Chris allein in Österreich

In diesem Blogbeitrag geht es ausnahmsweise nur um eine Hälfte der Piris. Chris war im Zuge eines Events am Fuschlsee im Salzburger Land unterwegs und berichtet von seinem kurzen Trainingscamp.

Von > | 12. Juni 2019 | Aus: SZENE

Es war eine neue Erfahrung für Chris, ohne Silke unterwegs zu sein. Er hat die Tage am Fuschlsee dennoch sehr genossen.

Es war eine neue Erfahrung für Chris, ohne Silke unterwegs zu sein. Er hat die Tage am Fuschlsee dennoch sehr genossen.

Foto >Andi Frank

Dieses Mal beginnt alles etwas anders, nämlich ohne Silke – ich war alleine unterwegs.

Es begann vor ein paar Wochen bei Instagram mit einer Nachrichtenanfrage von „WRW_ Hamburg“ –klingt interessant, also lese ich.
„Hast du Lust, an einem Triathlon Event von Orthomol Sport mit Patrick Lange teilzunehmen?“
Erster Gedanke: Das ist doch ein Witz. Aber auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es tatsächlich voller Ernst war.
Ich musste nicht lange überlegen und sagte zu.

Leider bekam Silke keinen Urlaub und somit war Fuchs ohne Kerlchen on Tour.

Ich wusste noch nicht, wohin es gehen und was auf mich zukommen sollte.
Ich freute mich aber schon riesig drauf!
Die ersten Infos kamen. Das Event war auf zwei Tage für Sonntag und Montag angesetzt und sollte im Hotel Mohrenwirt am schönen Fuschlsee stattfinden. Ich hatte Glück und konnte schon freitags anreisen und bis Dienstag bleiben. Ein paar harte Trainingseinheiten im Salzburger Land schaden mir sicher nicht. Ich entschied mich, mit dem Zug anzureisen, um dort mein Rennrad mitzunehmen.

Anreise

Der Zug kam pünktlich. Einsteigen, Fahrradplatz suchen und los ging es Richtung München. Es dauerte nicht lange und wir standen an einem Bahnhof irgendwo im Nirgendwo, da es einen Feuerwehreinsatz an der Strecke gab. Mehr als 50 Minuten Verspätung. Klasse, meinen Anschlusszug in München verpasse ich also. Naja, eine Stunde später fährt zum Glück noch einer. Diesen bekam ich glücklicherweise. Ich wurde am Bahnhof abgeholt und los ging es ins Hotel Mohrenwirt. Ich freute mich richtig, denn nach 2013 und 2015 war es schon mein dritter Aufenthalt dort.

Tag eins

Irgendwie ist es komisch, ohne Silke aufzuwachen und frühstücken zu gehen. Aber es half nichts, ich musste mich alleine durchschlagen.
Ein ausgiebiges Frühstück und danach aufs Rad, so war der Plan, aber erst nochmal Instagram checken – aha, es ist noch ein anderer Teilnehmer da, klasse. Also verabredeten wir uns, um die Tour ein Stückchen zusammen zu radeln. Es tat gut, in einer anderen Gegend zu fahren und die Landschaft ist wirklich traumhaft! Ich entschied mich für eine Tour an sechs Seen vorbei und es gab wirklich alles: top Aussichten, Traumhafte Ausblicke und ausreichend Höhenmeter. Nach der Tour stand noch ein kurzer Koppellauf an. Dabei wurde ich schon von der Orthomol Sport Crew abgefangen und wir haben uns zum „inoffiziellen Auftakt“ beim Abendessen verabredet.
Fazit Tag eins: Einfach klasse und ich habe Bock auf mehr.

Tag zwei

11:30 Uhr war Auftakt der Veranstaltung, aber wir sind ja Triathleten. Also wurde um 7:30 Uhr gefrühstückt und noch schnell eine Zwei-Stunden-Tour auf dem Rad gedreht. Es begann erst mal suboptimal – Plattfuß bei mir und das schon vor dem Start. Da bin ich Hornochse wohl durch eine Scherbe gefahren. Da konnte auch die Dichtmilch den Riesenschnitt im Reifen nicht mehr flicken. Während ich einen Schlauch einzog, war ich froh, dass ich am Vortag meine Tour mit dem Loch im Mantel unbemerkt fertig fahren konnte.
Mit etwas Verspätung ging es dann los. Hat echt Spaß gemacht! Die ganze Truppe war super. So viele verschiedene Persönlichkeiten, aber alle mit der gleichen Leidenschaft. Das verbindet und so freuten wir uns alle auf die zwei Tage mit Orthomol Sport und Patrick Lange.

