Daniela Ryf in Kalifornien mit frühem Saisonstart

Daniela Ryf startet beim Ironman 70.3 Oceanside in ihre Saison. Anders als im Vorjahr gibt es bei den Männern keine neue Auflage des Duells Frodeno gegen Sanders.

Von > | 5. April 2019 | Aus: SZENE

Ob Daniela Ryf auch in diesem Jahr wieder das Maß aller Dinge ist? (Archivbild)

Ob Daniela Ryf auch in diesem Jahr wieder das Maß aller Dinge ist? (Archivbild)

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Der Startschuss im kalifornischen Oceanside fällt am Samstag, 6. April um 6:40 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr MEZ). Die Mitteldistanz lockt jedes Jahr zahlreiche Profis an die amerikanische Westküste, die früh in der Saison Ihren Leistungsstand präsentieren wollen.

Bei den Frauen geht Daniela Ryf als klare Favoritin ins Rennen. Die Schweizerin, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Siege feiern konnte, wird in Kalifornien ihre Wettkampfsaison eröffnen. Ryf will das Rennen zur Standortbestimmung nutzen. „Das Rennen so früh in der Saison soll mir vor allem Aufschluss über meinen Formstand geben“, sagte die Schweizerin vor dem Wettkampf. Auf der Strecke, die Ryf als „sehr anspruchsvoll und technisch“ beschreibt, wird sie unter anderem auf die Britin Holly Lawrence treffen. Lawrence konnte das Rennen bereits 2017 für sich entscheiden und landete im vergangenen Jahr auf Platz zwei. Die Britin konnte sich in diesem Jahr mit dem Sieg des Ironman 70.3 Dubai schon den ersten Titel der Saison sichern und gilt daher als eine der Kandidatinnen, die es mit Ryf aufnehmen kann. Auch zwei US-Amerikanerinnen können sich gute Podiumschancen ausmalen: Heather Jackson und Sarah True. Jackson bestreitet die Mitteldistanz in Oceanside in diesem Jahr zum neunten Mal und kennt die Strecke daher sehr gut. Auch ihrer Landsfrau Sarah True dürfte die Strecke bekannt sein. Im vergangenen Jahr belegte sie dort den dritten Platz.

Kanute gegen Bowden und Lagerstrom

Bei den Männern sieht das Starterfeld anders aus als es vor wenigen Wochen noch geplant war. Neben Jan Frodeno gab auch der Kanadier Lionel Sanders bekannt, dass er in diesem Jahr den Ironman 70.3 Oceanside verletzungsbedingt nicht bestreiten wird. Durch die Absagen der beiden eigentlichen Favoriten haben nun andere Athleten die Chance, auf dem Podium zu landen. Zu diesen zählt unter anderem der US-Amerikaner Ben Kanute, der vor allem für seine Schwimmstärke bekannt ist. Mit dem Briten Adam Bowden, der ebenfalls ein sehr guter Schwimmer ist, bekommt Kanute starke Konkurrenz. Bowden geht in Oceanside bereits mit einem Saisonsieg an den Start. Er konnte den Ironman 70.3 in Dubai für sich entscheiden. Kanutes Landsmann Eric Lagerstrom, der 2018 bei der Mitteldistanz in Kalifornien den fünften Platz belegte, ist ebenfalls ein Kandidat für das Podium. Auch Joe Gambles (AUS), Ruedi Wild (SUI) und Rudolphe Von Berg (USA) werden um die vorderen Plätze kämpfen.