Deutsche Athleten greifen nach dem Sieg

Nach dem Doppelsieg von Boris Stein und Laura Philipp haben die deutschen Starter beim Ironman 70.3. Zell am See auch dieses Jahr gute Chancen, auf dem Podium wieder ganz oben zu stehen.

Von > | 23. August 2018 | Aus: SZENE

Strebt den vierten Ironman 70.3 Sieg in diesem Jahr an: Laura Philipp.

Strebt den vierten Ironman 70.3 Sieg in diesem Jahr an: Laura Philipp.

Foto >Peter Jacob / spomedis / Archiv

Ein Wettkampf zwischen grünen Wiesen und schneebedeckten Gletschern: Nicht nur die Kulisse der siebten Auflage des Ironman 70.3 Zell am See verspricht wieder ein beeindruckendes Rennen. Besonders die Athleten aus Deutschland schielen bei der Mitteldistanz im Salzburgerland auf die Podiumsplätze. 

Einer der Topfavoriten aus dem deutschen Lager auf den Sieg ist Hawaii-Rookie Andreas Dreitz, der vor seinem Debüt in Kailua-Kona noch einmal Wettkampfluft schnuppert. Mit seinem zweiten Platz bei der Challenge Roth und Platz drei beim Ironman 70.3 Marbella hat der 29-Jährige in dieser Saison eine starke Form bewiesen. In Roth stellte er mit einer Zeit von 7:53:06 Stunden seine persönliche neue Langdistanz-Bestzeit auf. 

Weiterer Favorit auf einen der ersten Plätze ist Florian Angert. Dreitz Kollege aus dem Team Erdinger Alkoholfrei gewann Anfang Juli im schwedischen Jönköping sein erstes großes Rennen, nachdem er im Jahr 2016 als Vize-Europameister auf der Halbdistanz zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte. Aus Deutschland gehen außerdem noch Christian Kramer, Markus Fachbach, Julian Fritzenschaft, Christian Jais, Felix Hentschel und Marc Eggeling an den Start. 

Einer der größten Konkurrenten für die deutschen Mitfavoriten ist der Österreicher Michael Weiss, der in diesem Jahr in seinem Heimatland sowohl auf der 70.3-Distanz als auch auf der Ironman-Distanz beim Ironman Austria ganz oben auf dem Treppchen stand.  

Laura Philipp will ihren Titel verteidigen

Beim Rennen der Damen steht besonders die Mission Titelverteidigung der Vorjahressiegerin Laura Philipp im Fokus. Mit einem Sieg in Zell am See könnte die 31-Jährige ihre äußerst erfolgreiche Saison fortsetzen und würde 2018 zum vierten Mal bei einem Ironman-70.3-Rennen ganz oben auf dem Podest stehen. Zuletzt demonstrierte die Heidelbergerin mit einem neuen Streckenrekord beim Ironman 70.3 Kraichgau ihre herausragende Form. Konkurrentinnen, die ihr den Sieg streitig machen könnten, gibt es einige: Neben den beiden Österreicherinnen Eva Wutti und Lisa Hütthaler kämpfen unter anderem noch Alexandra Tondeur und Tine Deckers (beide Belgien) um die vorderen Plätze. Ein großes Fragezeichen steht noch hinter der Form von Natascha Schmitt, die nach langer Verletzungspause einen sechsten Platz beim Ironman 70.3 Kraichgau holte. Einige Tage später musste sie jedoch nach den ersten Metern des abschließenden Marathons ihr Rennen beim Ironman Nizza aufgrund starker Schmerzen abbrechen. Neben Philipp und Schmitt stehen mit  Anna-Lena Pohl, Jenny Schulz und Carolin Lehrieder noch drei weitere deutsche Athletinnen auf der Startliste.