kona-Slots der Damen werden am kommenden Sonntag beim Ironman Hamburg vergeben. Aus Deutschland haben bisher Titelverteidigerin Anne Haug, Carolin Lehrieder und Laura Philipp unter 40 weiteren Athletinnen ihren Startplatz auf Hawaii sicher.

Getty Images for IRONMAN Das Podium des Ironman Copenhagen 2021: Lionel Sanders, Cameron Wurf und Henrik Goesch.

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1 Kommentar
  1. Olaf Kasten

    Die Zeiten der Age-Grouper sind auch Wahnsinn. 8h30 in der 45-49 Gruppe … war die Strecke normal ? Sehr schnelle Leistungen überall, man kann sich an Zeiten von vor ein paar Jahren nicht mehr orientieren.

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