Clavel, Nilsson und Wild fordern Raelert in Elsinore

Bei der Ironman-70.3-EM in Elsinore geht es für Michael Raelert und Annabel Luxford um die Titelverteidigung. Beide bekommen allerdings namhafte Konkurrenz im Kampf um Europas Krone.

Von > | 12. Juni 2018 | Aus: SZENE

Mit einer schnellen Gesamtzeit von 3:42:52 Stunden wurde Michael Raelert im vergangenen Jahr Ironman-70.3-Europameister in Elsinore.

Mit einer schnellen Gesamtzeit von 3:42:52 Stunden wurde Michael Raelert im vergangenen Jahr Ironman-70.3-Europameister in Elsinore.

Foto >Simon Müller / spomedis

Nachdem der Ironman 70.3 Wiesbaden vor zwei Jahren eingestellt wurde, musste eine andere Austragungsstätte für die Ironman-70.3-Europameisterschaften her. Die Wahl fiel auf ein neues Rennen, welches 2017 seine Premiere feierte – den Ironman 70.3 Elsinore. Nun wird dieses Jahr am 17. Juli zum zweiten Mal die Ironman-70.3-EM im Nordosten Dänemarks ausgetragen. Angekündigt hat sich unter anderem der amtierende Ironman-70.3-Europameister und Vorjahressieger aus Deutschland, Michael Raelert, der sich diesen Titel bereits 2010 und 2012 in Wiesbaden sichern konnte und außerdem zweifacher Weltmeister auf der Ironman-70.3-Distanz (2009, 2010) ist. Im vergangenen Jahr entschied Raelert das Rennen mit eineinhalb beziehungsweise zweieinhalb Minuten Vorsprung vor Andreas Böcherer und Nils Frommhold für sich – beide Konkurrenten verzichten in diesem Jahr auf einen Start. Während Böcherer bei der Challenge Heilbronn starten wird, hatte Frommhold zuletzt mit einer Laufverletzung zu kämpfen und ist noch nicht wieder dazu bereit, Rennen zu bestreiten. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Athleten gibt, die Raelert seinen EM-Titel abjagen könnten – ganz im Gegenteil.

Mitfavorit ist der Schwede Patrik Nilsson, der bisher Anlaufschwierigkeiten in der Saison hatte und bei der Challenge Gran Canaria und dem Ironman 70.3 Barcelona ausstieg. Umso motivierter dürfte der Hawaii-Achte von 2017 sein, endlich ein starkes Rennen in diesem Jahr abzuliefern – denn mit seiner Form ist Nilsson nach eigener Aussage zufrieden. Hinzu kommt Maurice Clavel, der bereits vor zwei Wochen bei "The Championship" mit einem fünften Platz und einem angriffslustigen Rennen unter Beweis stellte, dass man ihn auf dem Zettel haben sollte. Ein weiterer Anwärter auf den Sieg ist Ruedi Wild (SUI), der am vergangenen Wochenende bei seinem Heimrennen, dem Ironman 70.3 Rapperswil, den vierten Platz belegte.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Athleten, denen mindestens der Sprung auf das Podium zuzutrauen ist. Dazu gehören Bart Aernouts (BEL), Rodolphe Von Berg (USA), Adam Bowden (GBR), Thomas Strange (DNK), Jonathan Ciavattella (ITA), Michael Weiss (AUT) und Marc Dülsen. Florian Angert sagte seinen geplanten Start kurzfristig ab, nachdem die beiden Mitteldistanzen in St. Pölten und Samorin innerhalb von sieben Tagen mit den Plätzen vier und drei ausgezeichnet liefen. "Ich konzentriere mich lieber auf die zweite Saisonhälfte. Mit der dritten Mitteldistanz innerhalb von vier Wochen möchte ich kein unnötiges Verletzungsrisiko eingehen und werde deshalb noch etwas regenerieren", sagt Angert zu seiner Entscheidung. Als deutsche Athleten haben auch noch Philipp Fahrenholz, Julian Fritzenschaft, Markus Liebelt und Michael Rünz für das Rennen gemeldet. 

Verteidigt Luxford ihren Titel? 

Im Frauenrennen geht es für Annabel Luxford um die Titelverteidigung. Die Vorjahressiegerin aus Australien geht zwar als Favoritin ins Rennen, nachdem sie 2018 bereits die Challenge Wanaka und Challenge Melbourne für sich entschied, hat allerdings starke Konkurrenz im Nacken. Helle Frederiksen, die Vorjahreszweite aus Dänemark, will in dieses Jahr bei ihrem Heimrennen noch einen Platz weiter oben auf dem Podest landen. Hinzu kommt Landsfrau Camilla Pedersen, die 2017 Platz vier belegte und der an einem guten Tag auf jeden Fall auch noch mehr zuzutrauen ist. Als weitere Favoritinnen auf den Sieg gelten Eva Wutti (AUT), Melissa Hauschildt (AUS), Alexandra Tondeur (BEL), Lisa Huetthaler (AUT) und Camilla Lindholm Borg (DNK). Lucy Charles (GBR) befindet sich zwar auch auf der Startliste, hat ihren Start allerdings nicht bestätigt und verzichtet nach ihrem wettkampfreichen Frühjahr wohl auf das Rennen.