Daniela Ryf mit neuer Ironman-70.3-Weltbestzeit

Daniela Ryf stellt in Polen mit einer Zeit von 3:57:55 Stunden eine neue Weltbestzeit auf. Katja Konschak wird in Maastricht Vierte und der deutsche Marc Dülsen sichert sich in Estland beim Ironman Tallinn den zweiten Platz.

Von > | 6. August 2018 | Aus: SZENE

Sie ist die klare Favoritin für die Ironman-70.3-WM in Südafrika: Daniela Ryf (Archivbild).

Sie ist die klare Favoritin für die Ironman-70.3-WM in Südafrika: Daniela Ryf (Archivbild).

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die Favoritenrollen für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft sowie für den Ironman Hawaii sind spätestens mit dieser Kampfansage vergeben. An der Schweizerin Daniela Ryf führt kein Weg vorbei. Das erwartete Duell zwischen ihr und der dreimaligen Ironman-Hawaii-Siegerin Miranda Carfrae beim Ironman 70.3 Gyndia in Polen blieb aus, Ryf gewann mit einem Start-Ziel-Sieg und einem Vorsprung von 22:51 Minuten nicht nur das Rennen, sondern stellte auch eine neue Weltbestzeit über die Mitteldistanz auf.

Bereits nach dem Schwimmen führte die 31-Jährige mit mehr als zwei Minuten vor der Polin Ewa Bugdol und Miranda Carfrae. Auf dem Rad zeigte Ryf dann wieder, dass sie in einer anderen Liga spielt. Mit einem Vorsprung von 17:26 Minuten auf Polin Ewa Komander und 18:09 Minuten auf Carfrae ging Ryf auf die Laufstrecke.

Auch auf der Laufstrecke war Ryf nicht aufzuhalten, brauchte sie für den Halbmarathon nur 1:17:40 Stunden und damit nur knappe drei Minuten mehr als Männer-Sieger Tim O´Donnell und sogar zwei Minuten weniger als Nils Frommhold. Daniela Ryf ist in diesem Jahr noch ungeschlagen und belegte im Gesamtklassement mit den Männern sogar Platz sieben.

Name

Gesamt

1.9 km Swim

90 km Bike

21.1 km Run

1

Daniela Ryf

3:57:55

24:35

2:12:27

1:17:40

2

Mirinda Carfrae

4:20:47

26:52

2:28:15

1:21:49

3

Ewa Komander

4:25:41

29:21

2:25:02

1:27:40

4

Joanna Soltysiak

4:27:34

29:26

2:26:18

1:28:19

5

Ewa Bugdol

4:31:26

26:39

2:33:07

1:27:51

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Frommhold mit einem starken zweiten Platz

Nach einer schwierigen Saison 2017 und andauernden Problemen mit der Achillessehne meisterte Nils Frommhold vor wenigen Wochen beim Ironman 70.3 Jönköping sein Comeback. Während er in Schweden auf der Laufstrecke noch abreißen lassen musste, gelang ihm in Polen der Sprung aufs Podium.

Nach dem Schwimmen hatte sich um den späteren Sieger Tim O´Donnell eine kleine Verfolgergruppe gebildet, in der sich neben Frommhold auch der Schweizer Manuel Küng sowie der Pole Tomasz Brembor und der Franzose Julien Pousson befanden.

Auf dem Rad setzten sich O´Donnell und Frommhold schnell an die Spitze des Feldes und gingen nach dem Wechsel auch gemeinsam auf die Laufstrecke. Hier musste Frommhold O´Donnell ziehen lassen, der sich mit einer Laufzeit von 1:14:17 Stunden den Tagessieg holte. Mit der zweitschnellsten Laufzeit der Profi-Herren vervollständigte Markus Liebelt das Podium in Gdynia.

