Daniela Ryf knapp vor Mario Mola

Daniela Ryf steht an der Spitze aller Triathletinnen und Triathleten, wenn man sich das Preisgeld-Ranking 2018 anschaut. Die Top 10 der Frauen haben in diesem Jahr mehr verdient als die Männer.

Von > | 11. Dezember 2018 | Aus: SZENE

Daniela Ryf hat in der Saison 2018 die meisten Preisgelder gesammelt.

Daniela Ryf hat in der Saison 2018 die meisten Preisgelder gesammelt.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Dass Triathletinnen mit Triathleten gleich gestellt sein sollen, ist schon seit langer Zeit ein Grundsatz unseres Sports. Vor wenigen Tagen hat die Präsidentin des Weltverbands ITU, Marisol Casado, sogar einen Ehrenpreis des Internationalen Olympischen Komitees für ihre Bemühungen um die Gleichstellung der Geschlechter bekommen. Dass es bei diesem Grundsatz nicht nur um eine leere Floskel handelt, zeigt ein Blick auf das Preisgeldranking zum Ende des Jahres 2018, das die Challenge Family regelmäßig erstellt.

Daniela Ryf als Einzige über 200.000 Dollar

Bestverdienerin im Triathlonsport war demzufolge in diesem Jahr Daniela Ryf, die auf der Ironman-70.3- und der Ironman-Strecke ihre Weltmeistertitel verteidigte. Insgesamt konnte die Schweizerin 2018 Preisgelder in Höhe von 201.000 US-Dollar verbuchen. Diese Summe stellt freilich nur einen kleinen Teil ihres Einkommens dar: Ryf verfügt über lukrative Sponsoringverträge mit Weltkonzernen wie Red Bull, Mercedes Benz und Breitling, die ihr neben den Engagements von triathlonspezifischen Marken ein deutlich siebenstelliges Einkommen bescheren. 

Bei den Männern führt Kurzstrecken-Weltmeister Mario Mola das Ranking mit 199.500 US-Dollar an. Er liegt damit knapp hinter Ryf, aber um 40.000 Dollar vor dem zweitplatzierten Mann Vincent Luis, ebenfalls ein Kurzstreckler. Ironman-Weltmeister Patrick Lange folgt mit 134.485 US-Dollar (knapp 118.000 Euro) auf Platz 3.

Frauen verdienen im Schnitt etwas mehr

Dass die Frauen ähnliche Preisgelder verdienen wie die Männer, zeigt sich nicht nur in der Spitze: Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern haben jeweils vier Sportlerinnen und Sportler im Saisonverlauf mehr als 100.000 US-Dollar gesammelt. Die Preisgeldsumme der Top 10 liegt bei den Frauen mit 1.164.766 Dollar knapp über der der Männer (1.138.874 Dollar). Über 50.000 US-Dollar verdienten 20 Frauen und 16 Männer. Allerdings: Von diesen Preisgeldern allein kann niemand den aufwendigen Sport auf Weltspitzenniveau betreiben. Zum Vergleich: Ein Wimbledon-Champion im Tennis erhält eine Prämie von 2.574.000 Euro, ein Ironman-Weltmeister 120.000 US-Dollar. 

Preisgeld-Ranking der Frauen (Stand 11.12.2018)

Platz

Name

Land

Preisgeld (USD)

1

Daniela Ryf

SUI

201.000

2

Katie Zafares

USA

177.400

3

Vicky Holland

GBR

166.100

4

Lucy Charles

GBR

165.000

5

Anne Haug

GER

92.500

6

Georgia Taylor-Brown

GBR

78.800

7

Ashleigh Gentle

AUS

73.461

8

Kirsten Kasper

USA

73.250

9

Yvonne van Vlerken

NED

71.255

10

Mirinda Carfrae

AUS

66.000

Autor >Challenge Family

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Kurzdistanzler Mario Mola aus Spanien hat 2018 das meiste Preisgeld eingesammelt: insgesamt 199.500 US-Dollar.

Kurzdistanzler Mario Mola aus Spanien hat 2018 das meiste Preisgeld eingesammelt: insgesamt 199.500 US-Dollar.

Foto >Wagner Araujo / triathlon.org

Preisgeld-Ranking der Männer (Stand 11.12.2018)

Platz

Name

Land

Preisgeld (USD)

1

Mario Mola

ESP

199.500

2

Vincent Luis

FRA

159.300

3

Patrick Lange

GER

134.485

4

Sebastian Kienle

GER

103.014

5

Richard Murray

RSA

99.850

6

Henri Schoeman

RSA

91.400

7

Jan Frodeno

GER

90.000

8

Michael Weiss

AUT

89.000

9

Kristian Blummenfelt

NOR

87.150

10

Bart Aernouts

BEL

85.175

Autor >Challenge Family

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