Los ging es mit einem Snack, Vorstellung des Teams und der Produkte. Danach stand ein Workout mit David Flacke an. Es war echt kurzweilig und gab einen riesigen Input für mich, den ich als Athlet sehr gut nutzen, aber auch als Trainer weitergeben kann.
Danach kam Patrick und wir starteten eine Laufeinheit. Locker um das Hotel Mohrenwirt und den Fuschlsee. Danach gab es noch eine Recover-Einheit mit David – ohne Worte, einfach genial der Typ.

Abends durften wir uns noch einen Vortrag anhören, um die Hintergründe und die Funktionsweisen der Produkte besser verstehen zu können. Dann ging es zum Abendessen. Ein super Fünf-Gänge-Menü wurde serviert, ehe es danach zum gemütlichen Teil an die Bar ging – natürlich mit alkoholfreiem Bier.

Tag drei

Der zweite Event-Tag startete früh. Um 7:30 Uhr stand eine Schwimmeinheit an, genau meine Zeit – NICHT. Naja, es hilft nichts, also ab ins Wasser. Man wird ja nicht alle Tage von einem Doppelweltmeister durchs Wasser gescheucht. Das Beste geben und dabei immer versuchen, locker auszusehen, lautete die Devise. Frühstück und danach eine Q&A-Runde mit Patrick, wirklich ein sehr sympathischer Typ. Bodenständig und um keine ehrliche Antwort verlegen.

Die Zeit verflog und wir hatten noch so viele Fragen, doch die Radtour stand an. Es war eher eine Influencerfahrt, aber dazu sollte das Event natürlich da sein – Fotos, Bilder, Storys. Nach 40 Kilometern waren wir wieder im Hotel, bei einem gemütlichen Lunch hieß es dann so langsam Abschied nehmen, für alle ging es Montags nach Hause. Für mich stand dann noch ein Long Run an, der zwei Mal um den Fuschlsee ging. Aus dem gemütlichen lockeren Lauf wurde dadurch dann ein Trail-Lauf mit einigen Höhenmetern. Am Abend hieß es noch einmal, die Speicher zu füllen und alles Revue passieren zu lassen.

Fazit des Events: Es war einfach spitze! Super Typen kennengelernt und neue Bekanntschaften geschlossen! Vielen Dank an das ganze Team und vor allem an Wibke von WRW Hamburg!
Ein riesen Dank geht auch an die beiden Fotografen Tom Tittmann und Andi Frank, die Bilder sind einfach phänomenal geworden!

Tag vier

Glücklicherweise war Tom auch noch da, so hatte ich noch jemanden zum Fachsimpeln beim Frühstück, bevor es für mich zur Radausfahrt ging. Es waren super Gespräche mit viel neuem Input dabei.

9:30 Uhr, ab aufs Rad – die Postalm-Runde stand auf dem Plan. Nach lockerem Einrollen ging es dann knapp 15 Kilometer hoch auf die Postalm, eine traumhafte Strecke mit super Ausblicken, Kühen und Alpakas als Zuschauer. Oben lag noch Schnee, aber bei Außentemperaturen von 25 Grad wird dieser auch bald weg sein. Ich genoss die letzten Kilometer auf dem Rad und war ein bisschen wehmütig, dass es leider schon wieder Richtung Heimat geht. Kurz vor dem Hotel wurde ich dann aus meinen Träumen gerissen. Denn mein Hinterrad verlor schon wieder Luft, diesmal war es ein Nagel. Aber es waren noch 100 Meter bis zum Hotel. So kam ich Pechvogel also mit dem zweiten Platten in drei Tagen zurück.
Nächstes Mal mache ich wohl besser die Augen auf und schaue, wo ich hinfahre.

Zum Abschluss verabschiedete ich mich noch von Jakob Schmidlechner, dem Besitzer des Hotel Mohrenwirt und kündigte an, ihn bald wieder zu besuchen, denn das Hotel und die Gegend rund um den Fuschlsee bietet alles, was das Triathleten-Herz begehrt!

Mein Fazit dieses Kurztrips fällt durchweg positiv aus. Es waren sehr kurzweilige und abwechslungsreiche Tage mit super Menschen und klasse Input. Ich freue mich schon auf die kommenden Aktionen und vor allem, weil es dann wieder heißt: Fuchs und Kerlchen on Tour.