Name

Gesamt

1.9 km Swim

90 km Bike

21.1 km Run

1

Tim O'Donnell

3:47:41

23:02

2:07:13

1:14:17

2

Nils Frommhold

3:52:58

23:10

2:07:11

1:19:05

3

Markus Liebelt

3:53:28

25:53

2:09:24

1:14:39

4

Ondrej Kubo

3:55:45

25:48

2:09:30

1:16:43

5

Aleksey Kalistratov

3:57:35

24:39

2:13:57

1:15:13

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Maastricht – Katja Konschak wird Vierte

Dass es beim Ironman Maastricht kein Profi-Herren-Starterfeld gab, machte es bei den Profi-Damen nicht weniger spannend.
Der Überraschungssieg ging an die Niederländerin Els Visser, die erst seit 2017 im Triathlonrummel mitmischt und ihren ersten Profi-Winter in Australien verbrachte um beim Trisutto-Team um Trainer-Legende Brett Sutton sich auf ihre Profikarriere vorzubereiten.

Beim Schwimmen war es aber noch nicht Visser, die als Führende aufs Rad stieg, sondern die Amerikanerin Haley Chura. Die starke Schwimmerin schwamm mit 52:05 Minuten den anderen Profis davon. Dennoch sollte sie im weiteren Rennverlauf nichts mit einer vorderen Platzierung zu tun haben. Visser verließ mit einem Rückstand von knapp acht Minuten, van Vlerken sogar mit einem zehnminütigen Rückstand das Wasser.

Auf dem Rad war der Vorsprung dann aber bald aufgebraucht. Kurz nach der Hälfte der Radstrecke überholte Visser die Führenden und ging mit einem Vorsprung von knapp sechs Minuten auf die Laufstrecke. Auf dem Rundkurs mit Zieleinlauf im Zentrum von Maastricht hatte sie das Rennen fest im Griff. Im Ziel betrug ihr Vorsprung fast vier Minuten auf ihre Landsfrau Yvonne van Vlerken. Dritte wurde die Australierin Sonia Bracegirdle. Die deutsche Starterin Katja Konschak konnte sich in einer Gesamtzeit von 9:39:39 Stunden den vierten Platz sichern.

Name

Gesamt

3,8km Swim

180km Bike

42,2km Run

1

Els Visser

9:31:06

1:00:25

5:00:54

3:25:28

2

Yvonne Van Vlerken

9:34:55

1:02:11

5:07:05

3:21:42

3

Sonia Bracegirdle

9:38:29

1:00:23

5:13:40

3:19:12

4

Katja Konschak

9:39:39

56:04

5:27:23

3:10:43

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Premiere in Tallinn beim Ironman Estland

Keine Chance für den deutschen Marc Dülsen. Der 35-jährige Philipp Kounty gewann in 8:01:18 Stunden den Ironman Estland in Tallinn, der erstmals ausgetragen wurde. In seiner letzten Saison als Amateur holte Koutny 2015 auf Hawaii bei der Ironman-WM Silber in der Altersklasse der 30 bis 34-Jährigen.
Beim Schwimmen war das Feld noch dicht zusammen, wobei Dülsen einige Minuten Rückstand auf die Führungsgruppe hatte, zu denen auch die Deutschen Per Bittner, Gregor Buchholz und Markus Thomschke gehörten. Nur der Este Marko Albert konnte sich ein Stück vom Feld absetzen.
Auf dem Rad konnte sich von der Gruppe niemand so richtig lösen, so dass eine relativ große Gruppe gemeinsam auf die Laufstrecke ging.
Hier konnte der Schweizer Koutny sich absetzten und mit der schnellsten Profi-Laufzeit des Tages (2:47:44 Stunden) das Rennen für sich entscheiden. Zweiter wurde mit einer Laufzeit von 2:52:51 Stunden Marc Dülsen vor dem aus Estland stammenden Marko Albert. Die deutschen Athleten Markus Thomschke, Gregor Buchholz und Per Bittner landeten auf den Plätzen fünf, sieben und acht.

Name

Gesamt

3,8km Swim

180km bike

42,2 km run

1

Philipp Koutny

08:01:18

49:41

4:19:50

2:47:44

2

Marc Dülsen

08:06:16

52:16

4:17:25

2:52:51

3

Marko Albert

08:07:11

46:12

4:19:02

2:58:18

5

Markus Thomschke

08:10:29

49:48

4:19:27

2:56:47

7

Gregor Buchholz

08:13:33

49:46

4:29:06

2:49:03

8

Per Bittner

08:19:44

49:50

4:20:04

3:06:00

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