Crowley triumphiert, Grohmann wird Zweite

Magenprobleme beim Marathon verhinderten Daniela Sämmlers Chancen auf die Titelverteidigung in Hamburg. Sarah Crowley konnte das Rennen vor Katharina Grohmann für sich entscheiden.

Von > | 29. Juli 2018 | Aus: SZENE

2017 gewann Sarah Crowley den Ironman Frankfurt, ein Jahr später triumphiert die Australierin nun in der Hansestadt.

2017 gewann Sarah Crowley den Ironman Frankfurt, ein Jahr später triumphiert die Australierin nun in der Hansestadt.

Foto >Nils Flieshardt / spomedis

Bei den Frauen dürfte im Vorfeld wohl vor allem Sonja Tajsich nichts dagegen gehabt haben, dass der Ironman Hamburg 2018 als Duathlon ausgetragen wird. Die laufstarke Deutsche, die beim Schwimmen häufig einen satten Rückstand auf die Spitze aufgebrummt bekommt, nutzte die neue Situation zu ihren Gunsten: Als Erste kam sie gemeinsam mit Sarah Crowley (AUS) nach dem Auftaktlauf über sechs Kilometer in die erste Wechselzone. Nur acht Sekunden später erreichte Vorjahressiegerin Daniela Sämmler den ersten Wechsel. Katharina Grohmann hatte zu diesem Zeitpunkt 28 Sekunden Rückstand, Maja Stage Nielsen 1:11 Minuten. 

Sämmler und Crowley führen, Tajsich wird disqualifiziert

Auf dem Rad kam es sofort so, wie es viele im Vorfeld erwartet hatten. Daniela Sämmler und Sarah Crowley setzten sich an die Spitze des Feldes und rasten gemeinsam über die Radstrecke. Sonja Tajsich, die beim Ironman Hamburg das letzte Profirennen ihrer langen Karriere absolvieren wollte, lag zunächst hinter dem Führungsduo auf Platz zwei. Dann der Schreckmoment: Ein Kampfrichter disqualifizierte Tajsich und nahm die Deutsche somit frühzeitig aus dem Rennen. Der Grund: Littering. Damit übernahm Katharina Grohmann den dritten Platz, Maja Stage Nielsen lag auf Rang vier. Sämmler und Crowley bauten ihre Führung weiter aus und gingen auch gemeinsam auf die zweite Radrunde. Auch diese absolvierten die beiden gemeinsam – bis kurz vor Schluss. Etwa drei Kilometer vor der zweiten Wechselzone bekam Sarah Crowley einen Platten, fuhr weiter, verlor allerdings kostbare Zeit auf Daniela Sämmler und kam 2:19 Minuten später in die Wechselzone. 6:26 Minuten nach der Führenden wechselte Katharina Grohmann in die Laufschuhe. 

Crowley läuft an die Spitze, Sämmler mit Magenproblemen

Ihre Führung sollte die deutsche Favortin allerdings nicht behaupten können. Von Beginn des Marathons an lief Crowley etwas schneller als Sämmler. Der Abstand verkürzte sich kontinuierlich und bei Kilometer 17 kam es schließlich zum Führungswechsel. Doch auch den zweiten Platz konnte Sämmler nicht verteidigen. Magenprobleme auf der zweiten Laufhälfte machten der Roth-Siegerin 2018 einen Strich durch die Rechnung und sorgten dafür, dass zuerst Katharina Grohmann, und dann auch noch Maja Stage Nielsen an ihr vorbeizogen. Schließlich gab Sämmler das Laufen auf und ging etwa die letzten sechs Kilometer der Laufstrecke bis ins Ziel, um das Rennen trotzdem noch zu beenden. Trine Boye Larsen (DEN) schob sich noch an Sämmler vorbei und trotz ihres Marathons in 4:18:13 Stunden landete die Vorjahressieger am Ende auf Platz fünf mit einer Zeit von 9:18:32 Stunden.

Mehr als eine Stunde zuvor lief Sarah Crowley als neue Hamburg-Siegerin mit einer Gesamtzeit von 8:08:21 Stunden durchs Ziel, nachdem sie den Marathon in 3:05:36 Stunden absolvierte. Kataharina Grohmann sicherte sich mit einem Rückstand von 5:08 Minuten Rang zwei und damit auch den Titel der Deutschen Meisterin auf der Langdistanz. Maja Stage Nielsen rundete das Podium ab (8:21:23 Stunden).

Name

Nation

Gesamt

6 KM Run

180 KM Bike

42,2 KM Run

1

Sarah Crowley

AUS

8:08:21

22:46

4:34:45

3:05:36

2

Katharina Gromann

GER

8:13:30

23:45

4:38:14

3:06:17

3

Maja Stage Nielsen

DEN

8:21:23

23:57

4:46:26

3:05:39

4

Trine Boye Larsen

DEN

9:04:24

29:02

5:01:12

3:28:02

5

Daniela Sämmler

GER

9:18:32

22:54

4:32:12

4:18:13

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